Clematis vitalba

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Clematis vitalba L.

Ranunculaceae

Lebensform: Kletterpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: N&uuml;sschen

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Ranunculales

Clematis vitalba, umgangssprachlich Gemeine Waldrebe, Gewöhnliche Waldrebe, ist eine heimische verholzende Kletterpflanze.

Namensherkunft

Clematis vitalba wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Clematis vitalba ist die Typus-Art der Gattung Clematis, die circa 434 bis 526 Arten umfasst und zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfussgewächse) gehört.

Merkmale

Clematis vitalba
kann ihre Nachbarn überwuchern
Clematis vitalba - Blüten
Clematis vitalba - Fruchtstände

Wuchs

Diese verholzende Kletterpflanze (Liane) ist vergleichsweise schnellwüchsig und wird 6 bis 10 Meter hoch; ihre Wuchsbreite kann 3 bis 8 Meter betragen. Ihre kantigen, braunen jungen Triebe sind gefurcht und behaart. Die Pflanze ist ein Linkswinder und Blattstielkletterer, d.h. die Blattstiele umklammern nach Berührung ihre Stützen.

Holz und Rinde

Die Stämme können Armstärke erreichen und erhalten ihre Zugfestigkeit durch ein zentrales Festigungsgewebe. Charakteristisch sind die weiten Gefäße (Tracheen) des Holzteils. Ähnlich wie bei der Weinrebe entwickelt sich als Anpassung an die Drehbeanspruchung eine Streifenborke.

Blätter

Clematis vitalba ist sommergrün. Ihre 3- bis 5-blättrig unpaarig gefiederten, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind gestielt, netznervig und haben eine kahle Oberfläche. Die eiförmigen Fiederblättchen sind grob gezähnt oder ganzrandig. Die Stiele der Fiederblätter sowie die Stiele der Einzelblättchen fungieren als Ranken.

Blüten und Früchte

Von Juli bis September trägt Clematis vitalba end- und seitenständige Rispen mit rahmweißen Blüten vom etwa 2 cm Größe. Die Pflanzen blühen an den diesjährigen Trieben. Die Blüten sind zwittrig; sie duften unangenehm, was Zweiflügler, Käfer, Honigbienen und Wildbienen zur Bestäubung anlockt. Die Blütenhülle ist ein einfaches Perigon aus 4 Tepalen von 7 bis 8 cm Länge. Die Blüten sind außen dicht behaart und besitzen zahlreiche Staubblätter, ebenso zahlreiche untereinander freie Fruchtblätter mit jeweils einer Samenanlage.

Die Ausbildung der auffälligen Fruchtstände beginnt an Ende Juli. Die Früchte sind einzelne braune Nüsschen. Bei der Samenbildung verlängert der lange Griffel sich zu einem fedrigen Fortsatz, der bei Fruchtreife zur Windverbreitung der Samen dient. Die Fruchtreife beginnt im September, ist aber erst in den Wintermonaten abgeschlossen. Die Früchte bleiben über Winter stehen, und werden überwiegend erst mit den starken Winden im Frühjahr fortgeweht. Die langlebigen Samen sind Kältekeimer.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden ein flaches, weit steichendes Wurzelsystem, zusätzlich reichlich Adventivwurzeln an bodenberührenden Trieben.

Verbreitung

Clematis vitalba stammt aus Europa und kommt an frischen bis feuchten Standorten in Laubwäldern, besonders Auwäldern, Waldrändern und Gebüschen vor. Sie ist eine Pionierpflanze, besiedelt halbschattige bis schattige Hänge, auch Ruderalflächen, und gilt als Stickstoffanzeiger.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigenn Standort auf nährstoffreichen, frischen und kalkhaltigen Böden (pH-Wert zwischen 8 und 10). Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5), in

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Verwendung

Als stark wucherndes Pioniergehölz geeignet zur Erstbegrünung, Boden- und Böschungsbefestigung. Diese Waldrebe kann überwachsene Pflanzen durch ihr Gewicht und Lichtentzug bis zum Absterben schädigen, daher nur in Nachbarschaft von anderen schnellwüchsigen Pioniergehölzen wie Erlen, Weiden oder Pappeln.
Außerdem geeignet zur Fassadenbegrünung, als Bienenweide und als Vogelschutzgehölz. - Interessant wegen ihrer sehr reichen Blüte und der vielen und lange zierenden Fruchtstände.

Pflege und Vermehrung

  • Ein wegen der unbändigen Wuchskraft erforderlicher Rückschnitt wird gut vertragen.
Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), Illustration

Giftigkeit

Clematis vitalba ist giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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CC by-sa Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gewöhnliche Waldrebe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und wird hier in der Hortipedia weiterentwickelt. Er steht unter der Lizenz CC-by-sa 3.0, in der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.
es:Clematis vitalba

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