Duchesnea indica

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Duchesnea indica (Andrews) Focke

Rosaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   6

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: Ton - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: dreizählig

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Sammelnussfrucht

3A / f8da21 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Duchesnea indica, umgangsprachlich Indische Erdbeere oder Scheinerdbeere ist eine Staude, die sich sehr gut als Bodendecker eignet.

Namensherkunft

Duchesnea indica wurde bereits von Henry Charles Andrews beschrieben und benannt, aber erst 1888 von Wilhelm Olbers Focke in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Der Gattungsname erinnert an den französischen Botaniker Antoine-Nicolas Duchesne (1747-1827), der insbesondere die Gattung Fragaria erforschte.

Die deutschen Namen verweisen auf die Ähnlichkeit der Pflanze mit den echten Erdbeeren (Fragaria).

Taxonomie

Die Indische Erdbeere ist eine Art aus der Gattung Duchesnea, die 2 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört. Nach genetischen Untersuchungen der Unterfamilie Rosoideae in 2003 wurde zwar vorgeschlagen, Duchesnea in das Genus Potentilla zu integrieren[1], die Gattung wird aber weiterhin oft als eigenständig geführt.


[2], [3]

Merkmale

Duchesnea shoots photo file 734KB.jpg

Wuchs

Die Staude wird etwa 5 bis 15 Zentimeter hoch. Sie breitet sich durch Ausläufer aus, die bis zu 90 Zentimeter lang sind. Diese wurzeln an den Knoten und bilden so Tochterpflanzen. Dadurch kann D. indica in manchen Gärten auch lästig werden und kleine Pflanzen überwuchern.

Blätter

Duchesnea indica ist je nach Klima sommer- oder immergrün, die Blätter sind dreizählig und wechselständig angeordnet. Sie sind elliptisch bis eiförmig oder verkehrt eiförmig und haben einen gekerbten Rand. Sie sind lang gestielt und beidseitig behaart. Die Nebenblätter sind lanzettlich geformt und drei bis neun Millimeter lang.

Duchesnea indica photo file 482KB.jpg

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind gelb und erscheinen von Mai bis September. Die Blüten sind einzeln angeordnet. Sie haben einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern und sitzen auf bis zu zehn Zentimeter langen Stielen. Die Petalen sind elliptisch bis verkehrt eiförmig und an der Spitze meist leicht eingebuchtet. Die Blüten sind das beste Unterscheidungsmerkmal zu den echten Erdbeeren, die weiße oder leicht rosa überhauchte Blüten haben.

Die roten Früchte sind Sammelnussfrüchte. Sie sehen denen von Fragaria vesca var. vesca (Wald-Erdbeere) sehr ähnlich und sind ebenfalls essbar, aber geschmacklos. Sie sind sehr zierend und stehen aufrecht über dem Laub auf einem "Teller" aus fünf Kronblättern. Auch dies unterscheidet die Stauden von F. vesca, deren Früchte an den Pflanzen hängen.

Verbreitung

Duchesnea indica stammt aus Indien, China und Japan. Sie ist in den USA und Süd-Europa eingebürgert und gilt dort oft als invasive Art.

Standort

Duchesnea ist fast so aggressiv wie Lamiastrum

Die Indische Erdbeere bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -23º C (Winterhärtezone 6a). Sie wächst auf Lehmböden, sandigen und steinigen Lehmböden, Tonböden, sandigen und lehmigen Tonböden und fühlt sich in frischen bis feuchten Substraten wohl. Im Großen und Ganzen stellt sie jedoch geringe Ansprüche an den Standort. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 5 und 6,5 aufweisen. Im Winter stehen die Pflanzen am besten hell.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: Staunässe, Zugluft

Verwendung

Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 30 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 10 bis über 15 Stück zur Geltung. Geeignet für Dachbegrünung, Blumenampeln, Balkon oder Terrasse und für den Wintergarten und als Hangbepflanzung. Die Stauden eignen sich außerdem gut als Bodendecker an Gehölzrändern. Sie sind zum Beispiel gut als Unterpflanzung von sommergrünen Rhododenron-Arten geeignet, deren Wurzeln vor direktem Sonnenlicht geschützt werden sollten. Für einen guten flächendeckenden Effekt empfiehlt sich die Pflanzung von 12 Stück pro Quadratmeter.

Duchesnea indica findet als Arzneipflanze Verwendung, sie soll entzündungshemmend wirken.[4]

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Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen sollten möglichst nicht verpflanzt werden.
  • Die Temperatur sollte im Winter bei 10°C liegen.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Teilung.

Arten und Sorten

  • Duchesnea indica ist ein Elternteil von Duchesnea x hara-kurosawae.
  • Die Sorte Duchesnea indica 'Harlequin' hat weiß panaschiertes Laub.

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

Einzelnachweise

  1. Torsten Eriksson, Malin S. Hibbs, Anne D. Yoder, Charles F. Delwiche, and Michael J. Donoghue (2003): The Phylogeny of Rosoideae (Rosaceae) Based on Sequences of the Internal Transcribed Spacers (ITS) of Nuclear Ribosomal DNA and the trnL/F Region of Chloroplast DNA. Int. J Plant Sci. 164 (2): 197–211.
  2. Eintrag bei IPNI
  3. Eintrag bei IPNI
  4. Anti-inflammatory mechanism of a folk herbal medicine, Duchesnea indica (Andr) Focke

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