Lantana camara

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Lantana camara L.

Verbenaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   10

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Immergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: stieltellerförmig
Frucht: Steinfrucht

28B / ff7117 

Knospenanordnung: Dolde

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales

Lantana camara, umgangsprachlich Wandelröschen, ist ein Strauch mit meist orange bis gelben Blüten, die sich später rötlich, violett oder auch weiß färben. Da die einzelnen Blüten nacheinander aufblühen, sind die Blütenstände von innen nach außen mehrfarbig.

Namensherkunft

Lantana camara wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Das Wandelröschen ist eine Art aus der Gattung Lantana, die circa 135 bis 153 Arten umfasst und zur Familie der Verbenaceae (Eisenkrautgewächse) gehört.

Merkmale

Lantana camara - Habitus
Lantana camara - Blatt
Lantana camara - Knospen
Lantana camara - verschiedenfarbige Blüten
Lantana camara - Hochstamm

Wuchs

Die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch und 30 bis 90 Zentimeter breit. Sie haben einen buschigen Wuchs, können durch regelmäßigen Schnitt aber auch als Hochstämme gezogen werden. Die Zweige der Art sind mit zurückgebogenen Stacheln besetzt, bei den Sorten fehlen diese meistens.

Blätter

Lantana camara ist immergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind dunkelgrün, eiförmig und haben einen gekerbten Rand. Die Oberfläche ist rau runzelig. Zerreibt man die Blätter, entfalten sie einen aromatischen Duft (siehe Giftigkeit).

Blüten und Früchte

Die stieltellerförmigen Blüten sind orange oder gelb und erscheinen von Juni bis September. Mit dem Aufblühen färben sie sich, je nach Sorte, oft weiß bis leuchtend rot oder auch violett. Die Blüten sind in Dolden angeordnet in denen dann mehrere Farben nebeneinander vorkommen, da die einzelnen Blüten nacheinander aufblühen.

Die Steinfrüchte sind zunächst grün und reifen dunkelviolett.

Verbreitung

Lantana camara stammt aus Mexiko und dem tropischen Amerika. Sie ist in Florida, Texas, auf den Hawaiianischen Inseln sowie in den Tropen eingebürgert. In vielen tropischen Regionen (Indien, Australien, Afrika) gelten die Pflanzen als invasiv.

Standort

Das Wandelröschen bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen nur über 1,2º C (Winterhärtezone 10). Halbschatten und Schatten werden zwar toleriert, in diesem Fall muss man aber auf eine üppige Blüte verzichten. Außerdem kann zu wenig Licht zu vergrößerten Blättern und übermäßigem Wachstum der Triebe führen.

Die Pflanzen wachsen am besten in nährstoffreichen und durchlässigen Böden wie sandigen und steinigen Lehm. Bei der Topfkultur empfiehlt sich eine Mischung aus lehmiger Topferde, die durch Zusatz von Grus, Blähton oder Kies zusätzlich aufgelockert wird. Das Substrat sollte stets gleichmäßig feucht sein, Staunässe muss allerdings vermieden werden.

Verwendung

Geeignet als Zimmerpflanze sowie zur Kultur im temperierten Gewächshaus. Kübelpflanzen können den Sommer im Freien verbringen. Schön auch als einjährige Sommerblume im Freiland; eine ganzjährige Freilandkultur als Mehrjährige ist nur in warmem Klima möglich. Hochstämme, die den Sommer im Freien verbringen, sollten windgeschützt stehen, da sie sonst leicht umkippen können. Die Blüten ziehen Schmetterlinge an.

Pflege und Vermehrung

Während des Wachstums reichlich gießen und zweimal im Monat flüssigen Volldünger geben. Im Winter weniger gießen und an einem hellen, kühlen Ort halten. Im Frühjahr die Pflanzen wärmer stellen, um den Austrieb anzuregen.

Um den Blütenreichtum zu fördern, können die Sträucher im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden. Während des Wachstums können sie jederzeit entspitzt werden, falls neue Triebe die Symmetrie stören. Bei Hochstämmen ist das Entspitzen unerläßlich, um eine dichte Krone zu erhalten. Das Entfernen verwelkter Blüten verlängert die Blütezeit.

Vermehrung durch Aussaat im Frühjahr bei ca. 17°C. Im Sommer können halbharte Stecklinge genommen werden, die in einem beheizten Vermehrungsbeet bewurzelt werden. Sorten werden nur über Stecklinge vermehrt, da sie bei Aussaat nicht sortenrein sind.

Sorten (Auswahl)

Es gibt eine Vielzahl von Sorten, die hauptsächlich nach der Farbe der Blüten selektiert werden. Hier ein Beispiel einer "Farb-Serie":

Lantana camara - Früchte

Giftigkeit

Sämtliche Pflanzenteile, ganz besonders aber die Früchte, sind giftig. Der Verzehr kann Übelkeit, der Kontakt mit dem Laub kann Hautreizungen hervorrufen.

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Krankheiten und Schädlinge

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nützlingen bekämpft werden.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Landtana camara in der Flora of China (engl.)

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