Deschampsia cespitosa

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Deschampsia cespitosa (L.) P.Beauv.

Poaceae

Lebensform: Gras
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   4

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Blütenform: trichterförmig
Frucht: Karyopse

200D / 47291f 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Commelinidae
Superordo:
Poanae
Ordo:
Poales

Deschampsia cespitosa, die Rasen-Schmiele, ist ein in Europa heimisches, anspruchsloses Gras.

Namensherkunft

Deschampsia cespitosa wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst 1812 von Ambroise Marie François Joseph Palisot de Beauvois in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Deutsche Namen

  • Gewöhnliche Rasen-Schmiele
  • Rasen-Schmiele
  • Bodensee-Schmiele
  • Elbe-Schmiele
  • Ufer-Schmiele
  • Wibels Schmiele

Taxonomie

Deschampsia cespitosa ist eine Art aus der Gattung Deschampsia, die circa 47 bis 57 Arten umfasst und zur Familie der Poaceae (Gräser) gehört.

Horstiger Wuchs
Mit zierlichen Blütenständen
Rispe mit rechtwinkligen Ästchen
Verwendung im sonnigen Beet

Merkmale

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Gräser werden 30-40 cm (Laub) und 80-120 cm (Blütenstände) hoch. Bei horstförmigem Wuchs beträgt ihre Breite ca. 30-60 Zentimeter.

Blätter

Deschampsia cespitosa ist wintergrün bis immergrün. Ihre wechselständig an den Halmen angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die Blattscheiden sind unbehaart. Die einfachen, flachen, dunkelgrünen Blätter sind lineal, schmal und bis 4 mm breit, etwa 40 bis 50 Zentimeter lang und haben eine kahle Oberfläche sowie eine raue, scharfe Kante. Die Blattspreiten sind auf der Oberseite gerieft, was helle Streifen in der Durchsicht hervorruft.

Blüten und Früchte

Von Juni bis August trägt Deschampsia cespitosa braune trichterförmige Blüten die in lockeren Rispen angeordnet sind. Der pyramidenförmig angeordnete, rispige Blütenstand ist bis zu 50 Zentimeter lang und bis zu 20 Zentimeter breit und blaßgrün, oft violett überlaufen. Die Rispenäste fühlen sich rau an. Die einzelnen, zweiblütigen Ährchen werden 4 bis 5 Millimeter lang und sind nie in Brutknospen umgebildet.

Im Sommer tragen die Gräser zierende braune, etwa 2 Millimeter lange Karyopsen in hellgelben Fruchtständen.

Wurzelsystem

Die Pflanzen sind Tiefwurzler, sie wurzeln bis 1 m tief.

Verbreitung

Deschampsia cespitosa stammt aus dem gemäßigt-klimatischen Europa, ist weniger vertreten im mediterranen Bereich; es wächst vor Allem an feuchten Standorten in Wäldern und Wiesen, auch an wechselnassen Wegrändern und auf verdichteten Böden.

Standort

Die Gräser bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen bis feuchten Böden; im eingewachsenen Zustand vertragen sie auch mäßig trockenen Standorte. Das Substrat sollte kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 4 und 7,5 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -35°C (WHZ 4).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen
  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Ein anspruchsloses und konkurrenzstarkes Gras, geeignet für Beete und Rabatten, als Begleiter zu Rosen, Bodendeckern, als Solitär und als Schnittblumen. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 40 bis 50 Zentimetern, am besten kommen die Gräser in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen, können aber durch Selbstaussaat (gefährlich) verdrängend werden.

  • Bei beetartiger Bepflanzung im Frühjahr zurückschneiden
  • Selbstaussaat kann begrenzt werden durch Verwendung von nur einer Sorte (Klon).

Vermehrung durch Aussaat oder durch Teilung (Sorten).

Sorten

Beispiele:

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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