Corydalis solida

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Corydalis solida (L.) Clairv.

Fumariaceae

Lebensform: Zwiebel- oder<br> Knollenpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   6

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandig-kiesig

Blattstand: wechselst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: eif&ouml;rmig

Blattgliederung: dreiz&auml;hlig

Bl&uuml;tenform: r&ouml;hrenf&ouml;rmig
Frucht: Schote

75D / cfb0e0 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: nickend

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Papaverales

Corydalis solida, umgangsprachlich Gefingerter Lerchensporn, ist eine ausdauernde Knollenpflanze.

Namensherkunft

Corydalis solida wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst 1811 von Joseph Philippe de Clairville in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Der Gefingerte Lerchensporn ist eine Art aus der Gattung Corydalis, die circa 640 bis 698 Arten umfasst und zur Familie der Fumariaceae (Erdrauchgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Corydalis bulbosa.


Merkmale

Corydalis solida - Wuchs
Corydalis solida - Blüten
Corydalis solida - Bestäubung
Corydalis solida - Blüten

Wuchs

Die Pflanzen werden bis zu 25 Zentimeter hoch und haben einen horstigen Wuchs. Die einzelnen Stengel sind unverzweigt. Bis zum Erreichen der endgültigen Wuchshöhe und auch bis zur ersten Blüte vergehen meist zwei bis fünf Jahre.

Blätter

Die blaugrünen Blätter von Corydalis solida sind dreizählig gefiedert und wechselständig angeordnet. Die Fiederblättchen sind eiförmig bis verkehrt eiförmig und fiederteilig.

Blüten und Früchte

Die röhrenförmigen Blüten sind hellviolett oder hellblau, selten auch weiß. Sie erscheinen von März bis Mai und entfalten in der Sonne einen intensiven Duft. Die zygomorphen Blüten bestehen aus vier Blütenblättern, von denen eines zu einem langen Sporn umgewandelt ist. Sie sind in Trauben angeordnet. Corydalis solida hat zwittrige Blüten, die von Insekten (hauptsächlich Bienen) bestäubt werden.

Die Schoten reifen im Mai und Juni. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet. Hierfür haben die Samen ein Anhängsel das den Ameisen als Nahrung dient.

Wurzelsystem

Die Knollen sind braun und fest, daher wahrscheinlich auch das Artiepithet solida.

Verbreitung

Corydalis solida stammt aus Nord- und Mitteleuropa sowie aus dem westlichen Asien. Man findet ihn vor allem in lichten Laubwäldern, an Waldrändern und in Gebüschen.

Standort

Der Gefingerte Lerchensporn bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (Winterhärtezone 6a). Er wächst auf sandig-kiesigen Böden, bevorzugt humuse Böden, und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Im Gegensatz zu Corydalis cava mag er keine kalkhaltigen Böden.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)

Verwendung

Geeignet für Stein-, Wild- und Bauerngärten sowie in Rabatten. Geeignet als Bienenweide. Unter Rosen und Sträuchern ergibt sich ebenfalls ein schöner Effekt. Die Art kann sich durch Massenversamung auch auf schwierigen Flächen unter und zwischen Gehölzen ausbreiten, indbesondere in feuchten Humusböden. Gute Partner sind hier beispielsweise Sorten von Dicentra eximia und Aquilegia vulgaris.

Pflege und Vermehrung

Die Knollen werden um das zwei- bis dreifache ihrer Größe in den Boden gesetzt. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 20 Zentimetern, am besten kommen die Pflanzen in Gruppen von 5 bis 15 Stück zur Geltung. Wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist können die Blütenstiele direkt nach der Blüte an der Basis abgeschnitten werden. Die Blätter sollten erst entfernt werden wenn sie volkommen vergilbt sind, da die Pflanzen hier die Nährstoffe für die nächste Blüte produzieren.

Vermehrung durch Aussaat bei Samenreife. Ausgetrocknete Samen keimen nur noch selten. Außerdem können die Knollen im Herbst geteilt werden.

Sorten

Es sind eine Reihe von Sorten im Handel, mit Blütenfarben von reinweiß über violettblau bis leuchtend rot, sowie mit verschiedenen Wuchshöhen.

Giftigkeit

Corydalis solida ist in allen Teilen, aber ganz besonders in der Knolle giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

- Krankheiten sind in der Regel auf Standort-Probleme zurückzuführen, z.B. auf Nässe, aber auch extreme Trockenheit:

  • Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.
  • Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.
  • Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin (Ursache = meist Trockenheit). Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.
  • Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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