Citrus medica

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Citrus medica L.

Zingiberaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   9

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Beere

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Commelinidae
Superordo:
Zingiberanae
Ordo:
Zingiberales

Citrus medica, umgangsprachlich Zitronat-Zitrone oder Cedrat, ist ein Strauch mit intensiv duftenden Blüten und Früchten.

Namensherkunft

Citrus medica wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Name Zitronat-Zitrone bezieht sich auf die Verwendung der Schale zur Herstellung von Zitronat.

Taxonomie

Die Zitronat-Zitrone ist eine Art aus der Gattung Citrus, die circa 37 bis 166 Arten umfasst und zur Familie der Rutaceae (Rautengewächse) gehört.


Merkmale

Cedrat detail photo file 886KB.jpg
Citrus medica 'Digitata' mit fein gesägten Blatträndern.

Wuchs

Die Sträucher oder auch kleinen Bäume werden bis zu fünf Meter hoch. Die Äste sind mit bis zu vier Zentimeter langen Dornen besetzt und in der Jugend violett überlaufen.

Blätter

Citrus medica ist immergrün, die kurz gestielten Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind mittelgrün, elliptisch bis eiförmig-elliptisch und haben einen fein gesägten Rand. Die Blattspitze ist abgerunded oder abgeflacht, selten auch stachelspitzig. Die Blattknospen sind bei einigen Arten violett überlaufen.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind weiss und erscheinen das ganze Jahr über, Hauptblütezeit ist im Frühsommer. Die Blüten sind in achselständigen Trauben angeordnet, selten auch einzeln, und verströmen einen intensiven Duft. Bei einigen Arten sind junge Blütenknospen, ebenso wie die Blattknospen, violett überlaufen.

Botanisch gesehen sind die Früchte Beeren, die spezielle Ausbildung bei Zitrusfrüchten wird Hesperidium genannt. Sie sind elliptisch bis nahezu rund und können bis zu zwei Kilogramm wiegen. Die blaßgelbe, grobstrukturierte Schale färbt sich mit der Reife gelblich-grün bis goldgelb. Die weiße bis blaßgelbe Albedo ist dick und lässt sich nur schwer von der Schale lösen. Das farblose, beinahe transparente Fruchtfleisch schmeckt sauer bis leicht süßlich, bei einigen Arten ist kein oder nur sehr wenig Fruchtfleisch vorhanden. Es ist in 10 bis 15 Segmente unterteilt und enthält zahlreiche kleine Samen. Sowohl Schale als auch Fruchtfleisch duften intensiv blumig.

Verbreitung

Citrus medica stammt aus Indien und ist in vielen Anbaugebieten eingebürgert. Wichtige Anbaugebiete in Europa sind neben den italienischen Anbaugebieten in Calabrien und auf Sizilien vor allem Griechenland und Israel.

Standort

Die Zitronat-Zitrone bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen nur bis 5°C (Winterhärtezone 11). Je wärmer der Standort desto besser ist die Fruchbildung. Die Pflanzen wachsen auf sandigen Lehmböden und fühlen sich in frischen bis feuchten, gut durchlässigen Substraten wohl.

Verwendung

Die Zitronat-Zitrone eignet sich als Kübelpflanze. Sie kann entweder nach dem letzten Frost ins Freie gestellt werden oder ganzjährig im Wintergarten gezogen werden.

Citrus medica findet als Arzneipflanze Verwendung.

Pflege und Vermehrung

Es empfiehlt sich ein jährlicher, leichter Rückschnitt im Frühling um die Krone kompakt zu halten.

Wenn Citrus medica zu kalten Temperaturen ausgesetzt ist wirft sie ihr Laub ab. Im Frühjahr treibt sie allerdings wieder aus. Dennoch sollten die Pflanzen am besten an einem hellen Standort mit Temperaturen um die 5°C überwintert werden. Im Winter sollten sie außerdem nur sehr spärlich gegossen werden, bei zu feuchtem Boden wird das Laub abgeworfen.

Die Vermehrung kann über Samen, Stecklinge oder durch Veredelung geschehen. Aus Samen gezogene Pflanzen tragen nach zirka drei bis acht Jahren die ersten Früchte, Stecklinge manchmal schon im ersten Jahr. Bei veredelten Exemplaren dauert es etwa zwei Jahre bis zum ersten Fruchtansatz.

Varietäten und Sorten

Größenvergleich: 'Maxima'
  • 'Corsica', besonders säurefreies Fruchtfleisch
  • 'Etrog', längliche, gelbe Früchte
  • 'Diamante', rautenförmige Früchte mit gelber Schale
  • 'Digitata', auch Buddha's Hand genannt, mit fingerförmigen Segmenten
  • 'Isola de Brissago', längliche Früchte, anfangs violett überhaucht
  • 'Maxima', besonders große Früchte

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Citrus medica in der Flora of China (engl.)
  • Walter Reuther, Herbert John Webber, Leon Dexter Batchelor: The Citrus Industry Volume I [1]: History World Distribution Botany and Varieties University of California Press; Revised Edition January 1, Riverside/USA 1967, ISBN B0013GSUG6.

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