Crataegus monogyna

Aus Hortipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hortipedia Commons %LABEL_PRINTING QR Code

Crataegus monogyna Jacq.

Rosaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: keine Angabe

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Sammelbalgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Schirmtraube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Crataegus monogyna, umgangssprachlich Eingriffliger Weissdorn, Gewöhnlicher Eingriffliger Weissdorn, ist ein Strauch.

Namensherkunft

Crataegus monogyna wurde 1775 von Nicolaus Joseph von Jacquin beschrieben und benannt.

Taxonomie

Crataegus monogyna ist eine Art aus der Gattung Crataegus, die circa 104 bis 1194 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.

Merkmale

Crataegus monogyna - Habitus
Crataegus monogyna - Blätter
Crataegus monogyna - Blüten
Crataegus monogyna - Zweige
Crataegus monogyna - Früchte
Crataegus monogyna - Dornen

Wuchs

Die vergleichsweise langsamwüchsigen Sträucher werden 4 bis 6 Meter hoch, sie haben einen aufrechten Wuchs und bilden nur einen Stamm aus. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 3 bis 6 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist dornig und grün.

Blätter

Crataegus monogyna ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind gestielt, gelappt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Belaubung der Pflanzen ist dicht, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Mai bis Juni ist Crataegus monogyna sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann weiße radförmig fünfzählige Blüten die in Schirmtrauben angeordnet sind. Die Pflanzen blühen an den mehrjährigen Trieben. Sie sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Von Sommer bis Herbst tragen die Sträucher zahlreiche zierende rote Sammelbalgfrüchte die an der Pflanze verbleiben.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden tiefe Wurzeln.

Verbreitung

Crataegus monogyna stammt aus ganz Europa, der Türkei, dem östlichen Mittelmeerraum, dem Norden des Iraks, dem Kaukasus, dem Norden des Irans und Nordwest-Afrika.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte lehmig, sandig-lehmig oder sandig-tonig sein und einen pH-Wert zwischen 6 und 7,2 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 61 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 17 Wochen. Die Pflanzen eignen sich für den Uferschutz von Weichholzzonen an breiten Fließgewässern und den Uferschutz von Hartholzzonen an breiten Fließgewässern.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: zeitweise trockene Böden, Streusalz

Verwendung

Der Zierwert von Crataegus monogyna entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt und den Duft. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 2,5 bis 3,5 Metern, am besten kommen die Sträucher in Gruppen von über 15 Stück zur Geltung. Geeignet für Wind- und Bodenschutz, geschnittene mittelhohe Hecken, geschnittene hohe Hecken und für Lärm- und Staubschutz, außerdem geeignet als Alleebaum, Solitär, Bienenweide, Vogelweide und als Vogelschutzgehölz. Zur Produktion von Feuerholz sind die Pflanzen nur mäßig gut geeignet.

Pflege und Vermehrung

Vermehrung durch Aussaat. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Außerdem Vermehrung durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Non-commercial Links

Das könnte Sie auch interessieren

Commercial Links