Echinacea purpurea

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Echinacea purpurea Moench

Asteraceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   3

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Ach&auml;ne

50D / f59eab 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Asteranae
Ordo:
Asterales

Echinacea purpurea, umgangsprachlich Roter Sonnenhut, (Roter Scheinsonnenhut), ist eine Staude, deren Zucht-Sorten in einem großen Farbenspektrum zu den wertvollen Schnitt- und Beetstauden gehören. Die kurzlebige Staude aus Nordamerika wurde schon von den Ureinwohnern als Heilpflanze bei Husten oder Hautverletzungen verwendet.

Namensherkunft

"Igel" mit Besuch
Unverzeigt: Die Sorte 'Sunset'
Starke Wirkung durch die Spreublätter: Die Sorte 'Pica Bella'
Züchtung: Die Sorte 'Irresistable'

Echinacea purpurea wurde bereits von Carl Linnaeus als Rudbeckia purpurea beschrieben und benannt, aber erst 1794 von Conrad Moench in die heute gültige Systematik eingeordnet.
Der botanische Gattungsname Echinacea ist vom altgriechischen Wort echínos [ἐχῖνος] für Seeigel (Echinoidea) abgeleitet und bezieht sich auf die stachelige Form der Blüten, durch die, die Röhrenblüten überragenden, auffälligen stachelspitzigen Spreublätter.

Taxonomie

Der Rote Scheinsonnenhut ist eine Art aus der Gattung Echinacea, die circa 11 bis 14 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört.


Merkmale

Wuchs

Die Staude wird, je nach Sorte, etwa 1 bis 1,5 m hoch und hat einen aufrechten Wuchs mit steifen, rauen, nur wenig verzweigten Stängeln.
Die Art ist normalwüchsig und gilt als kurzlebig: An ihrem heimatlichen Prärie-Standort hat sich die Überlebens-Strategie "Aussaat", gegenüber "Aussitzen", für sie als die bessere Strategie erwiesen.

Blätter

Echinacea purpurea ist sommergrün, ihre eilanzettlichen Basalblätter sind bis zu 10 cm breit und 15 cm lang; die eiförmigen, zugespitzten gestielten Stängelblätter sind wechselständig angeordnet.
Das Laub insgesamt ist mittelgrün und recht derb und rau; es hat einen fein gesägten (zum Teil auch glatten) Rand.

Blüten und Früchte

Die köpfchenförmigen Blütenstände (Blütenkörbe, = Korbblütler) stehen einzeln endständig auf relativ langen Stielen und erscheinen von Juli bis September.
Die Blütenkörbe haben einen Kranz von Zungenblüten und einen Kopf aus 200 bis über 300 Röhrenblüten. Die ungeschlechtlichen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind bei der Art rosa- bis purpurrot;
durch Züchtungen entstanden Sorten von purpurfarben über weinrot, rosa, weiß, bis neuerdings auch orange und gelb. Die Spreublätter, die die Röhrenblüten, als auffälliges Merkmal der Gattung, wie kleine Igelstacheln (botanischer Name!) überragen, sind orangefarben bis rötlich purpurfarben, bei Sorten auch grünlichweiß oder gelb. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind rosa- bis rötlich purpurfarben, bei Sorten auch grünlich oder gelb. Der Pollen ist meist gelb.

Die schwarzen Früchte sind Achänen. Sie entwickeln sich im Sommer.

Wurzelsystem

'White Swan' neben Miscanthus
Staudenrabatte

Die Staude hat rhizomartig dicke, schwärzliche Wurzeln.

Verbreitung

Echinacea purpurea stammt aus dem Nordosten der USA, dem zentralen Nordosten der USA und dem Südosten der USA. Dort steht sie in Grasfluren (Prärien) und in lichten Wäldern.

Standort

Der Rote Scheinsonnenhut bevorzugt einen sonnigen Standort, verträgt Temperaturen bis -40º C (Winterhärtezone 3a) und benötigt eine frostfreie Periode von mindestens 13 Wochen. . Er wächst auf steinigen Lehmböden und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,2 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 61 Zentimetern.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden

Verwendung

Klassische Bauerngartenpflanze, geeignet für Rabatten, als Kübelpflanze sowie in Wildgärten; außerdem geeignet als Friedhofsgrün und als Bienenweide. Sowohl die Blüten als auch die Samenstände sind gute Schnittblumen. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 35 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Als Pflanzpartner bieten sich an: Erigeron, Gypsophila, Monarda, horstbildende Gräser.

Schon die Indianer Nordamerikas nutzten angeblich den Sonnenhut als Heilpflanze. Echinacea purpurea findet als Arzneipflanze Verwendung, wird auch in Europa für pharmazeutische Zwecke angebaut. Aus einigen Sonnenhutarten gewonnene Medikamente wirken möglicherweise stimulierend auf das Immunsystem. Im Handel sind zahlreiche Fertigarzneimittel erhältlich.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Sorten

Farbspiel purpurrot bis weiß: Einige davon sind als Samensorten durch Aussaat vermehrbar.

Andere Farben, auch orange und gelb, zum Teil augenscheinlich aus Kreuzungen mit Echinacea paradoxa oder E. pallida.

Echinacea purpurea vor Rudbeckia 'Goldsturm'

Pflege & Vermehrung

Durch Teilung im Frühjahr (Verjüngung), und durch Rückschnitt (handhoch nach der Blüte, um Samenbildung zu verhindern), kann man versuchen, die Lebensdauer der Pflanzen zu verlängern. Etwas Kompost im Frühjahr hilft ebenfalls.

Viele Sorten müssen vegetativ vermehrt werden. Dies kann durch Teilung im Frühjahr erfolgen, ergiebiger ist jedoch die Vermehrung durch Wurzel-Schnittlinge.
Manche dieser Sorten werden (leider unter gleichem Namen) als Saat-Sorten gehandelt.
Die generative Vermehrung von "Samenechten Sorten" ist leicht; die Aussaat erfolgt am besten im Frühjahr, bei ca. 15°C im Gewächshaus.

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • efloras.org

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