Blattnervatur

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Die Aderung oder auch Nervatur von Blättern entsteht durch die Anordnung der Leitbündel in der Blattspreite, wobei man zwischen den stärkeren Hauptadern und den zarteren Leitbündeln unterscheidet. Grundsätzlich werden drei Formen der Nervatur unterschieden.

  • Parallelnervatur: überwiegend bei den Liliopsida (Einkeimblättrige). Die Hauptleitbündel verlaufen längs und parallel zueinander, wodurch der meist glatte Blattrand der Einkeimblättrigen entsteht. Sie sind durch schwächere Querbündel verbunden, die manchmal mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Auch die Stomata sind meist parallel ausgerichtet.
  • Netznervatur: typisch für Zweikeimblättrige. Die komplizierte Anordnung der Leitbündelnetze macht eine fast beliebige Form der Spreite und des Blattrandes möglich. Auch die Stomata sind unregelmäßig angeordnet.
  • Gabel- oder Fächeraderung: ist vor allem bei Polypodiophyta (Farnpflanzen) und dem zu den Pinophyta (Nacktsamer) gehörenden Ginkgo zu finden. Die Leitbündel sind dichotom (gabelförmig) verzweigt und enden blind am vorderen Blattrand.

Literatur

  • Andreas Bresinsky, Christian Körner, Joachim W. Kadereit, Gunther Neuhaus, Uwe Sonnewald: Strasburger – Lehrbuch der Botanik. 36. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-1455-7

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