Fritillaria meleagris

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Fritillaria meleagris L.

Liliaceae

Lebensform: Zwiebel- oder<br> Knollenpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Halbschatten   4

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: glockenf&ouml;rmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

59C / 7b1535 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: h&auml;ngend

Wuchsform: aufrecht

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Liliales

Die Schachbrettblume, Fritillaria meleagris, auch Gewöhnliche Schachblume, Kiebitzei genannt, gehört zu den Zwiebel- und Knollenpflanzen.

Namensherkunft

Fritillaria meleagris wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.
Die Artbezeichung meléagris bedeutet: "Perlhuhn-fleckig".

Taxonomie

Fritillaria meleagris ist die Typus-Art der Gattung Fritillaria, die circa 156 bis 171 Arten umfasst und zur Familie der Liliaceae (Liliengewächse) gehört.

Merkmale

Fritillaria meleagris - Habitus
Fritillaria meleagris - Blüte
Fritillaria meleagris - Früchte
Fritillaria meleagris - Samen
Reichliche Vermehrung
bei ungestörter Entwicklung in wiesenähnlicher Pflanzung

Wuchs

Mit Beginn des zeitigen Frühjahrs treiben die Pflanzen aus einer kleinen Zwiebel mit bis zu 2 cm Durchmesser. Sie wachsen mit schlanken, wenig beblätterten, meist rötlichbraunen Stängeln locker aufrecht bis bogig und werden bis 30 cm hoch. Mit der Zeit bilden sie lockere Horste.

Blätter

Die sommergrünen Blätter sind graugrün und wechselständig, sitzend angeordnet. Sie sind lineal-lanzettlich, ganzrandig, parallelnervig und haben eine kahle Oberfläche.

Blüten und Früchte

Von April bis Mai trägt Fritillaria meleagris hängende, glockenförmige, zwittrige Blüten, die jeweils nur wenige Tage lang ansehnlich sind. Die Blüten sind meist rotbraun bis purpurn, aber auch weiß, schachrettartig gemustert. Sie sind ca. 4 cm lang bei 2 cm Durchmesser und sitzen meist einzeln, seltener zu zweit, überhängend an den Enden der Stängel.

Die Pflanzen bilden fachspaltige Kapseln, welche dann aufrecht auf den Stängeln stehen.

Verbreitung

Fritillaria meleagris ist heimisch in Nord- und Mitteleuropa, bis zum Kaukasus und der östlichen Ukraine. Sie wachsen in lichten Auenwäldern und auf sumpfigen, auch teilweise überfluteten Wiesen. Die Pflanzen sind an ihren Ursprungsstandorten stark gefährdet und nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten, zeitweilig auch nassen Böden. Das Substrat sollte gut durchlässig, sandig-humos bis anmoorig und schwach sauer bis neutral sein, (pH-Wert zwischen 4 und 7). Die Pflanzen sind kalkmeidend; sie vertragen Temperaturen bis -35°C (WHZ 4).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen: frischer bis feuchter Boden
  • Gehölzrand: feuchter, meist humoser Boden
  • Wasserrand: Sumpfbereich

Verwendung

Das "Kiebitzei" ist eine zierliche, interessante Pflanze im feuchten Steingarten, am Teich- und Bachrand, im Schattenbereich von Mauern oder Gehölzen, auch in Feuchtwiesen und wiesenähnlichen Pflanzungen; bedingt geeignet als Schnittblume. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 15 Zentimetern, am besten kommen die Pflanzen in Gruppen von 5 bis 10 Stück zur Geltung.

Pflege und Vermehrung

  • Pflanzzeit ist Oktober bis November; 10 Zentimeter tief pflanzen.
  • Die Pflanzen sollten möglichst nicht verpflanzt werden.
  • Bei Wiesen-Standort: Erstes Mähen erst nach der Samenreife!

Vermehrung durch Aussaat: Die Art samt sich an günstigen Standorten selbst aus. Sonst durch Brutzwiebeln.

Sorten

Giftigkeit

Fritillaria meleagris ist giftig, insbesondere die Zwiebel.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)


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Blume des Jahres in Deutschland HP Blatt grün 05-05-72 graphic file 1KB.gif

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