Helianthus annuus

Aus Hortipedia
(Weitergeleitet von Gewöhnliche Sonnenblume)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hortipedia Commons %LABEL_PRINTING QR Code

Helianthus annuus L.

Asteraceae

Lebensform: Ein- oder<br> Zweij&auml;hrige
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: herzf&ouml;rmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Ach&auml;ne

9B / ffcb19 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Asteranae
Ordo:
Asterales

Helianthus annuus, umgangssprachlich Gewöhnliche Sonnenblume, gehört zu den Ein- und Zweijährigen.

Namensherkunft

Helianthus annuus wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Helianthus annuus ist die Typus-Art der Gattung Helianthus, die circa 74 bis 208 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört.

Merkmale

Helianthus annuus - Habitus
Helianthus annuus - Knospen
Das Gesicht zur Sonne gewandt
Detail vom Blütenstand
Beginn der Ernte durch die Vögel

Wuchs

Die Sonnenblume ist eine einjährige krautige Pflanze. Die schnellwüchsigen und kurzlebigen Pflanzen werden, je nach Standort und Sorte, zwischen 40 cm und bis zu etwa 3 m hoch. Sie haben einen aufrechten Wuchs und sind meistens unverzweigt, d.h sie bilden nur eine Sprossachse aus. Sie bilden keine Knollen, ihre kräftigen, markhaltigen Stängel sind rauhaarig.

Blätter

Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind herzförmig und gezähnt, gestielt und netznervig. Die Belaubung ist locker.

Blüten und Früchte

Ihre Scheinblüten, nickenden Blütenkörbe mit einen Durchmesser von 10 bis zu 60 Zentimetern, sind große „Körbchenblumen“, die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Sonnenblumen bilden gewöhnlich pro Pflanze nur einen einzigen Blütenkorb aus; es gibt jedoch auch Sorten, die sich verzweigen und mehrere Körbe bilden. Die Blüten sind vormännlich. Die meist gelben zungenförmigen sterilen Randblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang; sie haben eine hohe UV-Reflexion. Die Scheibenblüten (auch Röhrenblüten) sind zwittrig und braun. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. - Die Eigenart der Pflanze, ihr "Gesicht" immer der Sonne zuzuwenden, nennt man Heliotropismus.

Von Sommer bis Herbst zieren die Körbe durch ihre zahlreichen Schließfrüchte (Achänen) mit lederartiger Schale, die sehr bald von Vögeln als Futter entdeckt und geplündert werden.

Wurzelsystem

Die Pflanzen wurzeln bis zu 2 m tief, mit einer Pfahlwurzel mit vielen oberflächennahen Faserwurzeln; sie sind empfindlich gegen Bodenverdichtungen.

Verbreitung

Helianthus annuus ist ursprünglich beheimatet in Mexiko und Zentralamerika.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen bis frischen Böden, am besten sind Weinbaulagen; kalte und schwere Böden sind ungeeignet. Am besten geeignet für den Anbau sind tiefgründige, mittelschwere, gut durchlüftete, rasch erwärmbare Böden mit leicht saurer bis neutraler Reaktion (Optimaler pH-Wert: 6 - 7.5); bei günstiger Verteilung der Niederschläge auch geeignet sind leichte und humusarme Böden, sowie gut drainierte Tonböden.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • mittlere Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden

Verwendung

Die Einjährige Sonnenblume wird in größeren Mengen als Ölpflanze kultiviert, um aus den ölhaltigen Kernen das "Sonnenblumenöl" zu gewinnen.
Geeignet für Bauerngärten als Solitärpflanze, außerdem geeignet als Bienenweide; der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 60 bis 90 Zentimetern.
Zur Verwendung als Topf-, Kübel-, Beet- und Balkonpflanzen gibt es viele kleine Sorten. Speziell für den Anbau zur Schnittblumengewinnung (von Juli bis Oktober) gezüchtete Sorten produzieren keinen Pollen.

Pflege und Vermehrung

Die Pflanzen haben, entsprechend ihrer großen Wuchsleistung, einen hohen Nährstoffbedarf, sind daher stets reichlich mit Nährstoffen zu versorgen.

Vermehrung durch Aussaat ab April direkt ins Freiland an Ort und Stelle. Alternativ: Aussaat im Kalthaus in Töpfen, dann Jungpflanzen auspflanzen, wenn keine Gefahr von Nachtfrösten mehr besteht. Spätfröste im Frühjahr bis - 5° C werden vertragen. - Bei der Topfkultur wird die Direktsaat in den Endtopf empfohlen.

Sorten

Es gibt eine Unmenge von Sorten, vom bis über 4 Meter groß werdenden 'King Kong' - bis zum 30-40 cm klein bleibenden 'Teddybär' (Beispiele) ist alles zu finden.
Hier einige Beispiele:

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Non-commercial Links

Das könnte Sie auch interessieren

Commercial Links