Decaisnea insignis

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Decaisnea insignis Franch.

Lardizabalaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   7

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

    

Blütenform: glockenförmig
Frucht: Balgfrucht

150B / c3d238 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: einfach
Blütenhabitus: hängend

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Lardizabalales

Decaisnea fargesii, umgangssprachlich auch Blaugurke, Blauschote oder Gurkenstrauch genannt, ist ein Strauch mit außergewöhnlichen blauen Früchten denen er auch seinen deutschen Namen verdankt.

Namensherkunft

Decaisnea fargesii wurde 1892 von Adrien René Franchet beschrieben und benannt. Der Name Decaisnea ist zu Ehren des belgischen Botanikers Joseph Decaisne (1807 - 1882), der Professor am Jardin des Plantes in Paris war.

Taxonomie

Decaisnea insignis ist die einzige Art in der Gattung Decaisnea, die zur Familie der Lardizabalaceae (Fingerfruchtgewächse) gehört.


Merkmale

Decaisnea fargesii - Habitus
Decaisnea fargesii - Blätter
Decaisnea fargesii - Blüten
Decaisnea fargesii - Früchte
Makrophoto der Frucht

Wuchs

Der Strauch wird normalerweise bis zu vier, manchmal aber auch bis zu sechs Meter hoch. Er wächst mit mehreren bodenständigen, meist unverzweigten Trieben und bildet eine breit ausladende "Krone".

Holz und Rinde

Die dicken, olivbraunen Zweige haben große, längliche, olivgrüne Knospen und sind bläulich bereift. Hierdurch haben die Sträucher auch im Winter einen Zierwert.

Blätter

Decaisnea fargesii ist sommergrün, die Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Sie können mit 13 bis 25 Fiedern (Einzelblättchen) 50 bis zu 80 Zentimeter lang werden. Die gegenständigen Fiederblättchen sind matt hellgrün, unterseits bläulichgrün, eiförmig bis eilanzettlich geformt und haben einen glatten Rand.

Die Herbstfärbung Ende Oktober ist leuchtend gelb.

Blüten und Früchte

Die glockenförmigen Blüten sind hellgrün mit blauem Grund und erscheinen von Mai bis Juni. Sie sind in bis zu 50 Zentimeter langen Trauben angeordnet. Sie sind hermaphroditisch, wodurch die Pflanzen sich selbst bestäuben können.

Die Früchte sind längliche, bohnenartige Balgfrüchte. Sie werden bis zu zehn Zentimeter lang und etwa daumendick, sind im Spätsommer kräftig blau gefärbt und weißlich bereift. Dadurch sind sie, insbesondere zusammen mit der Herbstfärbung, sehr zierend.

Die Früchte enthalten eine Vielzahl schwarzer Samen und weißes, geleeartiges Fruchtfleisch. Dieses ist essbar und hat einen faden, leicht süßlichen Geschmack. Die Fruchtreife erfolgt im September und Oktober.

Wurzelsystem

Die Sträucher haben dicke, fleischige Wurzeln, mit wenig verzweigtem Wurzelwerk, welches sowohl flach als auch tief ausgebreitet ist.

Verbreitung

Decaisnea fargesii stammt aus West-China wo die Sträucher hauptsächlich in Mischwäldern an Berghängen und in feuchten Lagen vorkommen.

Standort

Decaisnea fargesii benötigt einen sonnigen (bis halbschattigen) Standort und verträgt Temperaturen bis -17,7º C (Winterhärtezone 7a). Sie sollte vor kalten Winden geschützt stehen, durch den frühen Austrieb im April ist sie spätfrostgefährdet. Die Sträucher bevorzugen tiefgründige und nahrhafte, frische bis feuchte, gut durchlässige Substrate. Sie gedeihen aber auch auf ärmeren Standorten, und sie tolerieren sowohl alkalische als auch saure Böden. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Verwendung

Geeignet als Vogelschutzgehölz.

Verwendung

Wegen seines hohen Pektingehalts kann das Fruchtfleisch als natürliches Geliermittel bei der Zubereitung von Marmeladen und Gelees verwendet werden.

Die Blaugurke eignet sich sehr gut als Solitärgehölz oder in Gruppenpflanzungen. Sie ist gut frosthart, wenn auch etwas spätfrostgefährdet, insbesondere auf sehr nahrhaftem Standort. Auf mageren Standorten reifen die Triebe besser aus.

Sie kann auch als Kübelpflanze gehalten werden, dabei sollte man ihre Wurzeln vor starkem Durchfrieren etwas schützen.

Pflege

Sollten nicht gut ausgereifte Triebe im Winter zurückgefroren sein, kann man diese im Frühling bis über die erste oder zweite Knospe zurückschneiden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • efloras.org

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