Fagus sylvatica

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Fagus sylvatica L.

Fagaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: keine Angabe
Frucht: Nuss

V

146D / 727333 

Knospenanordnung: Büschel

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Hamamelididae
Superordo:
Faganae
Ordo:
Fagales


Die Fagus sylvatica L., die Rot-Buche, auch Gemeine Buche, ist ein in weiten Teilen Europas heimischer Laubbaum. Rotbuchenreiche Laubmischwälder sind die potenzielle natürliche Vegetation großer Teile Mitteleuropas. Die Rotbuche gilt als Zeigerpflanze für ein atlantisches Klima.

Namensherkunft

Fagus sylvatica wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

In der Umgangssprache wird sie gewöhnlich als „Buche“ bezeichnet. Der Namensteil „Rot“ bezieht sich auf die leicht rötliche Färbung des Holzes. Der Name Buche ist aus dem althochdeutschen "buoha" entstanden. Es leitet sich ab von den dünnen, zusammengehefteten Buchenholztafeln, auf denen früher geschrieben wurde.

Taxonomie

Die Species Fagus sylvatica ist die Typus-Art der Gattung Fagus (Buchen), die circa 14 bis 19 Arten umfasst. Sie gehören zur Familia Fagaceae (Buchengewächse) in der Classis Rosopsida (Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige), in der sie der Ordo Fagales (Buchenartige) zugeordnet sind. Die Superordo Faganae ist in die Subclassis Hamamelididae (Zaubernussähnliche) eingruppiert.

Die geringfügig ähnliche, aber nicht verwandte Hainbuche (Carpinus betulus) wird auch „Weißbuche“ genannt.

Wuchsform einer freistehenden Buche
Keimling im Frühjahr
Frei gestellte Fagus sylvatica
"Büschelbuche" im Urwald Sababurg, mit wurzelndem Seitenast
Uralte Fagus sylvatica
Rinde der Fagus sylvatica
Austrieb
Blüten
reife Bucheckern

Merkmale

Wuchs

Die Rotbuche wächst als sommergrüner Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 30 Meter, im dichten Wald auch bis zu 45 Meter erreichen. Der Stammdurchmesser kann im Freistand bis 2 Meter betragen. Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden; in Einzelfällen sind auch ältere Exemplare gefunden worden.

Die Krone einer ausgewachsenen Buche kann bis zu 600 m² beschatten, sie blüht und fruchtet in einem Alter von etwa 30 bis 200 Jahren. In der Jugend unter 30 bis 50 Jahren ist sie auf idealen Standorten mit einem Jahreshöhenzuwachs von 40 bis 70 Zentimetern schnellwachsend, mit leicht schütterer und aufrechter Krone sowie zunächst deutlich seitlich wachsenden Zweigen. Bei einer Konkurrenzsituation mit anderen Bäumen zählt sie zu den spätdynamischen Klimax-Bäumen, die sich ab einem Alter von etwa 45 Jahren mit ihrem Längenwachstum durchsetzen.

Der erste Austrieb zwischen April bis Mai wird bis zu einer Länge von 40 cm sehr schnell geschoben und hängt zunächst leicht herab. Dann erst wird wie bei allen verholzenden Gewächsen zunehmend Lignin gebildet und die Zweige richten sich auf. Das Längenwachstum ist nach drei bis fünf Wochen abgeschlossen. Manchmal ist gegen Ende Juni auch ein sogenannter Johannistrieb zu beobachten.

Im höheren Alter lässt die Wüchsigkeit nach, und im Alter von etwa 100 bis 150 Jahren kann eine Rotbuche im Freistand bereits ihre maximale Höhe erreichen. Danach wächst sie langsamer und bekommt mit abnehmender Vitalität ab etwa 200 Jahren eine zunehmend dichtere Krone. Der Neuaustrieb wird dann kürzer und es werden schließlich nur noch wenige Zentimeter neu geschoben. Freistehende Exemplare können im Alter ausladende, regelmäßig und fein verzweigte ovale Kronen von 20 bis 30 m Durchmesser ausbilden, deren untere Zweige fast bis auf den Boden reichen. Ältere Starkäste sind fast waagerecht, ausladend und regelmäßig, wechselständig angeordnet. Der junge Austrieb bildet eine nach oben gerichtete Hauptknospe, den sogenannten Hauptast, und eine Seitenknospe. Der Lichtmangel innerhalb der Krone zwingt den Baum zu dieser symmetrischen und feinen Verzweigung mit deutlich horizontaler Blattstellung, während die Krone im Inneren durch die Dunkelheit keinen Neuaustrieb mehr zulässt.

Im Wald stehend wächst sie hingegen schlank, und die unteren Äste sterben aus Lichtmangel früh ab. Der Kronenansatz liegt hier häufig erst in 10 bis 20 m Höhe. Einen maximalen Kronendurchmesser von 20 bis 30 Metern erreicht sie nur in den selten gewordenen sehr alten Wäldern, wenn andere Bäume in der Nachbarschaft absterben. Durch den Konkurrenzdruck um das Licht sind die Starkäste im Wald zum Teil eher aufrecht geneigt als waagerecht.

Abweichungen vom üblichen Habitus
Rotbuchen bilden gelegentlich sogenannte Trauerformen aus. Diese zeichnen sich durch eine kurze Hauptachse aus, von der viele Seitenzweige mit verstärktem Längen-, aber geringem Dickenwachstum ausgehen. Die langen Seitenzweige hängen schleppenartig herab. Solche Trauer- oder Pendulaformen überdauern normalerweise im Unterstand der Wälder. Die an den schirmartig überhängenden Zweigen positionierten Blätter können die durch den Oberbestand durchtretende Streustrahlung besser nutzen. Ändert sich der Lichteinfall, weil sich beispielsweise der Oberbestand nach Windbruch verringert, entwickeln solche Trauerformen normalerweise aus ruhenden Knospen einen steil aufrecht wachsenden Trieb, der aber häufig nach einem entsprechenden Längenwachstum erneut überhängt. Solche natürlich auftretenden Formen sind durch züchterische Eingriffe verstärkt worden und finden sich gelegentlich als Solitärbäume in Parks und Grünanlagen wieder.[1]
Büschelbuchen entwickeln sich, wenn entweder ein junger Baum bis knapp über den Boden zurückgeschnitten oder abgefressen wird und der Baum erneut austreibt, oder wenn mehrere Setzlinge in ein Pflanzloch gesetzt werden. Heute gibt es nur noch wenige alte Büschelbuchen, häufig stehen diese als Naturdenkmäler unter Naturschutz. Von Kopfbuchen spricht man analog zu den Kopfweiden bei in Brusthöhe abgesägten Buchen, die man zur erneuten Holzgewinnung wieder nachwachsen lässt. Dies führt zu einem Krüppelwuchs, der den Bäumen ein bizarres Aussehen verleiht. Alte Exemplare sind unter anderem noch im "Kottenforst" der Stadt Bonn, sowie im Urwald Sababurg zu sehen.

Holz und Rinde

Die Bezeichnung „Rot“-Buche ist eigentlich irreführend, denn das Holz ist nur leicht rötlich schimmernd. Ein tieferer Rotton entsteht erst bei der Verarbeitung, durch das so genannte „Dämpfen“. Dabei wird dem Holz die starke Neigung zum Verwerfen und zur Rissbildung genommen.
Das Holz ist feinporig und meist gleichmäßig gemasert, lässt sich gut bearbeiten und ist in der Möbel- und Spielzeugherstellung ein beliebtes Material. Wegen des geringen Gerbsäureanteils ist das Holz zur Verwendung im Freien nicht geeignet.

Die dünne Rinde der jungen Zweige ist anfangs dunkelgrün bis schwarz und glatt, aber schon nach wenigen Wochen wird sie heller. An Ästen und Stamm ist sie meist hellgrau mit über Jahrzehnte sichtbaren Narben bereits abgefallener Zweige, die am Stamm wie kleine Runzeln aussehen. Beim Dickenwachstum des Stammes und der Äste dehnt sich die Rinde mit, wobei sie erst feinste Längsrisse bildet. Das absterbende Phellem, der sogenannte Kork, schuppt nicht deutlich ab, sondern zerfällt zu feinem, hellgrauem Staub. Bei alten Rotbuchen wird die Rinde am Stammfuß gröber und rissig, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Baumarten bleibt sie am Hauptstamm bis ins hohe Alter dünn und glatt. Eine Varietät der Rotbuche, die Steinbuche Fagus sylvatica var. quercoides bildet grundsätzlich eine dickere, sehr rissige Borke aus.

Blätter

Die Laubblätter sind eiförmig, haben eine kurze Spitze und sind am Grund keilförmig oder abgerundet. Der Blattrand ist wellig-buchtig bis leicht gekerbt und behaart. An den Enden der sechs bis sieben Seitennerven sitzen kurze Zähne. Die Unterseite der Spreite ist locker bis dicht behaart auf den Hauptnerven, den Nervenachseln und auf den Intercostalfeldern. Der Blattstiel ist ein bis 1,5 cm lang und behaart. Die jungen Laubblätter sind frischgrün und seidig behaart. Im Sommer sind die Blätter dann oben glänzend dunkelgrün, unten hell. Im Herbst verfärben sich die Blätter zuerst blassgelb, später orangerot bis rotbraun. Vielfach bleiben die vertrockneten Blätter über den Winter an den Zweigen.[2]

Blüten und Früchte

Fagus sylvatica
A Zweig mit zwei männlichen und einem weiblichen Blütenstand; 1, 2 und 3 männliche Blüten; 4 weibliche Blüte;
B Zweig mit geschlossenem und offenen Fruchtstand, darin je 2 Bucheckern; 6 Querschnitt und 7 ganze Buchecker.

Die Rotbuche blüht ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren. Sie ist ein einhäusig getrenntgeschlechtiger (monözischer) Baum; die männlichen und weiblichen Blüten sind also an einem Baum zu finden. Die Blütenknospen sind hellbraun, spindelförmig schmal und spitz. Sie sind eingehüllt in zwei bis drei gegenständig angeordnete, doppelte Hüllblätter, die sich schuppenartig überdecken. Die Blüten erscheinen zeitgleich mit dem Blattaustrieb von April bis Mai. Die Blüten jeweils eines Geschlechtes stehen in Blütenständen zusammen. Die Büschel der männlichen Blüten, die auch als Dichasien bezeichnet werden, sind 3 bis 5 cm lang und hängen herab, wobei jede männliche Blüte aus 4 bis 7 Staubblättern besteht. Aus den aufrecht stehenden weiblichen Blüten ragen jeweils drei rosafarbene Narben.

Früchte sind die als "Bucheckern" bekannten einsamige Nüsse, die zu je zwei zusammen in einer borstigen Fruchthülle sitzen. Nach einem trockenen heißen Jahr fällt die Bucheckernernte häufig besonders reichlich aus. Solche "Mastjahre" gehören zur Überlebensstrategie von Buchen. Würden sie jedes Jahr gleich viele Samen ausbilden, würden Mäuse, Wildschweine und Vögel ihre Population an dieses konstante Nahrungsangebot anpassen. Durch die nur gelegentlich überreichlich gebildeten Samen wird sichergestellt, dass mehr Samen ausgebildet werden, als die Tiere zu fressen vermögen. Mastjahre stellen jedoch für die Bäume eine starke Belastung dar, da ein Baum etwa zwei Drittel des Jahresgewinns an assimiliertem Zucker zur Bucheckernproduktion verbraucht; daher werden nach einem solchen Jahr in deutlich geringerem Umfang Bucheckern ausgebildet, selbst wenn die klimatischen Voraussetzungen gut sind. Auch in normalen Bucheckern-Jahren tragen Tiere über die "Versteckausbreitung" zur natürlichen Verjüngung der Bestände bei. Eichhörnchen, Rötel-, Wald- und Gelbhalsmaus legen Bucheckerdepots als Wintervorräte an, vergessen jedoch häufig ihre versteckten Früchte, die dann auskeimen können.

Wurzelsystem

Wurzelsystem der F. sylvatica

Fagus sylvatica gilt als die am intensivsten wurzelnde Baumart. Sie sind Herzwurzler, eine für eine Mehrzahl von Laubgehölzen typische Wurzelanordnung. Kennzeichnend für diese Form sind viele senkrechte Hauptwurzeln, die ein kompaktes Wurzelsystem bilden. Das Wurzelsystem, mit dichter Oberbodendurchwurzelung, ist anpassungsfähig an den Untergrund: Flachwurzelnd auf schweren und dichten Böden, bei hohem Grundwasserstand teilweise nur 30cm tief wurzelnde Wurzelteller, sonst Wurzeltiefen zwischen 1 bis 1,40m. Auf sandigen Standorten kann das Wurzelsystem doppelt so breit sein wie der Kronendurchmesser.

Das Wurzelsystem ist hoch empfindlich gegen Beeinträchtigungen jeder Art. Die Wurzeln von Jungbuchen verzeihen noch leichte Verletzungen. Später können Überschwemmungen, Veränderungen des Grundwasserstandes, Einschütten (auch nur geringfügig), Abgrabungen, Verdichtungen, Versiegelung (Einteeren, Belegen mit Platten) oder auch Salzfrachten zum Absterben führen.

Verbreitung

Während der letzten Eiszeit wurde die Rotbuche aus Mitteleuropa verdrängt. Sie überlebte im Mittelmeerraum und begann ihre Rückeroberung des europäischen Verbreitungsgebietes vor etwa 10.000 Jahren. In Sedimenten des verlandeten Luttersees im Eichsfeld bei Göttingen treten ihre Pollen erstmals in der späteren Warmzeit vor etwa 4800 Jahren auf. Das Verbreitungsgebiet der Rotbuche reicht heute von Süd-Skandinavien bis Sizilien. Im östlichen Mitteleuropa und im südlichen Skandinavien kommt sie bis in Höhenlagen von 500 m üNN vor; in Westeuropa bis 800 m üNN und in den südlichen Alpen bis in 1000 m üNN. In west-östlicher Richtung reicht ihr Verbreitungsgebiet von der Atlantikküste Frankreichs, wo sie sehr häufig vorkommt, bis zur Weichselniederung im Nordosten Polens. Im subkontinentalen Polen kommt sie nur noch in geschützten Mischwäldern vor.

Verbreitung der Fagus sylvatica

Sie ist mit einem Anteil von 14 % der häufigste Laubbaum in den Wäldern Deutschlands. In der Schweiz beträgt ihr Anteil 19 %, in Österreich 9 %.

Standort

Die Rotbuche ist eine ausgesprochene Zeigerart feucht-gemäßigten Klimas, der so genannten nemoralen Zone. Sie ist an euozeanische bis subkontinentale Klimate gebunden. Ihr Gedeihen erfordert über 650 mm Jahresniederschlag und eine Jahresdurchschnittstemperatur über 8°C. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5b). Die Verbreitung von Buchen-Reinbeständen ist nach Osten hin durch den Übergang zum subozeanischen Klima begrenzt.

Rotbuchenhecken als Wetterschutz für Haus und Hof
Fagus sylvatica 'Atropurpurea'
Fagus sylvatica 'Albovariegata'
Fagus sylvatica 'Rotundifolia'
Fagus sylvatica 'Rohan Obelisk'

Die Rotbuche bevorzugt nährstoffreiche, schwach saure bis kalkreiche, bindige, mäßig podsolierte Sand- bis Lehmböden. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. In trockeneren Regionen ist sie an bindige (lehmige) Böden gebunden. Staunässe und stark schwankende Grundwasserspiegel, wie sie im Auwald vorherrschen, sind ebenso wenig geeignet wie lange Dürreperioden.

Die Rotbuche ist in der Jugend sehr schattentolerant und gedeiht noch bei 1/60 des vollen Tageslichtes; sie zählt daher zu den Schattenbaumarten. Im Alter benötigt sie jedoch mehr Licht. Aufgrund ihrer hohen Schattentoleranz bei gleichzeitig starker Schattenwirkung ihrer weiten Kronen kann sie andere Baumarten auf den für sie geeigneten Standorten verdrängen. Unter natürlichen Bedingungen gelten reine Buchenwälder oder Buchenmischwälder als die typische potentielle natürliche Vegetation (Klimaxvegetation) im größten Teil der Tiefländer Westeuropas und auch in Deutschland.


Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: Streusalz

Verwendung

Park und Garten

Durch ihre Mächtigkeit, Symmetrie und hell ockerfarbene Herbstfärbung ist die Rotbuche ein beliebter Parkbaum. Es existieren zahlreiche Park- und Gartenformen, Sorten (Cultivare) und Varietäten die sich in der Laubfärbung, Blattform oder im Wuchs voneinander unterscheiden.
Fagus sylvatica hat eine gute Schnittverträglichkeit und ist daher als Heckenplanze und auch als Formgehölz von großer Bedeutung. Besonders Sämlinge von Fagus sylvatica f. purpurea ergeben interessante hellgrün bis rötlich variierende Hecken.

Buchen sind wegen ihren intensiven oberflächennahen Durchwurzelung nicht dazu geeignet, um unterpflanzt zu werden. Im Buchenwald zu Hause sind Frühblüher wie Buschwindröschen, Waldbingelkraut, Waldmeister und Zwiebelzahnwurz. Diese nutzen das Licht, das im noch unbelaubten Frühjahrswald bis auf den Waldboden dringt.

Im Forst

Fagus sylvatica var. suentelensis (= Fagus sylvatica var. tortuosa) (Süntel-Buche )
Buchenforst am Vogelsberg, Aussicht vom Taufstein

Die Buchenwälder in Mitteleuropa lassen sich grob in drei standortbedingte Typen einteilen:

An der Buchengrenze bei 1000m im Hochschwarzwald: Windbuchen auf dem Schauinsland

1) Die „Kalkbuchenwälder“ sind an das Vorkommen kalkhaltiger Böden gebunden. Dieser Waldtyp ist daher besonders auf der Schwäbischen Alb, der Fränkischen Alb, dem Weserbergland sowie in den Alpen verbreitet. Auf feuchten Standorten sind der Buche hier Fraxinus excelsior (Gemeine Esche) und Acer platanoides (Ahorn) beigemischt.

2) Die Braunerde-Buchenwälder wären vor allem in Norddeutschland häufig, aber zum Beispiel auch am hessischen Vogelsberg. Auf Braunerden können Buchen ihr maximales Potential entfalten. Nur auf besonders nährstoffreichen und feuchten Standorten können hier noch Fraxinus excelsior (Gemeine Esche) und Acer pseudoplatanus (Ahorn) neben der Buche existieren, auf sehr armen und trockenen Standorten sind Quercus petraea (Trauben-Eiche)und selten Tilia (Linden) beigemischt. Von diesen Buchenwäldern sind nur noch wenige Reste vorhanden, sie sind größtenteils schon früh in landwirtschaftliche Nutzfläche umgewandelt oder durch Fichtenforste ersetzt worden.

3) Die bodensauren Buchenwälder wachsen auf sauren, eher nährstoffarmen Böden, wie sie aus älteren Moränen, entkalkten Lössen, Sandstein und Schiefern entstehen. Sie sind insbesondere im norddeutschen Flachland weit verbreitet. Auf den nährstoffärmeren Standorten dieses Waldtyps ist vor allem die Quercus petraea (Trauben-Eiche) beigemischt. Auch diese Wälder sind weitgehend gerodet oder durch Picea- (Fichten)-forste ersetzt worden.

In Berglagen, und zwar in der montanen Höhenstufe, tritt die Rotbuche meist gemischt mit Abies alba (Weiß-Tanne) und Picea abies (Gemeine Fichte) auf und bildet mit diesen die „Fichten-Tannen-Buchenwälder“.

Lichtdurchfluteter Buchenmischwald mit jungen Blättern im Frühjahr

Auch in der Forstwirtschaft verjüngt man Buchenwaldbestände im Schutz der Altbäume. Für den Erfolg einer solchen gezielten Verjüngung ist die richtige Dosierung des Lichteinfalls entscheidend. Bei zu starker Öffnung droht den Keimlingen Frostgefahr sowie starke Behinderung durch den dann entstehenden Unterwuchs. Zu wenig Licht dagegen lässt die Keimlinge verkümmern oder verkrüppeln.

Buchenwälder brauchen auch danach noch eine regelmäßige und sorgfältige Durchforstung, um wirtschaftlich wertvolle Bäume zu liefern. In einem engen Verband stehende Bäume liefern lange und astfreie Stämme, wie sie beispielsweise im hochwertigen Möbelbau notwendig sind. Unter dem starken Konkurrenzdruck, der bei einem solch engem Bestand entsteht, entwickeln die Bäume jedoch unregelmäßige Kronen. Dieses führt wiederum zu starken Spannungen im Holz, so dass aufgesägtes Holz stark arbeitet und sich dabei spaltet oder propellerartig verzieht. Zu weit auseinanderstehende Bäume verasten sich dagegen zu stark, was sie für eine hochwertige Verwertung ungeeignet macht.

Aus Buchenlaub entstehender Mull (Laubkompost) ist außerdem ein ideales Keimbett für andere Baumarten Mitteleuropas wie beispielsweise die Picea abies (Fichte) oder die Abies alba (Weiß-Tanne). Buchen wirken generell bodenverbessernd, da sich ihr Laub in einem bis zwei Jahren abbaut. Der waldbauliche Wert der Buchen ist mittlerweile unumstritten, nachdem Rotfäule, Windwurf und Borkenkäfer deutlich gemacht haben, wie anfällig insbesondere Fichtenreinbestände sind. Jedoch bleibt auch die Buche nicht von Krankheiten verschont. So gab es allein in Belgien in den Jahren 2000 bis 2002 über 1 Million Festmeter Schadholz auf Grund eines Buchensterbens.

Buche als Nutzholzlieferant

Die Buche zählt zu den "Reifholzbäumen", hat also einen farblich homogenen Aufbau über den gesamten Stammquerschnitt. Sie zählt allerdings zu den Bäumen mit einer fakultativen Bildung eines Farbkernes. Dieser wird als Rotkern bezeichnet. Der Rotkern tritt mit zunehmenden Alter und mit größerem Durchmesser des Baumes häufiger auf. Das rotkernige Holz der Buche erzielt geringere Preise als weißes Holz. Diese sogenannte Kernbuche wird mittlerweile jedoch in der individuellen Möbelherstellung immer häufiger nachgefragt. Aufgrund der großen Härte, die mit der des Eschen-Holzes vergleichbar ist, wird es auch häufig als Parkett verwendet. Die Biegefestigkeit ist sehr hoch, doch im gedämpftem Zustand ist das Holz biegsam und zudem sehr plastisch, was direkt mit der kurzen Holzfaserlänge zusammen hängt. Aus diesem Grund werden gebogene Formteile aus dem Holz gefertigt, wie zum Beispiel Sitzmöbel mit anatomisch geschwungenen Elementen. Michael Thonet erfand 1830 ein Verfahren zum Biegen von Buchenholz und stellte damit seine mittlerweile weltberühmten Thonet-Stühle her.

Buchenmischwald im Herbst

Als Nutzholzlieferant war die Buche in der traditionellen Ökonomie der Eiche unterlegen. Die Eiche bot ein vielseitiger verwendbares Holz, das sich anders als das wenig fäulnisresistente Buchenholz auch für den Schiffbau und den Außenbau eignete. Die Eiche lieferte außerdem die Eicheln für die Eichelmast, die in der traditionellen Schweinehaltung eine große Rolle spielte. Überlegen war das Buchenholz dem Eichenholz lediglich in Bezug auf den Heizwert. Über lange Zeit wurde daher die Buche zugunsten der Eiche vernachlässigt. Der Forstingenieur Christian Küchli, der sich intensiv mit der Historie der europäischen Forstbäume beschäftigt hat, spricht daher von einem jahrhundertelangem Ausmerzen der Buche.

Größere forstwirtschaftliche Bedeutung erlangte die Buche erst mit der Entdeckung, dass eine Teeröl-Imprägnierung aus Buchenholz gefertigte Eisenbahnschwellen 40 Jahre lang vor Pilzbefall schützt. Damit waren diese ebenso haltbar wie die aus Eichen gefertigten; die Forstbetriebe konnten für ihr Buchenholz so attraktive Preise erzielen, dass Aufforstungen mit dieser Baumart wieder lohnend erschienen. Um 1930 wurde nur noch die Hälfte des geschlagenen Buchenholzes verfeuert; die andere Hälfte wurde für Eisenbahnschwellen sowie Gebrauchsgegenstände wie Waschtröge, Wäscheklammern, Bürsten oder Kochlöffel verwendet. Dies änderte sich signifikant, als fossile Energieträger das Brennholz zurückdrängten und gleichzeitig aus Öl Kunststoff gewonnen wurde, aus dem nun die vormals aus Buchenholz hergestellten Gebrauchsgegenstände gefertigt wurden.

Heute liefern Buchen ein wichtiges Nutzholz für die Möbelindustrie, Parkett- und Treppenbau. Nachdem jahrzehntelang das Holz der Buche als zu gewöhnlich galt, beginnt man gegenwärtig wieder seine Schönheit und Qualität zu schätzen. Im Handel wird sie gelegentlich unter der Bezeichnung „Edelbuche“ angeboten. Allerdings ist der Anteil der jährlichen Holzschlagmenge, der hierfür genutzt wird, nach wie vor gering. In der Schweiz wurden in der Mitte der 1980er Jahre 1 bis 2 Millionen Kubikmeter Buchenholz geschlagen. Lediglich sechs Prozent davon war hochwertig genug, um einer solchen Nutzung zugeführt zu werden. 70 Prozent des Holzeinschlags ist Industrie- und Energieholz.

Kohlenmeiler mit Buchenholz

Nutzung als Brennholz

Buchenholz ist ein hervorragendes Brennholz, das sich durch sehr langes, ruhiges Brennen, starke Glutbildung und einen hohen Heizwert auszeichnet. Aufgrund der starken Glutbildung eignet es sich gut zum Grillen. Die Wertschätzung der Rotbuche als Brennholz führte zu spezifischen, heute kaum mehr praktizierten Formen der Bewirtschaftung, bei denen die Bäume immer wieder zurückgeschnitten werden (Niederwaldbetrieb). Büschelbuchen und Kopfbuchen sind die Wuchsformen, die aus dieser Holzgewinnung resultieren.

Die Buche und die Glasproduktion

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit diente Holzasche zur Waschlaugenherstellung und zur Glasproduktion. Besonders zur Glasherstellung wurden Buchenbestände massiv abgeholzt. Zwei Teile Buchenasche mit einem Teil Sand ergab das grüne, so genannte Waldglas. Der Holzbedarf für die Glasherstellung war enorm. Für 100 Kilogramm reine Pottasche benötigten die Glaser rund 200 Kubikmeter Holz. Weitere 100 Kubikmeter waren notwendig, um die Pottasche zu Glas aufzuschmelzen. Auch dafür wurde bevorzugt Buchenholzkohle verwendet.

Die abgeholzten Buchholzbestände wurden bevorzugt mit Fichten aufgeforstet. Dabei entstand ein Waldtyp, den man als „Glaswald“, „Glastobel“ oder „Schmelzwald“ bezeichnete.

Nutzung als Nahrungsmittel

Bucheckern spielten in der Vergangenheit in der menschlichen Ernährung eine Rolle. Trotz der leichten Giftigkeit wurde im 19. Jahrhundert und in den Notzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Nüssen Öl gepresst, das sowohl beim Kochen als auch als Lampenöl Verwendung fand. Die essbaren Blätter der Buchen gelten als entzündungshemmend. So wurden sie bei Zahnfleischproblemen zerkaut oder bei Geschwüren als Wundauflagen genutzt.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Nutzung als Streu und Viehfutter

John Everett Millais, Herbstlaub, Öl auf Leinwand, 1856, Manchester, City Art Hall

Die bodenverbessernden Eigenschaften des sich relativ langsam zersetzenden Buchenlaubs machte man sich früher in den Bergregionen nutzbar. In diesen Regionen konnten häufig keine Getreidearten angebaut werden, die ausreichend Stroh für die Stallhaltung lieferten. Bis auf die Buche waren in diesen Regionen außerdem andere Laubbaumarten nur selten zu finden. In vielen Regionen war es daher über Jahrhunderte hinweg Brauch, dass Frauen und Kinder das Buchenlaub sammelten, das anschließend als Stallstreu genutzt wurde. Dabei wurden die Wälder regelmäßig „leergefegt“ und Buchenlaub kam sogar in den Handel. So wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts Hunderte von Schiffsladungen vom schweizerischen Brienzersee aus in den Handel gebracht. Die Entfernung des Laubes verhinderte die natürliche Verjüngung, da den Buchenkeimlingen der natürliche Schutz vor den winterlichen Frösten fehlte. Für die Landwirte war sie jedoch eine Notwendigkeit, um ihre Höfe wirtschaftlich zu betreiben. Die Laubsammlung stand ähnlich wie die "Eichelmast" unter Forstwissenschaftlern schon in frühen 19. Jahrhundert in dem Ruf, die Wälder nachhaltig zu schädigen. Christian Küchli führt die umfangreichen Lawinenverbauungen, die heute aufgrund eines fehlenden Schutzwaldes in der Region des Brienzersee notwendig sind, auf diesen jahrhundertelangen Raubbau zurück.

Zu Bündeln gebundene junge Buchenzweige, die noch Blätter trugen, wurden als Winterfutter für das Vieh getrocknet. Besonders Ziegen fraßen diese Zweige gerne. Aber auch im Frühjahr, wenn die Buchen austrieben, wurden Buchenzweige an das Vieh verfüttert, weil damit die Milchleistung gesteigert werden konnte.

Pflege

Wenn größere Exemplare gepflanzt wurden, müssen sie Mitte bis Ende Juni ("Johanni") zusätzlich stark gewässert werden, um den dann sehr hohen Wasserbedarf zu decken.
Plötzliches Freistellen von Bäumen ist unbedingt zu vermeiden: Die Rinde älterer Buchen reagiert dann häufig mit Sonnenbrand.
Die Buche reagiert äußerst empfindlich auf Erdanschüttungen im Wurzelbereich. Schon eine Anhebung des Bodenniveaus um 10 cm um den Stamm kann die Buche mittelfristig zum Absterben bringen.

Der Heckenschnitt soll bei Buchen frühzeitig, das heißt schon bei jungen Pflanzen, beginnen, damit die Pflanzen sich rechtzeitig von unten her verzweigen und es später keine Lücken gibt. Man kann den Beschnitt bis zu viermal jährlich so vornehmen, dass 5-10 cm von den Spitzen entfernt werden; auf diese Weise verzweigt sich die junge Buchenhecke gut, sodass eine hohe Dichte erzielt wird. Der Schnitt soll leicht von unten nach oben verjüngend erfolgen, damit die Hecke auch im unteren Bereich genügend belichtet wird.
Auch "ausgewachsene" Hecken sollten noch zweimal jährlich geschnitten werden. Der Zeitpunkt hierfür ist einmal Ende Juni (Sommerschnitt), der zweite Schnitt sollte im späten Herbst erfolgen, jedoch keinesfalls bei Temperaturen unter 0°C, da die Pflanzen sonst Frostschäden erleiden könnten.

Sorten

Eine Auswahl:

  • Fagus sylvatica 'Ansorgei', Zwergbuche - Blatt sehr schmal, lang und dunkelrotbraun; Pflanzenhöhe ca. 1,25 m nach 10 Jahren
  • Fagus sylvatica 'Asplenifolia', Farnblättrige Buche - Blatt fein und tief geschlitzt, Wuchs breit aufrecht. Größe 15 - 20 m (ca. 5 Meter nach 10 Jahren)
  • Fagus sylvatica 'Atropunicea' (f. purpurea), Blutbuche - Sämlinge, braunrot, Farbton unterschiedlich, Größe 25 - 30 m (ca. 4 Meter nach 10 Jahren)
  • Fagus sylvatica 'Dawyck' ('Fastigiata'), Säulen-Buche - straff säulen- bis schmal kegelförmig, bis 20 m hoch und 3 m breit (ca. 4 Meter nach 10 Jahren)
  • Fagus sylvatica 'Dawyck Gold', Gelbblättrige Säulen-Buche
  • Fagus sylvatica 'Dawyck Purple', Säulenblutbuche - Blattfarbe braunrot
  • Fagus sylvatica 'Laciniata', Geschlitztblättrige Buche - Stark eingeschnittenes Blatt, ausladender Baum, bis 30 m hoch (ca. 5 Meter nach 10 Jahren)
  • Fagus sylvatica 'Pendula', Hänge-Buche - wird 20 bis 30 m hoch
  • Fagus sylvatica 'Purpurea Pendula', Hänge-Blut-Buche (Trauerblutbuche) - Schwachwüchsiger rotbrauner Baum für Einzelstellung, Höhe bis ca. 6 m
  • Fagus sylvatica 'Rohanii', Kleine Blutbuche - dunkel rotbraun, mit kompakter runder Krone; Pflanzenhöhe ca. 5 Meter nach 10 Jahren
  • Fagus sylvatica 'Rohan Obelisk', Schmale Säulenbuche - mit rotviolett-braunen, eingeschnittenen Blättern; Pflanzenhöhe ca. 4,5 m nach 10 Jahren
  • Fagus sylvatica 'Rotundifolia', Rundblättrige Buche - rundes bis herzförmiges, kleines Laub, Wuchs schlank aufrecht, erreicht bis zu 10 m Höhe
  • Fagus sylvatica 'Zlatia', Gold-Buche - Laub goldgelb austreibend, im Verlauf des Jahres gelbgrün; kann in 25 Jahren eine Höhe von ca. 10 m erreichen

Bilder von weiteren Fagus sylvatica Sorten.

Giftigkeit

Rohe Bucheckern enthalten Trimethylamin (auch Fagin genannt) und Oxalsäure und sind daher leicht giftig. Eine Handvoll Bucheckern kann wegen der zuvor genannten Inhaltsstoffe und der zusätzlich enthaltenen Blausäure-Glykosiden bereits Unwohlsein hervorrufen.

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Krankheiten und Schädlinge

  • Kretzschmaria deusta (=Hypoxylon deustum, Ustulina deusta; gebräuchlicher deutscher Name Brandkrustenpilz)
  • Mikiola fagi (Buchenblattgallmücke) und Hartigiola annulipes (Buchengallmücke)
  • Rhynchaenus fagi (=Orchestes fagi, Buchenspringrüssler)
  • Baumkrebs, vorwiegend verursacht durch die Pilze Nectria ditissima und Nectria coccinea aus der Familie der Pustelilze

Mensch und Fagus sylvatica

Die Rotbuche als Namensgeber

"The Beeches" v. Asher Brown Durand, 1845, Metropolitan Museum of Art, New York

Bei der Namensgebung ist zu erkennen, dass für die Rotbuche in der Umgangssprache der Begriff „Buche“ die gebräuchlichere Form ist. Der Begriff Buchstabe leitet sich vom Buchenholzstab ab, die zum Deuten der auf ihnen eingeritzten Runen vom Boden auf-„gelesen“ wurden. Das Wort Buch kommt vom althochdeutschen „buoh“, einer Holzschreibtafel aus Buche.

Auch bei zahlreichen Ortschaften oder Landesbestandteilen war die Buche Namensgeber. Allein in der Schweiz sollen über 700 geographische Bezeichnungen Verbindung zu der Buche haben. Beispiele sind: Buchthalen (Schaffhausen), Bucheggberg, Schönenbuch, Buch am Irchel oder Buochs.[3]

Volksglauben

Trotz der Allgegenwärtigkeit der Buche spielt sie im Vergleich zu anderen Baumarten im Volksglauben nur eine untergeordnete Rolle. Hier einige der bekannteren zugesagten Eigenschaften:

  • Bei Neumond geschlagenes Buchenholz soll nicht von Holzschädlingen befallen werden.
  • Einer guten Mast (Ernte) folgt ein starker und harter Winter oder ein gutes Mäusejahr. Davon zeugt der Schweizer Spruch: „Vil Buech, vil Fluech“ (sinngemäße Übersetzung: „Viele Bucheckern, viel Pech“).
  • Um eine Voraussage für den kommenden Winter treffen zu können, muss zu Novemberbeginn mit einer Axt in eine Buche gehackt werden. Wenn die Wunde trocken bleibt, ist ein strenger Winter zu erwarten.
  • Nach dem Volksglauben werden Buchen nur selten vom Blitz getroffen. Darauf bezieht sich bei Gewitter der Spruch „Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen!“. Diese Aussage ist falsch und wird darauf zurückgeführt, dass der Blitzschlag an Eichen deutlichere Schäden hinterlässt als an der Buche.

Belege

Literatur

  • Horst Bartels: Gehölzkunde. Ulmer, Stuttgart 1993. ISBN 3-8252-1720-5, ISBN 3-8001-2648-6
  • Gerhard Dönig: Die Park- und Gartenformen der Rotbuche - Fagus sylvatica L. Gartenbild, Rinteln 1994, ISBN 3-928521-05-5
  • Heinz Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen aus ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8252-8104-3
  • Norbert Kessel: Das Wachstum von Buchenwildlingen und Baumschulpflanzen (untersucht wurde die Wirkung von Sproßschnitt, Wurzelschnitt, Konkurrenzregelung, Pflanzverband). Dissertation, Freiburg 1994. (abstract)
  • Reinhard Schober: Die Rotbuche 1971. Schriftenreihe der Forstlichen Fakultät der Universität Göttingen und Mitteilungen der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt. Bd 43/44. Sauerländer, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-7939-0200-5
  • Gerhard Veldmann, Helmut Vogt: Die Krankheiten und Schädlinge der Rotbuche (Fagus silvatica L.). Universitätsbibliothek, Jena 1985.
  • ÖNORM B 3012: Holzarten - Benennungen, Kurzzeichen und Kennwerte
  • Georg W. Kröger, Peter Kiermeier: BdB Handbuch Wildgehölze. 8. Auflage. Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg 1996.

Einzelnachweise

  1. Dietrich Böhlmann: Warum Bäume nicht in den Himmel wachsen – Eine Einführung in das Leben unserer Gehölze, Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 2009, ISBN 978-3-494-01420-3, S. 7
  2. B. Felbermeier, R. Mosandl: Fagus sylvatica, in: Schütt, Weisgerber, Schuck, Lang, Stimm, Roloff: Enzyklopädie der Laubbäume. Nikol, Hamburg 2006, S. 241-260. ISBN 978-3-937872-39-1
  3. Jean-Denis Godet: Bäume und Sträucher. Neumann-Neudamm, Melsungen 1989, S. 30, ISBN 3-7888-0583-8

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CC by-sa Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rotbuche aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und wird hier in der Hortipedia weiterentwickelt. Er steht unter der Lizenz CC-by-sa 3.0, in der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.
es:fagus sylvatica

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