Clematis tangutica

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Clematis tangutica Korsh.

Ranunculaceae

Lebensform: Kletterpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: dreizählig

    

Blütenform: glockenförmig
Frucht: Nüsschen

4A / fbe432 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: einfach
Blütenhabitus: nickend

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Ranunculales

Clematis tangutica, umgangssprachlich Gold-Waldrebe, ist eine Kletterpflanze.

Namensherkunft

Clematis tangutica wurde bereits von Carl Johann Maximowicz beschrieben und benannt, aber erst von Sergei Ivanovitsch Korshinsky in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Clematis tangutica ist eine Art aus der Gattung Clematis, die circa 434 bis 526 Arten umfasst und zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfussgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Clematis vitalba.

Merkmale

Clematis tangutica - Blüten
Clematis tangutica - Früchte
Clematis tangutica - Samen

Wuchs

Die Kletterpflanzen sind vergleichsweise schnellwüchsig und werden 3,5 bis 6 Meter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 2 bis 3 Meter.

Blätter

Clematis tangutica ist sommergrün. Die dreizähligen, dunkelgrünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Die lanzettlichen Fiederblättchen sind grob gesägt. Sie sind gestielt und netznervig. Im Herbst nehmen sie eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Von Juni bis September trägt Clematis tangutica nickende, leuchtend gelbe glockenförmige Blüten die einzeln angeordnet sind. Die Pflanzen blühen an den diesjährigen Trieben.

Von Sommer bis Herbst bilden die Kletterpflanzen zierende Nüsschen.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden flache Wurzeln.

Verbreitung

Clematis tangutica stammt aus West-China und Nordwest-Indien.

Standort

Die Kletterpflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig, sandig-tonig, lehmig-tonig oder torfhaltig sein und einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5).

Verwendung

Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 60 bis 100 Zentimetern, am besten kommen die Kletterpflanzen in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Geeignet für Steingärten, Dachgärten und für Beete und Rabatten, außerdem geeignet als Bodendecker und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Im Winter auf etwa 20 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden.


Sorten

Giftigkeit

Clematis tangutica ist giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Offene Wunden an Wurzeln und Sprossen, oft einhergehend mit erhabenen Borkenringen und Pusteln deuten auf eine Pilzerkrankung hin. Die befallenen Teile sollten entfernt und vernichtet werden.

Angefressene Blüten und Blätter können auf einen Befall durch Ohrenkneifer hinweisen. Die Schädlinge sollten abgesammelt und die Hygiene verbessert werden.

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Verkrüppelte oder entfärbte Blätter und Blüten weisen auf einen Befall durch älchen hin. Dies führt zum Absterben der Pflanze, befallene Pflanzen sollten entfernt werden.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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