Sedum rupestre

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Sedum rupestre L.

Crassulaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Balgfrucht

3A / f8da21 

Knospenanordnung: Schirmtraube

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Saxifraganae
Ordo:
Saxifragales

Sedum rupestre, umgangssprachlich Felsen-Fetthenne, auch verbreitet als Sedum reflexum - Tripmadam, ist eine sukkulente, in Europa heimische Staude, die mit der Zeit lockere Teppiche bilden kann.

Namensherkunft

Sedum rupestre wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Sedum rupestre ist eine Art aus der Gattung Sedum, die circa 395 bis 759 Arten umfasst und zur Familie der Crassulaceae (Dickblattgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Sedum acre.

  • Die Species "rupestre" gilt als eliminiert und in Sedum reflexum eingegliedert [1]; - dennoch wird die Bezeichnung S. rupestre vielfach weiterverwendet, oft parallel und gleichrangig zu S. reflexum.

[2] [3]

Merkmale

Sedum rupestre - Habitus
Sedum rupestre - Knospen
Sedum rupestre - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Stauden haben einen horstigen bis locker teppichartigen Wuchs, mit am Grunde leicht verholzenden Trieben. Ihre blütenlosen Teile wachsen niederliegend bis aufsteigend und werden 10-15 cm hoch; die aufsteigenden Blütenstängel werden 30-35 cm hoch. Die Wuchsbreite der Pflanzen beträgt 10 bis 30 Zentimeter.

Blätter

Sedum rupestre ist immergrün. Ihre sukkulenten (dickfleichigen), einfachen, grau- bis blaugrünen Blätter sind an den Blütenstängeln wechselständig angeordnet. Sie sind linealich, ganzrandig und sitzend. Die Laubblätter an den oberen Stängelteilen der nichtblühenden Triebe sitzen rosettenähnlich gehäuft. Die Blätter sind über 1,5 mm dick, walzenförmig, aufwärts gekrümmt, stachlichspitzig und haben eine kahle Oberfläche.

Blüten und Früchte

Der im knospigen Zustand nickende, doldentraubige Blütenstand trägt bis zu 50 Blüten und ist mit schuppenförmigen Tragblättern durchsetzt. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten haben einen Durchmesser von ca. 1,5–2 cm. Ihre gewöhnlich sieben (5–9), spitzen, goldgelben Kronblätter sind 6 bis 7 mm, die Kelchblätter 3 bis 4 mm lang. Gewöhnlich gibt es 14 Staubblätter, das Gynoeceum besteht aus (gewöhnlich 7) getrennten Fruchtblättern. Blütezeit ist Juni bis Juli.

Die aufrechten Balgfrüchte werden bei Reife gelb, später dann braun.

Wurzelsystem

Verbreitung

Sedum rupestre stammt aus ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Inseln und ist auf den Britischen Inseln eingebürgert.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen bis absonnigen/halbschattigen Standort (= "Halblichtpflanze") auf frischen bis trockeneren Böden. Das Substrat soll durchlässig, trocken und nährstoffarm sein (lehmig-kiesiger Sand, Kies oder Schotter), und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis -18°C (WHZ 7).
Bei der Topfkultur empfiehlt sich lehmige Topferde mit beigemischtem Kies. Im Sommer stehen die Pflanzen am besten bei guter Belüftung.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber

  • Freiflächen
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)
  • Steinanlagen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Als "Tripmadam" eine alte heimische Würzpflanze. Die jungen Triebspitzen, mit frischem und leicht säuerlichen Geschmack, werden gelegentlich noch als Küchenkraut verwendet, ebenfalls bei der Herstellung von Kräuteressig.

Interessant durch ihren zierlichen Habitus und das wintergrüne Laub. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 20 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 5 bis 10 Stück zur Geltung. Ein wüchsiger Bodenbedecker, für Gröllflächen, Steingärten, Dachbegrünung, Trockenmauern und Mauerkronen. Auch zur Trogbepflanzung, für Bauerngärten und gemischte Rabatten, zur Grabbepflanzung sowie als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Bei richtiger Standortwahl ist kaum bis keine Pflege notwendig.

  • Für kräftiges Wachstum bei Trog- oder Topfbepflanzung monatlich während des Wachstums Volldüngerlösung in halber Konzentration geben.
  • Im Sommer mäßig gießen, im Winter wenig gießen.

Vermehrung

  • Aussaat
  • Bei Sorten: Stecklinge oder Teilung

Unterarten, Sorten

Zur Sedum rupestre agg. (= Artengruppe Felsen-Fetthenne) werden ebenfalls gezählt: [4]

  • Sedum montanum
  • Sedum forsterianum - Zierliche Felsen-Fetthenne
  • Sedum reflexum L., Sedum rupestre subsp. reflexum
  • Sedum thartii

Sorten hieraus:

Giftigkeit

Obwohl nicht giftig, kann der Verzehr von großen Mengen der Pflanze Magen-Probleme verursachen.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Treten nur auf bei ungeeigneten Standort (Nässe).

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Einzelnachweise

  1. Jelitto/Schacht/Simon, DIE FREILAND-SCHMUCKSTAUDEN, 2002 - Verlag Eugen Ulmer, Seite 485. ISBN 3-8001-3265-6
  2. http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/felsenfetthenne Beschreibung der Art bei "Naturegate II" (Finnland)]
  3. http://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5429 bei FloraWeb
  4. http://www.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=5429 "Artengruppe Felsen-Fetthenne"

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