Primula malacoides

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Primula malacoides Franch.

Primulaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   8

Bodenfeuchte: feucht

Blattstand: rosettig
Blatt: Immergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: stieltellerförmig
Frucht: keine Angabe

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Köpfchen

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Primulanae
Ordo:
Primulales

Primula malacoides, umgangssprachlich Braut-Primel, Flieder-Primel, ist eine Staude.

Namensherkunft

Primula malacoides wurde 1886 von Adrien René Franchet beschrieben und benannt.

Taxonomie

Primula malacoides ist eine Art aus der Gattung Primula, die circa 364 bis 916 Arten umfasst und zur Familie der Primulaceae (Primelgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Primula veris.

Merkmale

Wuchs

Die Stauden werden 30 bis 45 Zentimeter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 10 bis 30 Zentimeter.

Blätter

Primula malacoides ist immergrün. Die einfachen, mittelgrünen Blätter sind in Rosetten angeordnet. Sie sind eiförmig, gekerbt und gestielt. Die Blätter haben eine filzige Oberfläche.

Blüten und Früchte

Von Januar bis März trägt Primula malacoides rosafarbene stieltellerförmige Blüten die in Köpfchen angeordnet sind.


Wurzelsystem

Verbreitung

Primula malacoides stammt aus Yunnan. Die Pflanzen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten Böden. Sie vertragen Temperaturen bis -12°C (WHZ 8). Je kühler der Winterstandort desto länger blühen die Pflanzen. Bei der Topfkultur empfiehlt sich kalkfreie Topferde mit beigemischtem grobem Sand und Lauberde.

Im Sommer stehen die Pflanzen am besten vor direktem Sonnenlicht geschützt. Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: Staunässe

Verwendung

Die Stauden eignen sich zur Kultur im Kalthaus. Geeignet als Kübelpflanze und als Zimmerpflanze.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Für gesundes Wachstum monatlich während des Wachstums Volldüngerlösung geben.
  • Im Sommer reichlich gießen, im Winter mäßig gießen.
  • Die Temperatur sollte im Sommer bei 16°C, im Winter bei 5 bis 10°C liegen.

Vermehrung durch Aussaat bei Samenreife oder durch Teilung im Spätsommer.

Sorten

Giftigkeit

Die Blätter können bei Kontakt zu Hautreizungen führen

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Deformierte und verfärbte Blüten und Blätter deuten auf eine Viruserkrankung hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Desweiteren sollte die Ausbreitung durch Insekten verhindert werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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