Luzula sylvatica

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Luzula sylvatica (Huds.) Gaudin

Juncaceae

Lebensform: Gras
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   6

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Wintergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>sechsz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

165B / 92481f 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Commelinidae
Superordo:
Juncanae
Ordo:
Juncales


Luzula sylvatica, die Waldmarbel, auch Wald-Hainsimse oder Große Hainsimse genannt, ist eine grasartige Staude mit horstigem Wuchs. Sie ist eine Pflanze frischer Laub- und Nadelwälder und feuchter Wiesen.

Namensherkunft

Luzula sylvatica wurde bereits von William Hudson beschrieben und benannt, aber erst 1811 von Jean François Gaudin in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Die Wald-Hainsimse ist eine Art aus der Gattung Luzula, die circa 171 bis 175 Arten umfasst und zur Familie der Juncaceae (Binsengewächse) gehört.


Merkmale

Luzula sylvatica - Wuchs
Luzula sylvatica - Blüte
Luzula sylvatica - Blüte
Schattiger Standort

Wuchs

Die Wald-Marbel wächst locker horstig und bildet kurze Ausläufer, mit denen sie mehr oder weniger bodenbedeckende Matten bildet. Das Laub der Pflanze wird 20 bis 30 cm, die Blütenstände bis 80 cm hoch.

Blätter

Luzula sylvatica ist wintergrün; ihre starren, breit linealischen, am Rand langhaarig bewimperten Grundblätter werden bis zu 2 cm breit und sind sind im Austrieb hellgrün, später glänzend dunkelgrün.

Blüten und Früchte

Die Blüten stehen in locker doldentraubigen Spirren, auf aufrecht stehenden beblätterten und bewimperten Stängeln. Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni. Die Blüten werden drei bis vier Millimeter lang und stehen zu drei bis vier gebüschelt. Die Perigonblätter sind braun bis dunkelbraun mit weißem Hautrand und lanzettlich fein zugespitzt. Die Griffel tragen drei lange helle Narben.

Die Früchte sind dreisamige Kapseln, die Samen tragen Anhängsel (Elaiosomen), mit deren Hilfe sie von Ameisen verbreitet werden.

Verbreitung

Luzula sylvatica kommt in ganz Europa vor, überwiegend in Süd-, West- und Mitteleuropa, der Türkei und dem Kaukasus. Hier wächst sie in Laub- und Nadelwäldern sowie auch in lockeren Gras- und Stauden-Freiflächen.

Standort

Die Wald-Hainsimse bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (WHZ 6a). Sie wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in feuchten (auch kurzzeitig überfluteten) und humosen Substraten wohl. Kalkhaltige Böden werden gemieden. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 4 und 7,5 aufweisen. Je zuverlässiger die Bodenfeuchte desto sonniger kann der Standort sein.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Verwendung

Mit Geranium

Geeignet zur Unterpflanzung von Bäumen und als Bodendecker für feucht-nasse und schattige Standorte in Beeten oder unter Gehölzen. Die Waldmarbel verträgt auch tiefen Schatten und Wurzelkonkurrenz. An vor morgentlicher Wintersonne und vor trockenen Winden geschützten Standorten ist die Art sicher immergrün. Pflanz-Partner sind z.B. diverse Farne, verschiedene Euphorbia, Hosta und andere Halbschatten- und Schattenstauden wie Vinca minor, Galium odoratum oder Aruncus vulgaris.

Die Gräser können in kleinen Gruppen von 3 bis 10 Pflanzen aber auch in größeren Gruppen oder flächig mit über 20 Exemplaren gepflanzt werden. Der Pflanzabstand liegt bei ca. 35 cm, man sollte also mit etwa 8 Pflanzen pro Quadratmeter rechnen. Geeignet für Beete und Rabatten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Bodendecker, Hangbepflanzung und als Schnittblumen.

Pflege und Vermehrung

Im Frühjahr kann man die alten und abgestorbene Blätter zurückschneiden.

Vermehrung durch Aussaat im Frühjahr oder im Herbst sowie durch Teilung im Frühjahr oder Frühsommer bis zum Herbst.

Varietäten, Sorten

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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es:Luzula sylvatica

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