Iris sibirica

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Iris sibirica L.

Iridaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: grundständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eilanzettlich

Blattgliederung: einfach

Blütenform: irisartig
Frucht: wandspaltige Kapsel

VI

93D / 6b5ebc 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: einfach
Blütenhabitus: aufrecht

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Iridales

Iris sibirica, umgangssprachlich Wiesen-Schwertlilie, Sibirische Schwertlilie, ist eine sehr ausdauernde Staude für nicht zu trockene und leicht saure Standorte.

Namensherkunft

Iris sibirica wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Iris sibirica ist eine Art aus der Gattung Iris, die circa 310 bis 378 Arten umfasst und zur Familie der Iridaceae (Schwertliliengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Iris x germanica.

Merkmale

Iris sibirica - Blüten

Wuchs

Die Stauden haben einen horstigen, grasartigen Wuchs mit wenig verzweigten Stängeln und werden 60 bis 100 Zentimeter hoch.

Blätter

Iris sibirica ist sommergrün. Ihre schilfartigen, parallelnervigen, leicht bläulich grünen Blätter sind grundständig.

Blüten und Früchte

Auf ungleich langen, hohlen Stängeln trägt Iris sibirica im Juni aufrechte, blauviolette, typische Iris-Blüten. Diese haben kurze, aufgerichtete, elliptische Domblätter und blauviolette, fallende Hängeblätter.

Die Stauden bilden wandspaltige Kapseln.

Wurzelsystem

Verbreitung

Der Artname ist irreführend: Iris sibirica stammt aus Zentraleuropa, Osteuropa und der Türkei. Hier ist sie zu finden auf feuchten Wiesen und Senken, in Niedermooren, an Teichufern und Gräben.
Die Pflanzen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten Böden; auch ein niedriger Wasserstand wird vertragen. Das Substrat sollte lehmig oder sandig-lehmig sein und eine leicht saure Reaktion aufweisen. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis -18°C (WHZ 7).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen

Verwendung

Iris sibirica ist wegen ihrer weiten Standortamplitude als Gartenpflanze vielseitig zu gebrauchen. Sie passt in jede Staudenrabatte, ist z.B. als Begleiter zu Rosen einsetzbar, außerdem hervorragend geeignet als Schnittblume. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 50 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 10 Stück zur Geltung. Gute Partner können sein: Trollius, Lysimachia clethroides, Lythrum salicaria, Ligularia, Hemerocallis.

Die Wildform sowie alte Sorten der "Wiesen-Iris" können vorzugsweise extensiv, in naturnaher Pflanzung in Wiesen und in Wassernähe, eingesetzt werden. Außerhalb der Blütezeit wirken die Blatthorste wie eine Art Schilf, geschmückt mit attraktiven Samenständen.
Die vielen neueren Züchtungen haben höhere Ansprüche, und sie passen mit ihren tollen Farbvarianten ohnehin besser in die Staudenrabatte.

Pflege und Vermehrung

  • Laub darf im Sommer nicht abgeschnitten (gemäht) werden!
  • Im Beet: Für eine reichere Blüte alle paar Jahre aufnehmen und teilen.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Teilung.

Sorten

Bei modernen Sorten stehen die "Hängeblätter" mehr waagerecht; es gibt eine schier unerschöpfliche Auswahl an Farbspielen.
Eine kleine Auswahl:

Krankheiten und Schädlinge

Bei heißer und trockener Witterung können I. sibirica und ihre Sorten von Blattläusen stark befallen und geschädigt werden. Achte auf Verwendung in Wassernähe!

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)


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