Campsis radicans

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Campsis radicans L.

Bignoniaceae

Lebensform: Kletterpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

    

Blütenform: trompetenförmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

30C / ff5119 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: einfach
Blütenhabitus: aufrecht

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Scrophulariales

Campsis radicans, die Amerikanische Klettertrompete, ist eine attraktive Kletterpflanze für warme, etwas windgeschützte und sonnige Standorte.

Namensherkunft

Campsis radicans wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst 1867 von Berthold Carl Seemann in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Deutsche Namen

  • Amerikanische Trompetenwinde
  • Trompetenblume
  • Trompetenwinde

Taxonomie

Campsis radicans ist eine Art aus der Gattung Campsis, die circa 2 bis 3 Arten umfasst und zur Familie der Bignoniaceae (Trompetenbaumgewächse) gehört.

Merkmale

Campsis radicans - Blütenbüschel

Wuchs

Die Amerikanische Klettertrompete ist ein anfangs langsamwüchsiger, nach 3-5 Jahren schnellwüchsiger Selbstklimmer; eine laubabwerfende, verholzende Liane. Mit Hilfe ihrer Haftwurzeln erreicht sie eine Höhe von 5-10 Metern, gelegentlich auch 12 Metern oder mehr. Mit Jahrestrieben von 150-300 cm bildet sie im oberen Bereich weit und locker überhängende Zweige. Bei fehlenden Stützmöglichkeiten breitet sich die Pflanze am Boden aus, bildet dabei an den Nodien der Zweige Wurzeln und kann in kurzer Zeit größere Flächen bedecken.

Blätter

Campsis radicans ist sommergrün. Die erst Mitte bis Ende Mai austreibenden unpaarig gefiederten, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Ihre 7-13 Fiederblättchen sind eiförmig zugespitzt und gezähnt, kurz gestielt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Belaubung der Pflanzen ist locker, die Blätter haben eine kahle Oberfläche. Mitte bis Ende Oktober nehmen die Blätter eine gelbgrüne bis gelbe Herbstfärbung an.

Blüten und Früchte

Die prachtvollen trompetenähnlichen Blüten sind 4-6 cm lang, sie erscheinen von Juli bis September in lockeren Büscheln an den Enden der jungen (diesjährigen) Triebe. Sie sind rot, seltener orange und gelb; die Pflanzen blühen oft erst nach einigen Jahren. Die zwittrigen Blüten haben keinen Duft, werden dennoch vorwiegend von Bienen und Hummeln besucht.

(Hier selten) werden lange, olivgrüne, ungenießbare schotenartige Kapselfrüchte gebildet.

Wurzelsystem

Die Pflanzen sind Flachwurzler; sie bilden ein fleischiges Wurzelsystem, das widerstandsfähig ist gegen Überschwemmungen und Bodenverdichtung sowie leichtes Überfüllen. Ein sorgfältiges Pflanzen ist erforderlich, und eine Beschattung des Wurzelbereiches ist für das Gedeihen der Pflanze förderlich.

Verbreitung

Campsis radicans ist im Südosten der USA beheimatet.

Standort

Amerikanische Klettertrompeten gedeihen bevorzugt an sehr warmen, sonnigen bis halbschattigen Standorten und vertragen Frost bis ungefähr -20 °C (WHZ 6). Von trocken bis sehr feucht, schwach sauer bis stark alkalisch, stellen sie keine besonderen Ansprüche an den Boden, bevorzugen aber durchlässige, sandig-kiesige oder sandig-lehmige Substrate und feuchten Böden. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 36 Zentimetern und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 24 Wochen. Pflanzung in schweren Böden noch möglich, steigert jedoch die Frostempfindlichkeit.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden, Staunässe
  • geringe Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: zeitweise trockene Böden
  • resistent gegen Stadtklima und Industrieabgase

Verwendung

Amerikanische Klettertrompeten werden vor allem wegen ihrer dekorativen Blüten zur Hausbegrünung an West- und Südwänden sowie an Mauern gepflanzt. Anfangs müssen neue Triebe an Stützen festgebunden werden, bis sich Haftwurzeln gebildet haben. Weil ihre Haftwurzeln nur an den Nodien ausgebildet werden, also etwa in Abständen von 20 bis 40 cm, sind sie viel weniger fest an der Wand verankert als Efeu. Daher bekommen sie zweckmäßigerweise eine Absturzsicherung aus quer gespannten Kletterhilfen, welche das Abreißen der Triebe durch Sturm, Starkregen etc. verhindern können. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 1,5 bis 2 Metern. Geeignet auch als Kübelpflanze.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als relativ pflegeintensiv einzustufen.

  • Ein Rückschnitt der letztjährigen Triebe im März auf ca. 4 -10 cm lange Zapfen, und das Entfernen von allem dünnen Holz, fördert die Bildung frischer Triebe und den Blütenreichtum.
  • Für kräftiges Wachstum kann während des Wachstums wöchentlich eine Volldüngerlösung gegeben werden.

Vermehrung durch Aussaat (falls Saat vorhanden); die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Sorten: Vermehrung durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nützlingen bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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