Campanula persicifolia

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Campanula persicifolia L.

Campanulaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   3

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: glockenförmig
Frucht: Porenkapsel

101D / 9ba9e4 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: einfach
Blütenhabitus: nickend

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Campanulanae
Ordo:
Campanulales

Campanula persicifolia, umgangssprachlich Gewöhnliche Pfirsichblättrige Glockenblume, Pfirsichblättrige Glockenblume, ist eine Staude die sich durch Selbstaussaat selbst verbreitet.

Namensherkunft

Campanula persicifolia wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Campanula persicifolia ist eine Art aus der Gattung Campanula, die circa 503 bis 622 Arten umfasst und zur Familie der Campanulaceae (Glockenblumengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Campanula latifolia.


Merkmale

Campanula persicifolia - Habitus
Campanula persicifolia - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Stauden haben einen horstartigen Wuchs und werden 50 bis 100 Zentimeter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Campanula persicifolia ist immergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind lanzettlich und fein gezähnt, gestielt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche. Im Herbst nehmen sie eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Von Juni bis August trägt Campanula persicifolia nickende, himmelblaue glockenförmige Blüten die in Trauben angeordnet sind. Die Pflanzen sind zwittrig.

Die Stauden bilden Porenkapseln.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Rhizome.

Verbreitung

Campanula persicifolia stammt aus ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Inseln, aus dem Kaukasus und Westsibirien (bis zum Jenissei) und ist auf den Britischen Inseln eingebürgert.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte lehmig oder sandig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -40°C (WHZ 3).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen mit trockenem bis frischem Boden
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Verwendung

Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 25 bis 30 Zentimetern. Geeignet für Bauerngärten, Naturgärten, Steingärten, Dachbegrünung und für Beete und Rabatten, außerdem geeignet als Schnittblumen und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen breiten sich durch Selbstaussaat aus.
  • Im Frühjahr zurückschneiden.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Teilung zu Beginn der Wachstumsperiode.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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