Citrus trifoliata

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Citrus trifoliata (L.) Raf.

Rutaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: Sand - Bodenart: sandig-kiesig - Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: dreizählig

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Beere

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rutanae
Ordo:
Rutales
Subordo:
Rutineae


Citrus trifoliata, umgangssprachlich Bitterorange oder Dreiblättrige Orange, ist ein Strauch oder Kleinbaum, dessen Zierwert nicht nur in den Blüten sondern auch in den Früchten und Ästen liegt.

Namensherkunft

Citrus trifoliata wurde 1763 von Carl von Linné beschrieben. 1838 wurde die Art von Constantine Samuel Rafinesque als Poncirus trifoliata in ein eigenes Genus eingeordnet. Die Trennung von der Gattung Citrus beruhte auf den dreizähligen Blättern und den freien Staubblättern.[1] Heute wird wieder der ursprüngliche Name verwendet.

Taxonomie

Die Bitterorange ist eine Art aus der Gattung Citrus, die circa 37 bis 166 Arten umfasst und zur Familie der Rutaceae (Rautengewächse) gehört.


Merkmale

C. trifoliata - Astwerk
Blüten, Blätter, Früchte - schön zu erkennen der geflügelte Blattstiel
C. trifoliata - Herbstfärbung
C. trifoliata - junge Frucht
C. trifoliata - reife Früchte

Wuchs

Die Sträucher bilden eine rundliche, reichverzweigte Krone. Die einzelnen Sprosse sind steif und haben sehr spitze, bis zu sieben Zentimeter lange Dornen, wodurch ein nahezu undurchdringliches Astwerk entsteht. Als junge Pflanzen sind Citrus trifoliata raschwüchsig, später ist der Zuwachs verhalten.

Holz und Rinde

Junge Zweige sind leuchtend grün und abgeflacht. Die Dornen sind ebenfalls grün. Im Alter sind die Stämme gräulich-grün mit leicht schuppiger Borke.

Blätter

Citrus trifoliata ist sommergrün. Die Blätter sind dreizählig (daher auch das Epitheton trifoliata) und haben einen geflügelten Blattstiel. Die einzelnen Fiederblättchen sind eiförmig bis verkehrt eiförmig und zwei bis vier Zentimeter lang, wobei das Endblättchen größer ist als die Seitenblättchen. Sie haben einen leicht gekerbten Rand und sind ungestielt. Im Austrieb ist das Laub frischgrün, im Sommer dunkelgrün. Im Herbst nehmen die Blätter eine leuchtend gelbe Färbung an, manche sind dabei rötlich überhaucht.

Blüten und Früchte

Die weißen Blüten sind radförmig fünfzählig mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Sie erscheinen von April bis Mai, manchmal gibt es auch eine Nachblüte im Herbst. Sie sind ungestielt und einzeln, selten auch zu zweit in den Blattachseln angeordnet. Die Bitterorange blüht am vorjährigen Holz und verströmt dabei den typsichen Zitrusduft, wenn auch nicht so intensiv wie manche ihrer Verwandten aus der Gattung Citrus.

Die Blüten sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder durch Selbstbestäubung. Im Herbst bilden sich gelbe bis gelborange zitrusähnliche Früchte, die botanisch gesehen Beeren sind. Sie sind rund und haben einen Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern, die Schale ist rau und behaart. Das Fruchtfleisch ist grünlich und enthält eine Vielzahl an Samen. Die Früchte der Bitterorange sind zwar eßbar, aber wie der Name schon sagt sehr bitter und daher eigentlich ungenießbar.

Wurzelsystem

Im Gegensatz zu anderen Zitruspflanzen, welche oft lange Pfahlwurzeln bilden, sind die Wurzeln bei Poncirus gut verzweigt und robust. Daher eignet sich die Dreiblättrige Orange auch sehr gut für die Topfkultur.

Verbreitung

Citrus trifoliata stammt aus Nord-China und Korea, in Japan gilt sie als eingebürgert.

Standort

Die Bitterorange verträgt Temperaturen bis zu -17°C, ist allerdings spätfrostgefährdet (Winterhärtezone 7a). Sie bevorzugt einen sonnigen Standort auf nährstoffreichem, neutralem bis schwach saurem Boden. Dieser sollte frisch bis feucht und gleichzeitig gut durchlässig sein, da Staunässe nicht vertragen wird.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Da C. trifoliata etwas langsamwüchsiger und gleichzeitig wesentlich frosthärter als die meisten Citrusarten ist, wird sie häufig als Unterlage bei der Veredelung von Zitrussorten verwendet.

Wegen der interessanten Erscheinung und den zahlreichen wohlriechenden Blüten und Früchten ist Citrus trifoliata ein sehr interessanter Zierstrauch.
In Töpfen gehalten, zieren die Pflanzen ab April/Mai den Balkon, die Terrasse und den Garten. Die Überwinterung von Topfpflanzen erfolgt in ungeheizten Winterquartieren.
Ausgepflanzt im Garten ist sie in maritimen Gegenden und in Weinbau-Lagen ausreichend winterhart, man sollte ihr aber dennoch die Nähe einer Südfassade zubilligen.

Wer den sauer-bitteren Geschmack der Früchte mag, kann diese zu Konfitüre verarbeiten. Der Saft kann als erfrischender Getränkezusatz verwendet werden. Hierfür sollte man die reifen Früchte vor dem Auspressen zwei bis drei Wochen lagern, da die Ausbeute dann größer ist. Die kandierte Schale kann z.B. in Früchtekuchen verarbeitet werden.

Pflege

Durch regelmäßigen Rückschnitt langer oder steiler Äste kann die recht gute Verzweigung zusätzlich verbessert werden. Heckenpflanzen schneidet man am besten nach der Blüte.

Bei ausgepflanzten Exemplaren schwanken die Angaben zur Frosthärte zwischen -15 °C und -25 °C. Empfehlenswert ist eine Schattierung der Zweige, z.B. mit Fichtenzweigen, Jute oder Bastmatten. Hiermit werden sie vor starken Temperaturunterschieden durch die Wintersonne geschützt.
Die oberirdischen Pflanzenteile sind erheblich frosthärter als ihre Wurzeln, daher benötigen Pflanzen in Töpfen ein Winterquartier mit Durchschnittstemperaturen um den Gefrierpunkt, damit ihnen "nicht die Füße abfrieren".

Varietäten, Hybriden

x Citroncirus 'Sanford Curafora'

Es gibt eine zwergwüchsige, maximal 2 Meter hohe Form mit korkenzieherähnlichem Wuchs, 'Flying Dragon' oder Citrus trifoliata var. monstrosa genannt. Die Dornen dieser Sorte sind nach hinten gebogen, die Früchte etwas kleiner als die der Art.

Eine Reihe von F1-Gattungs-Hybriden sind durch Kreuzungen mit anderen Citrus-Arten entstanden. Einige ihrer Hybriden werden zum Teil noch intensiver als Veredelungsunterlagen im Erwerbsanbau genutzt.
Gekreuzt mit "Süßer Orange" werden die Hybriden "Citrange" genannt, Kreuzungen mit Grapefruit und Pomelo: "Citrumelo", mit Zitrone: "Citremon", mit "Bitterer Orange": "Citradia", mit Mandarine: "Citrandarin".
Der zusammenfassende Begriff für diese Hybriden lautet: " x Citroncirus " .

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge treten so gut wie nie auf, die Bitterorange gilt insofern als ausgesprochen pflegeleicht. Unter Glas können Spinnmilbe, Schildlaus, Thrips und weiße Fliege auftreten; diese sind auf übliche Art zu bekämpfen.
Bei zu kalkhaltigem Standort können durch Chlorose Blattvergilbungen auftreten; Wachstumsstörungen entstehen bei zu hohen Salzkonzentrationen im Boden. Vorsichtig düngen, ggf. salzarme (Rhododendron-)dünger verwenden!

Belege

Literatur

  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Einzelnachweise

  1. Poncirus in der Flora of Pakistan (engl.)

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