Dianthus deltoides

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Dianthus deltoides L.

Caryophyllaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   3

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: Sand - Bodenart: sandig-kiesig

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: wandspaltige Kapsel

68C / e47bc4 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Caryophyllidae
Superordo:
Caryophyllanae
Ordo:
Caryophyllales

Dianthus deltoides, umgangsprachlich Heide-Nelke, ist eine Wildstaude die in zahlreichen Sorten auch für den Garten geeignet ist. Sie wurde von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres 2012 gewählt.

Namensherkunft

Dianthus deltoides wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Die Heide-Nelke ist eine Art aus der Gattung Dianthus, die circa 435 bis 658 Arten umfasst und zur Familie der Caryophyllaceae (Nelkengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Dianthus caryophyllus.

Dianthus deltoides - Habitus
Dianthus deltoides - Blüte
Dianthus deltoides im Rasen

Merkmale

Wuchs

Die kleinblättrige Staude bildet flache, rasenartige Polster von etwa 10 cm Höhe mit einer Vielzahl von Blütenstielen von etwa 15 bis 20 (selten bis 40) Zentimetern Länge.

Blätter

Die Blätter von Dianthus deltoides sind gegenständig angeordnet. Sie haben eine Länge von 1-3 cm und eine Breite von 1-2 mm. Sie sind dunkelgrün bis bläulich grün und haben einen glatten Rand. An blühenden Stängeln sind die Blätter lanzettlich bis lineal-lanzettlich geformt, an sterilen Stängeln hingegen verkehrt eilanzettlich.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind rosa bis violett, selten auch weiß. Sie erscheinen von Juni bis September und duften etwas nach Gewürznelke. Die Blüten sind einzeln, manchmal auch in zwei- bis vierblütigen Zymen angeordnet. Sie haben einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern. Die Petalen sind länglich bis verkehrt eiförmig mit gezackter Spitze. Nahe dem Ansatz weisen sie oft eine weiße Punktierung sowie eine ringförmige dunklere Zeichnung auf.

Die Kapselfrucht enthält unzählige schwärzlich-braune Samenkörner: Ein Gramm D.-deltoides-Samen enthält über 3000 Körner.

Verbreitung

Dianthus deltoides ist in ganz Europa bis West-Sibirien heimisch; sie ist außerdem in weiten Teilen Nordamerikas eingebürgert. Ihr Hauptvorkommen ist in kiesigen, trockenen Grasflächen, Zwergstrauchheiden und Trocken- und Halbtrockenrasen.

Die Species ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.

Standort

Die Heide-Nelke bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -40º C (Winterhärtezone 3a). Sie fühlt sich in trockenen bis frischen Substraten wohl und wächst am besten auf kalkarmen, schwach sauren, durchlässigen und sandigen Lehmböden. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 4 und 6 aufweisen.

Verwendung

Die reiche Blüte macht die Heide-Nelke zu einer beliebten Pflanze für Stein- und Heidegärten, durch die reiche Selbstaussaat entstehen mit der Zeit großflächige Teppiche. Sie eignet sich aber auch für sonnige Gehölzränder oder als Bepflanzung von Töpfen und von Mauer- oder Pflasterritzen. Gute Pflanzpartner in Steinanlagen sind unter anderem Petrorhagia saxifraga, Euphorbia myrsinites, niedrige Campanula, im Trockenrasen auch Festuca, Thymus oder Galium verum.

'Billiancy' ist eine Hybride aus der Kreuzung mit Dianthus chinensis

Pflege und Vermehrung

Nach der Blüte sollten die Stauden kräftig zurückgeschnitten werden, um eine weitere Blüte anzuregen und einen kompakten Wuchs zu fördern. Zur Samengewinnung, oder auch zur direkten Aussaat im weiteren Umfeld, muss der Samenansatz abgewartet werden, dann wird der Rückschnitt vorgenommen und die Saat wird ausgeschüttelt.

Zur Vermehrung größerer Mengen aus Samen werden diese im Februar ausgesät. Die jungen Pflanzen können dann im Frühjahr ausgepflanzt werden.

Varietäten, Sorten

Im Handel stehen zahlreiche Sorten von Dianthus deltoides zur Verfügung, die als ein- oder mehrjährige Pflanzen angeboten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Total-Ausfälle durch Pilzbefall kann es geben an zu feuchten Standorten.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • efloras.org

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