Pyrus communis

Aus Hortipedia
(Weitergeleitet von Kultur-Birne)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hortipedia Commons %LABEL_PRINTING QR Code

Pyrus communis L.

Rosaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Sammelbalgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Schirmtraube

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breit kegelf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Pyrus communis, umgangssprachlich Garten-Birnbaum, Kultur-Birne, ist ein Baum.

Namensherkunft

Pyrus communis wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Pyrus communis ist die Typus-Art der Gattung Pyrus, die circa 36 bis 124 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.

Merkmale

Pyrus communis - Habitus

Wuchs

Die Bäume sind vergleichsweise schnellwüchsig und kurzlebig. Sie werden 12 bis 15 Meter hoch und haben eine breit kegelförmige Krone. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 3 bis 6 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist abblätternd und grau.

Blätter

Pyrus communis ist sommergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig, fein gesägt und gestielt. Die Belaubung der Pflanzen ist locker, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von April bis Mai ist Pyrus communis sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann weiße radförmig fünfzählige Blüten die in Schirmtrauben angeordnet sind. Die Pflanzen sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Im Sommer tragen die Bäume gelbe Sammelbalgfrüchte die sowohl essbar als auch sehr zierend sind. Der Geschmack der Früchte ist säuerlich.

Wurzelsystem

Verbreitung

Pyrus communis stammt aus : Gartenherkunft.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sowie vergleichsweise nährstoffreich sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 5,2 und 6,7 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 25 Wochen.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Der Zierwert von Pyrus communis entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt und den Duft. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 3,5 bis 4,5 Metern. Geeignet als Alleebaum, Solitär, Bienenweide und als Vogelschutzgehölz. Zur Produktion von Feuerholz sind die Pflanzen nur mäßig gut geeignet.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als relativ pflegeintensiv einzustufen.

Vermehrung durch Aussaat. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Außerdem Vermehrung durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken und welke Blüten deuten auf Anthraknose hin. Dies ist eine Pilzerkrankung die die Pflanze zum Absterben bringt. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Bessere Belüftung und Hygiene wirken vorbeugend.

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Non-commercial Links

Das könnte Sie auch interessieren

Commercial Links