Hortipedia:Wie schreibe ich gute Artikel

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Einen guten Artikel zu schreiben ist nicht so schwer wie man glaubt. Mit den folgenden Hinweisen klappt es noch besser, und die Texte werden für alle gut verständlich. Wenn der eigene Artikel von einem anderen Benutzer stilistisch oder grammatikalisch überarbeitet wird, sollte man das nicht persönlich nehmen. Oft sieht man seine eigenen Fehler nicht, und letztendlich sind alle Hortipedianer daran interessiert, die Hortipedia besser zu machen.

Grundsätzliches

Richtigkeit

Die Hortipedia möchte dem Benutzer Wissen vermitteln, nicht Vermutungen oder persönliche Ansichten. Deshalb ist es wichtig, Aussagen durch Belege zu untermauern, die nachvollziehbar sind. Anerkannte Belege sind beispielsweise wissenschaftliche Veröffentlichungen oder Fachbücher. Da auch immer häufiger Quellen aus dem Internet genutzt werden, kann man ganz allgemein sagen: der Verfasser des zitierten Belegs sollte fachkundig sein. Um einen guten und richtigen Artikel zu schreiben, sollte man sich an Themen halten, mit denen man sich auskennt.

Verständlichkeit

Die meisten Leser der Hortipedia sind interessierte Laien. Deshalb sollte immer darauf geachtet werden, dass ein Artikel allgemein verständlich ist. Bei komplizierten Themen sollte man

  • das Thema in der Einleitung kurz und für einen Laien verständlich einordnen
  • einfache Aspekte am Anfang, schwierigere am Ende des Artikels behandeln

Grundsätzlich gilt: ein Thema sollte in angemessener Tiefe behandelt werden, dabei aber immer so verständlich wie möglich!

Relevanz

Bevor man einen neuen Artikel anlegt, sollte man erst herausfindne, ob in der Hortipedia schon eine Seite zu diesem Thema existiert. Dies geht am besten über die Artikelsuche. Vor dem Anlegen eines neuen Artikels sollte man sich die Frage stellen, ob er für die Hortipedia relevant ist. Bei nicht relevanten Themen kann es schnell zu einer Löschung der Seite kommen, und dann ist die Frustration unter Umständen gross.

Aufbau

Hier geht es um den inhaltlichen Aufbau eines Artikels. Für verschiedene Arten von Artikeln (z.B. über Pflanzen, Personen, etc.) gibt es Vorlagen und Checklisten auf Hortipedia:Regeln für Artikel. Für Hinweise zur Formatierung siehe Hortipedia:Formatierung und Kategorie:Kopiervorlagen.

Einleitung

Die Einleitung ist die Eingangstür zu einem Artikel und sollte deshalb des Gegenstand des Artikels kurz und allgemein verständlich in einen sachlichen Zusammenhang einordnen.

  • Der Titel des Beitrags wird im ersten Satz in Fettschrift wiederholt. Beispiel:
Carl von Linné (vor der Erhebung in den Adelsstand Carl Nilsson Linnæus; * 23. Mai 1707 in Råshult bei Älmhult; † 10. Januar 1778 in Uppsala) war ein schwedischer Naturwissenschaftler, der mit der binominalen Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf.
  • Unmittelbar darauf sollte eine kurze Einleitung mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Artikelinhalts folgen, die dem Leser einen kurzen Überblick über das Thema ermöglicht.
  • Kurze, einfache und aussagekräftige Formulierungen sind besser als lange oder geschachtelte Erklärungen. So kann der Leser sie auf einen Blick erfassen.

Überschriften/Absätze

  • Überschriften dienen zur thematischen Gliederung eines Artikel und sollten deshalb kurz und prägnant sein. Bitte keine ganzen Sätze!
  • Absätze gliedern die Gedanken innerhalb eines Textes. Wenn ein neuer Satz einen neuen Gedanken formuliert, den alten aber nicht weiterführt, fügt man einen Absatz ein.

Länge

  • ein Artikel sollte das Thema in einer angemessenen Länge behandeln. Wird er zu lang oder zu detailliert sollte man darüber nachdenken, gewisse Teile in einen weiterführenden Artikel auszulagern und sie lediglich in einer knappen Zusammenfassung zu erwähnen und dann auf den detaillierteren Artikel zu verlinken.

Literaturhinweise

  • möglichst aktuelle und vollständige Literaturangaben sind wichtig, damit der Leser das Geschriebene nachvollziehen kann. Hierfür werden Autor, Titel, etc. angegeben (siehe auch Hortipedia:Regeln für Quellenangaben und Hilfe:Quellenangaben).
  • wenige Standardwerke reichen normalerweise aus, bei längeren Literaturlisten sollte dem Leser die Orientierung durch ein paar Kommentare erleichtert werden.
  • Einzelnachweise werden durch Fußnoten im Text markiert. Beispiel:
"...Selbst Johann Wolfgang von Goethe, der bekannte, „dass nach Shakespeare und Spinoza auf mich die größte Wirkung von Linné ausgegangen [ist], und zwar gerade durch den Widerstreit, zu welchem er mich aufforderte“[1] urteilte:..."
Die Auflösung der Fußnote erscheint am Ende des Artikels:
  1. Johann Wolfgang von Goethe: Geschichte meines botanischen Studiums 1817
  • Üblicherweise werden die Literaturhinweise am Ende eines Artikel nach 'Siehe auch' aber vor den 'Non-commercial Links' angegeben. Sie werden unter der Überschrift 'Literatur' bzw. 'Einzelnachweise' aufgelistet. Werden in einem Artikel beide verwendet, werden sie unter der Überschrift Belege zusammengefasst.
Siehe auch
Belege
Literatur
Einzelnachweise
Non-commercial Links

Illustrationen

  • Bilder sollten dazu verwendet werden, einen Text besser verständlich zu machen. Reine Zierelemente sind in der Hortipedia nicht erwünscht.
  • Illustrationen sollten mit einer Beschreibung versehen werden (wie z.B. Titel, Maler, Entstehungsjahr), damit man nicht erst auf die Bildbeschreibungsseite gehen muss.

Links

  • Hortipedia-interne Links dienen der Verständlichkeit eines Artikels und werden vorzugsweise direkt im Fließtext verlinkt. Sie sind eine gute Möglichkeit, um auf verwandte Themen mit weiterführenden Informationen innerhalb der Hortipedia zu verweisen.
  • die „Weblinks“ am Ende eines Artikels sind eine Auswahl externer Links mit weiterführenden Informationen.

Stil

Sprache

  • Artikel sollten in Schriftsprache verfasst werden, nicht in Umgangssprache. So ist beispielsweise der stilistisch korrekte Ausdruck „wegen des Baumschnittes“ der oft verwendeten Formulierung „wegen dem Baumschnitt“ vorzuziehen.
  • Ausdrücke aus Dialekten gehören nicht in die Hortipedia, da die meisten Leser sie nicht verstehen würden.
  • ein sachlicher Schreibstil ist gut für die Lesbarkeit, deshalb bitte keine ironischen oder flapsigen Bemerkungen, Kraftausdrücke oder Slang
  • kein Vortrags-Stil: Formulierungen wie „bleibt zu erwähnen, dass...“ oder „sollte betont werden, dass...“ sind nichts für einen Enzyklopädie-Artikel.
  • Wenn Redewendungen verwendet werden, sollten sie korrekt wiedergegeben werden. Also nicht „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans im Leben nicht mehr“ sondern „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“
  • Überfülle im Ausdruck vermeiden: optimal kann nicht mehr gesteigert werden, daher ist „am optimalsten“ schlechtes Deutsch; ein Rappe ist immer schwarz, deshalb schreibt man nicht „schwarzer Rappe“.

Wortwahl

  • Fachausdrücke, die nicht allgemein bekannt sind, sollten möglichst sparsam eingesetzt werden. Lässt sich ein Fachausdruck nicht vermeiden, sollte man ihn erklären oder verlinken. Fachausdrücke, für die es keine allgemein anerkannte deutsche Übersetzung gibt, sollte man nicht auf Brechen und Biegen eindeutschen.
  • blasse Verben wie „sein“, „haben“ oder „können“ lassen sich manchmal nicht vermeiden. Man sollte beim Schreiben aber überlegen, ob es im großen Wortschatz der deutschen Sprache nicht vielleicht ein weniger farbloses Verb gibt, das man verwenden kann. „Die Blüten der Hundsrose sind rosa“ kann man ersetzen durch „Die Hundsrose blüht rosa“. „Der Sommerschnitt bei Rosen erfolgt zur Förderung des Wachstums“ klingt nicht so gut wie „Durch den Sommerschnitt wird das Wachstum der Rosen gefördert“
  • Worte, die man ohne Änderung der Aussage weglassen kann, sollte man auch weglassen. „So bleiben die Texte in der Hortipedia sachlich, neutral und gut lesbar.“ wird zu „So bleiben die Texte sachlich,...“
  • Fremdwörter, für die es ein allgemein verwendetes deutsches Wort gibt, sollten nicht eingesetzt werden. Statt „kollaborieren“ also bitte „zusammenarbeiten“ verwenden.

Satzkonstruktion

  • ganze Sätze machen eine Artikel verständlich und gut lesbar. Sie sollten möglichst kurz sein und natürlich auch eine Aussage enthalten.
  • sein und haben sollten vermieden werden, wenn sich die Aussage auch im vorhergehenden oder anschließenden Satz unterbringen lässt. „Die Hundsrose blüht von Juni bis Juli. Ihre Blüten sind rosa.“ liest sich nicht so gut wie „Von Juni bis Juli trägt die Hundsrose rosafarbene Blüten.“
  • überladene Sätze vermeiden: „Ende 1741 wurde Linné Professor an der Universität Uppsala und neun Jahre später deren Rektor, wo er seine Anstrengungen weiterführte, alle bekannten Mineralien, Pflanzen und Tiere zu beschreiben und zu ordnen.“ bringt zu viele Informationen in einem Satz. Statt dessen lieber schreiben: „Ende 1741 wurde Linné Professor an der Universität Uppsala und neun Jahre später deren Rektor. Hier führte er seine Anstrengungen weiter,...“
  • verschachtelte Satzkonstruktionen sind meist schwer verständlich und sollten vermieden werden. „In Uppsala führte er seine Anstrengungen, alle bekannten Mineralien, Pflanzen und Tiere zu beschreiben und zu ordnen, weiter.“ ist nicht so gut lesbar wie „In Uppsala führte er seine Anstrengungen weiter, alle bekannten...“
  • Verben nach vorne, um das Lesen leichter zu machen: „Beim Speichern des Beitrags werden die Tilden durch den Benutzernamen und die Zeit, zu der der Beitrag abgeschickt wurde, ersetzt.“ Angenehmer ist: „Beim Speichern des Beitrags ersetzt die Wiki-Software die Tilden durch den Benutzernamen und den Zeitpunkt, zu dem der Beitrag abgeschickt wurde.“

Abkürzungen

Der Name eines Artikel ist grundsätzlich keine Abkürzung, sondern der ausgeschriebene Ausdruck (für gängige Abkürzungen, die möglicherweise als Suchwort eingegeben werden, gibt es die Weiterleitung).

  • Gibt es eine offizielle oder allgemein genutzte Abkürzung, sollte diese in der Einleitung in Klammern nach dem ausgeschriebenen Ausdruck stehen, z.B. ‚‘‘‘Bund Deutscher Landschaftsarchitekten‘‘‘ (BDLA). Im weiteren Text muss man sich dann entscheiden, ob der komplette Ausdruck oder die Abkürzung gängiger ist.
  • im Fließtext kann man auch eine leicht verständliche Kurzform wählen, z.B. „Sichtungsgarten“ anstatt „Staudensichtungsgarten Weihenstephan“
  • Einheiten sollten im Fließtext aus stilistischen Gründen ausgeschrieben werden, also „zwölf Tonnen“ anstatt „12 t“

Listen

Artikel in der Hortipedia sollen keine reine Datensammlung sein, sondern vielmehr Wissen vermitteln und Zusammenhänge erläutern. Listen und Tabellen sind dann sinnvoll, wenn Informationen im Fließtext nur schwer lesbar dargestellt werden können oder eine umfassende Aufstellung erfolgt, z.B. bei einer Auflistung der Nennweite von Rohren in Millimetern und DN (Diameter Nominal).

Zeitangaben

  • Zeitangaben sollten absolut sein. Die Aussage „vor zehn Jahren“ ist ein Jahr später nicht mehr korrekt, also lieber „1999“ schreiben.
  • Nimmt man in einem Text Bezug auf ein Datum in einem vorherigen Abschnitt kann es sinnvoll sein, dieser Aussage ebenfalls ein konkretes Datum hinzuzufügen. „Neun Jahre später, 1750, wurde er deren Rektor.“
  • Sachverhalte in der Vergangenheit sollten auch so dargestellt werden: „Ende 1741 wurde Linné Professor an der Universität Uppsala“ anstatt „Ende 1741 wird Linné Professor an der Universität Uppsala“

Typografie

  • hier gilt generell: Weniger ist mehr! Zuviel Typographie macht einen Text unleserlich.
  • ein Ausdruck sollte nie mehr als eine Auszeichnung haben, also nicht Anführungszeichen und fett und kursiv
  • fett sollten in der Regel nur das Stichwort und etwaige Abwandlungen erscheinen, z.B. „Die Hunds-Rose (Rosa canina), vielfach auch Hundsrose, ist die mit Abstand häufigste wild wachsende Rosenart in Mitteleuropa. Sie wird auch Hagrose oder Heckenrose genannt.“
  • für Anführungszeichen und das Kursivsetzen gibt es keine anerkannte Praxis, man sollte aber zumindest darauf achten, dass es innerhalb eines Artikels einheitlich verwendet wird.