Ficus benjamina

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Ficus benjamina L.

Moraceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   10

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: keine Angabe

 

Knospenanordnung: keine Angabe

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: weit &uuml;berh&auml;ngend

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Urticanae
Ordo:
Urticales

Ficus benjamina, umgangssprachlich Benjamin-Feige, Birken-Feige, ist ein immergrüner Baum, der auch als 'Würger' gezogen werden kann. Aus den unscheinbaren Blüten, die keine Kronblätter haben, entwickeln sich kugelige Feigenfrüchte. Diese sind zunächst grün und werden in der Reife orangerot bis schwarz.

Namensherkunft

Ficus benjamina wurde 1767 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Ficus benjamina ist eine Art aus der Gattung Ficus, die circa 899 bis 1031 Arten umfasst und zur Familie der Moraceae (Maulbeergewächse) gehört.

Merkmale

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Bäume haben eine weit überhangende Krone und werden 8 bis 10 Meter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 10 bis 15 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist glatt und grau.

Blätter

Ficus benjamina ist immergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind elliptisch und ganzrandig, gestielt und haben Nerven, die vor dem Blattrand umbiegen. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche.

Blüten und Früchte

Ficus benjamina trägt radförmig vierzählige Blüten die von August bis November erscheinen. Die Pflanzen sind diözisch, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Die Bäume tragen zierende grüne Steinfrüchte.

Wurzelsystem

Verbreitung

Ficus benjamina stammt aus dem Himalaya, Indien, Myanmar, Südchina, südlich des Qin-lin, Nord-Australien und von dem Malaiischen Archipel.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig und vergleichsweise nährstoffreich sein. Sie vertragen Temperaturen nur über mindestens 1°C (WHZ 10). Bei der Topfkultur empfiehlt sich lehmige Topferde mit beigemischtem Blähton oder Rindenstücken.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der Zierwert von Ficus benjamina entsteht vor allem durch das zierende Laub. Die Bäume eignen sich zur Kultur im temperierten Gewächshaus und Warmhaus, eine ganzjährige Freilandkultur ist nur in warmem Klima möglich. Geeignet als Spalier, Rankpflanze in Bäumen und als Zimmerpflanze.

Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen brauchen im Freiland Winterschutz, z.B. aus trockenem Mulch.
  • Für gesundes Wachstum monatlich während des Wachstums stickstoffbetonten Flüssigdünger geben.
  • Im Sommer mäßig gießen, im Winter wenig gießen.
  • Die Temperatur sollte im Sommer bei 15 bis 20°C, im Winter bei 15 bis 20°C liegen.
  • Für einen gesunden Wuchs im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr schiefe oder überkreuzt wachsende Äste entfernen.

Vermehrung • Aussaat im Frühjahr bei 17 °C. • Blattstecklinge im Frühjahr oder im Sommer. Die Bewurzelung erfolgt in einem beheizten Vermehrungsbeet. • Halbharte Stecklinge im Frühjahr oder im Sommer. Die Bewurzelung erfolgt in einem beheizten Vermehrungsbeet.


Sorten

Giftigkeit

Die Blätter können bei Verzehr Unwohlsein verursachen. Der Milchsaft kann bei Kontakt zu Hautreizungen führen

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Wachsartige Fäden und Honigtau auf den Blättern und Sprossen deutet auf einen Befall durch Schmierläuse hin. Abhilfe schaffen Insektizide oder Nützlinge (Marienkäferlarven).

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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