Kalopanax septemlobus

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Kalopanax septemlobus (Thunb.) Koidz.

Araliaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Steinfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Aralianae
Ordo:
Araliales

Kalopanax septemlobus, umgangsprachlich Baumaralie, Baumkraftwurz, Nippon-Ahorn, ist ein Baum.

Namensherkunft

Kalopanax septemlobus wurde bereits von Carl Peter Thunberg beschrieben und benannt, aber erst 1925 von Gen'ichi Koidzumi in die heute gültige Systematik eingeordnet. 1783 wurde die Art von Thunberg zunächst als Acer pictum beschrieben. Die Basis für diese Beschreibung war allerdings eine Exemplar ohne Blüten oder Früchte so dass die fälschliche Einordnung in die Familie der Aceraceae nachvollziehbar ist. Der Fehler wurde später bemerkt und Thunberg benannte die Pflanze in Kalopanax pictus, heute ein Synonym von Kalopanax septemlobus um.

"Kalos": von griechisch = schön, "Panax": nach Panakeia, der Alles-Heilerin, einer Tochter des Asklepios. In China und Korea werden Rindenbestandteile als Arznei verwendet. Septemlobus bezieht sich auf die meist siebenlappige Blattform.

Taxonomie

Die Baumaralie ist die einzige Art aus der Gattung Kalopanax, die zur Familie der Araliaceae (Araliengewächse) gehört.

Merkmale

Dicke Stacheln an den Zweigen
Kalopanax septemlobus - Blätter
Die ahornartigen Blätter
Kalopanax septemlobus - Rinde
Beginnende Herbstfärbung
Kalopanax septemlobus - Zweige
Die efeuartigen Fruchtstände

Wuchs

Die kleinen bis mittelgroßen Bäume haben steife, wenig verzweigte dicke Äste, und werden 7 bis 10 Meter hoch. In ihrer Heimat werden sie bis zu 30 Meter hoch und können dabei einen Stammdurchmesser von bis zu einem Meter entwickeln. In der Jugend sind sie relativ schnellwüchsig.

Holz und Rinde

Die Zweige sind auffallend dick und sparrig und mit zahlreichen großen Stacheln besetzt. Zu Anfang sind sie bläulich bereift, später grau. Die Borke ist tief gefurcht.

Blätter

Kalopanax septemlobus ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind handförmig fünf bis siebenfach geteilt und sitzen an bis zu 50 Zentimeter langen Stielen. Die Blätter haben einen Durchmesser von 10 bis 25 (bis zu 35) Zentimetern. Sie sind oberseit glänzend grün, unterseits gelbfilzig behaart. Die Form der einzelnen Blattteile ist sehr variabel und reicht von länglich eiförmig bis kaum eingeschnitten. Die Blätter haben einen fein gesägten Rand. Bei der früh beginnenden Herbstfärbung (E.Sept./A-Okt.) nehmen die Blätter eine leuchtend sattgelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind (weiß bis) grün-gelblich, in endständigen Doppeldolden angeordnet, und erscheinen von Juli bis August.

Die kugeligen, 4 bis 5 mm dicken Steinfrüchte entwickeln sich im Herbst und sind in der Reife dunkelblau.

Verbreitung

Kalopanax septemlobus stammt aus China, der Manschurei, Korea, Japan sowie von der Insel Sachalin und kommt vor allem in Wäldern in Höhenlagen bis zu 2500 Meter vor.

Standort

Die Baumaralie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a). Sie wächst auf allen frischen bis feuchten, nahrhaften Substraten.

Verwendung

Durch ihr exotisches Aussehen und die gleichzeitige gute Frosthärte ist die Baumaralie sehr gut als Solitärgehölz geeignet.

Pflege

Es ist zu berücksichtigen, dass die Jungpflanze etwas frostempfindlich ist; ggf. ist sie zum Schutz vor Spätfrostschäden leicht zu beschatten. Später ist sie, auch in rauen Lagen, völlig frosthart.


Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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