Clerodendrum trichotomum

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Clerodendrum trichotomum Thunb.

Lamiaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: stieltellerförmig
Frucht: Steinfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Zyme

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales
Subordo:
Lamiineae

Clerodendrum trichotomum, umgangsprachlich Japanischer Losstrauch, ist ein Strauch oder kleiner Baum mit exotisch anmutenden Blüten.

Namensherkunft

Clerodendrum trichotomum wurde 1784 von Carl Peter Thunberg beschrieben und benannt.

Der Gattungsname bedeutet: gr.: kleros <Los> und dendron <Baum>; der Artname bezieht sich auf die trichotome Verzweigung der Blütenstiele (gr.: trícha = dreifach und tomḗ = Schnitt).

Taxonomie

Der Japanische Losstrauch ist eine Spezies aus der Gattung Clerodendrum (früher Clerodendron), die circa 342 bis 369 Arten umfasst und zur Familie der Lippenblütler, Lamiaceae gehört. Früher wurde sie der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) zugeordnet.[1] Die Typus-Art der Gattung ist Clerodendrum infortunatum.

Merkmale

Die Blüten duften nach Vanille
Die Kelche öffnen sich allmählich
Noch nicht ganz reife Früchte
Ausgereift sind die Früchte stahlblau

Wuchs

Die Pflanzen können im Weinbauklima bis zu sechs Meter hoch werden, an Standorten mit kühlerem Klima werden sie etwa 2,5 Meter hoch . Sie sind meist mehrstämmig und haben eine rundliche, später schirmförmige Krone. Der Jahreszuwachs liegt bei 5 bis 20 Zentimeter. Die jungen Triebe sind gelblich-braun filzig.

Rinde

Die jungen Triebe sind stark behaart, im oberen Bereich tief magentafarben (Farbe ähnelt der "Roten Rübe").

Blätter

Clerodendrum trichotomum ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Im Austrieb sind die Blätter rötlich gefärbt. Später ist die Oberseite dunkel- bis mittelgrün, die Unterseite etwas heller. Die Blätter sind eiförmig, zugespitzt und haben einen glatten Rand. Sie sind 8 bis 15 Zentimeter lang, 5 bis 9 cm breit, beidseitig behaart, und haben bis zu acht Zentimeter lange Stiele. Das Laub fällt ohne Herbstfärbung nach dem ersten Frost.

Blüten und Früchte

Die weißen stieltellerförmigen Blüten stehen in Zymen / endständigen Dolden angeordnet, die Einzelblüte misst ca. 1,5 cm. Sie erscheinen von August bis Oktober, und haben einen intensiven vanilleartigen Duft. Die 5-zähligen dunkelrosa gefärbten Kelche werden später fleischig und leuchtend rot.

Die auffälligen Steinfrüchte sind leuchtend blau und bilden einen sehr schönen Kontrast zu den dann sternförmigen Kelchen.

Wurzelsystem

Das weitstreifende Wurzelwerk reagiert empfindlich auf Bodenarbeiten und neigt zur Bildung von Ausläufern.

Verbreitung

Clerodendrum trichotomum stammt aus Japan.

Standort

Der Japanische Losstrauch bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -17,7º C (Winterhärtezone 7a). Er ist allerdings sehr wärmebedürftig und sollte an einem geschützten Platz stehen. Er gedeiht sowohl in sauren als auch in alkalischen Substraten, toleriert jeden kultivierten, durchlässigen Gartenboden, an mäßig trockenen bis frischen Standorten.

Verwendung

An geeigneten Standorten entwickeln sich reichlich Blüten

Der Zierwert von Clerodendrum trichotomum entsteht vor allem durch den Duft. Die Sträucher eignen sich sehr gut als Solitärgehölze, sie können ausgepflanzt oder auch in Kübeln eingesetzt werden. Kübelpflanzen brauchen einen Winterschutz oder sollten in einem kühlen, hellen Raum überwintern. Außerdem geeignet für Hecken und als Alleebaum.

Clerodendrum trichotomum findet als Arzneipflanze Verwendung.

Pflege

Ein regelmäßiger Schnitt ist zwar nicht unbedingt notwendig, bietet sich aber an um die Pflanzen in Form zu halten. Er fördert außerdem die Bildung neuer Triebe, die blühfreudiger sind als die alten Triebe. Geschnitten wird im zeitigen Frühjahr.

Etwas Bodenschutz aus Laub ist zu empfehlen. In sehr harten Wintern können junge Exemplare bis zum Boden zurückfrieren; sie treiben aus der Wurzel gut wieder aus.

Arten und Sorten

Die Varietät Clerodendrum trichotomum var. fargesii mit hell sandfarbenen jungen Trieben, nur an den Triebspitzen dunkler, wenig behaart.

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

Einzelnachweise

  1. Clerodendrum bei IPNI (engl.)

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