Sinningia speciosa

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Sinningia speciosa (G.Lodd.) Hiern

Gesneriaceae

Lebensform: Zwiebel- oder<br> Knollenpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   10

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: eif&ouml;rmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: glockenf&ouml;rmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

40C / e7422b 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Scrophulariales

Sinningia speciosa, umgangssprachlich Falsche Gloxinie, Gartengloxinie, ist eine knollenbildende Staude mit roten, violetten oder weißen Blüten.

Namensherkunft

Sinningia speciosa wurde von William Philip Hiern beschrieben und benannt.

Taxonomie

Sinningia speciosa ist eine Art aus der Gattung Sinningia, die circa 60 bis 78 Arten umfasst und zur Familie der Gesneriaceae (Gesneriengewächse) gehört.

Merkmale

Wuchs

Die Pflanzen sind vergleichsweise langsamwüchsig und werden 15 bis 30 Zentimeter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Sinningia speciosa ist sommergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind eiförmig und gekerbt, gestielt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter haben eine weich behaarte Oberfläche.

Blüten und Früchte

Von Juni bis August trägt Sinningia speciosa lachsrote glockenförmige Blüten die einzeln angeordnet sind.

Die Pflanzen bilden fachspaltige Kapseln.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Knollen.

Verbreitung

Sinningia speciosa stammt aus Brasilien.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sein. Sie vertragen Temperaturen nur über mindestens 1°C (WHZ 10). Bei der Topfkultur empfiehlt sich lehmlose Topferde oder Kakteenerde.

Im Sommer stehen die Pflanzen am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit, vor direktem Sonnenlicht geschützt.

Verwendung

Die Pflanzen eignen sich zur Kultur im Warmhaus. Geeignet als Kübelpflanze und als Zimmerpflanze.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als relativ pflegeintensiv einzustufen.

  • Für gesundes Wachstum alle 2 bis 3 Wochen während des Wachstums kalibetonten Flüssigdünger geben.
  • Im Sommer mäßig gießen, im Winter nicht gießen.
  • Die Temperatur sollte im Sommer bei 18 bis 24°C, im Winter bei 10 bis 12°C liegen.

Vermehrung durch Aussaat im Frühjahr bei 22 °C. Außerdem Vermehrung durch Blattstecklinge im Frühjahr oder im Sommer. Die Bewurzelung erfolgt in einem beheizten Vermehrungsbeet.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Verfärbte Blätter und Gänge in den Blättern deuten auf einen Befall durch Blattminierer hin. Das betroffene Laub sollte entfernt und verbrannt werden.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Verkrüppelte oder entfärbte Blätter und Blüten weisen auf einen Befall durch älchen hin. Dies führt zum Absterben der Pflanze, befallene Pflanzen sollten entfernt werden.

Weiße Flecken auf Blüten und Blättern sowie sich nicht öffnende Knospen deuten auf einen Befall durch Thripse hin. Diese Insekten lassen sich mit guter Belüftung und regelmäßigen Wassergaben zurückdrängen, außerdem können Insektizide oder Nützlinge (Raubmilben) eingesetzt werden.

Deformierte und verfärbte Blüten und Blätter deuten auf eine Viruserkrankung hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Desweiteren sollte die Ausbreitung durch Insekten verhindert werden.

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nützlingen bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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