Cornus mas

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Cornus mas L.

Cornaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

              

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: Steinfrucht

3A / f8da21 

Knospenanordnung: Dolde

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Cornanae
Ordo:
Cornales

Cornus mas, umgangsprachlich Kornelkirsche, auch Herlitze, Dirlitze, Gelber Hartriegel oder Dirndlstrauch, ist ein Groß-Strauch oder Klein-Baum mit essbaren Früchten.

Namensherkunft

Blütenknospen, Ende Januar

Cornus mas wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Frühe Bienenweide, im März

Taxonomie

Cornus mas ist die Typus-Art der Gattung Cornus, die circa 67 bis 87 Arten umfasst und zur Familie der Cornaceae (Hartriegelgewächse) gehört.

Blühender Strauch

Merkmale

Laub, Knospen, Früchte
Alter Stamm
Zweig im Januar
Recht alter Zweig:
Ab März öffnen sich die Knospen

Wuchs

Die Kornelkirsche ist langsamwüchsig und hat eine recht hohe Lebensdauer. Sie wächst als meist mehrstämmiger, breitbuschiger Strauch, mit sparrig verzweigten, aufstrebenden Ästen. Im Alter kann sie auch baumförmig werden, mit rundlicher Krone. Sie wird etwa 4 bis 7 m hoch, manchmal auch höher. Der Jahreszuwachs beträgt 30 cm in der Höhe, ca. 25 cm in der Breite.

Holz und Rinde

Die jungen Triebe sind grünlich grau, auf der Sonnenseite rotbraun; die braune Borke der Äste blättert in Schuppen ab.

Wurzelsystem

Die Pflanze bildet ein dichtes, tiefreichendes, aber auch oberflächlich dichtverzweigtes Wurzelsystem ("Herzwurzler").

Blätter

Cornus mas ist sommergrün, die eiförmigen bis elliptischen Blätter sind gegenständig angeordnet, ihr Rand ist oft wellig. Sie sind 4 bis 10 cm lang, beiderseits leicht behaart und oberseits glänzend grün, unterseits bläulich grün. Im Herbst färben sie sich (auf trockenem Standort und Klima) gelblich, rotorange bis dunkelrot.

Blüten und Früchte

Die langsam wachsenden Pflanzen tragen erst im Alter von 8–10 Jahren Früchte. Die radförmig vierzähligen Blüten sind gelb und erscheinen von März bis April, manchmal schon im Februar, lange vor dem Laubaustrieb. Die Blüten sind in kleinen rundlichen Dolden angeordnet.

Die Kirschen-ähnlichen, glänzend roten Steinfrüchte sind oval bis eiförmig, etwa 2 cm groß, essbar und sehr zierend. Sie reifen von August bis September.

Verbreitung

Cornus mas stammt aus Frankreich, von der Apenninenhalbinsel, aus Zentraleuropa, dem östlichen Mitteleuropa, von der Balkanhalbinsel, aus Osteuropa, der Türkei, Syrien, dem Kaukasus und dem Iran und ist auf den Britischen Insel eingebürgert. Sie wächst an warmen und sonnigen Waldrändern, in lichten Wäldern, in Gebüschen an trockenen und warmen Hängen.

Standort

Die Kornelkirsche bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, liebt warme Lagen und verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 19 Wochen. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, toleriert alles, von schwach sauer bis stark alkalisch, bevorzugt Substrate über pH 7,5. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Die Pflanzen eignen sich für den Uferschutz von Hartholzzonen an breiten Fließgewässern. Schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens, z.B. durch Überschwemmung oder Bodenverdichtung, wird nicht vertragen.

Blühender Kleinbaum

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Streusalz

Verwendung

Cornus-mas-Hecke

Cornus mas ist ein robustes Landschaftsgehölz für den Vogelschutz, für Windschutz und Hecken; sie ist sehr schnittverträglich und kann schöne Hecken bilden. Weil sie stadtklimafest und hitzeresistent ist und auch längere Trockenperioden gut verträgt, ist sie auch im Siedlungsbereich, auch in Kübeln und Containern, als sehr frühes Blühgehölz und als Fruchtgehölz einsetzbar.

Die im Geschmack säuerlichen Früchte, welche ca.10% Zucker enthalten, sind ein empfehlenswertes Wildobst, bestens geeignet für Marmelade, Saft, Obstwein und Kompott.

Cornus mas findet auch als Arzneipflanze Verwendung.

Pflege, Vermehrung

Die Pflanzen sind in der Jugend sehr trägwüchsig, wegen ihrer geringen Konkurrenzkraft und ihres Lichtbedarfes muss man sie in gemischten Pflanzungen von den Nachbarn etwas freistellen.
Die Vermehrung der Kornelkirsche kann erfolgen:
- Durch Absenker, d.h. niedrig wachsende Zweige werden auf dem Boden fixiert, bis sie Wurzeln gebildet haben und dann abgetrennt werden können.
- Durch Stecklinge von noch weichem Holz, unter Glas und Folie.
- Durch Samen; dieser braucht mindestens einen, meist zwei Winter zum Keimen. Bei den Sorten scheidet eine Vermehrung durch Samen aus.

Sorten

Eine Reihe von Sorten wurde nach dem Zierwert ausgelesen, viele Sorten nach dem Frucht-Ertrag. Einige Beispiele:

Giftigkeit

Die Pflanze ist in keinen Teilen giftig. Die immer wieder geäußerten Bedenken im Zusammenhang mit Kinderspielplätzen resultieren aus Unkenntnis: Die Früchte können ab einem gewissen Reifegrad sogar roh gegessen werden!

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Krankheiten und Schädlinge

Cornus mas drawing file 103KB.jpg

Es gibt keine Pflanzenschutzprobleme, auch gegen Feuerbrand sind sie immun. Wildverbiss kommt nicht vor.

Video

Weitere Garten-Videos gibt es auf Garten-TV

Siehe auch

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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