Ligustrum vulgare

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Ligustrum vulgare L.

Oleaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Blütenform: stieltellerförmig
Frucht: Steinfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Oleanae
Ordo:
Oleales

Ligustrum vulgare, umgangssprachlich Gewöhnlicher Liguster, ist ein sommer- oder auch immergrüner Strauch der besonders gut für Heckenpflanzungen geeignet ist.

Namensherkunft

Ligustrum vulgare wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Ligustrum vulgare ist eine Art aus der Gattung Ligustrum, die circa 51 bis 57 Arten umfasst und zur Familie der Oleaceae (Ölbaumgewächse) gehört.

Merkmale

Ligustrum vulgare - Früchte

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Sträucher werden 3 bis 4 Meter hoch, sie haben einen aufrechten Wuchs und bilden mehrere Stämme aus. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 2 bis 7 Meter.

Holz und Rinde

Blätter

Ligustrum vulgare ist sommergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind lanzettlich, ganzrandig und gestielt. Die Belaubung ist dicht.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Juni bis Juli ist Ligustrum vulgare sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann weiße stieltellerförmige Blüten die in Rispen angeordnet sind. Die Pflanzen sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Von Sommer bis Herbst tragen die Sträucher zierende schwarze Steinfrüchte die an der Pflanze verbleiben.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden flache Wurzeln.

Verbreitung

Ligustrum vulgare stammt aus ganz Europa, der Türkei, dem Kaukasus, dem Norden des Irans und Marokko.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig oder sandig-tonig sein und einen pH-Wert zwischen 5 und 7,5 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 5 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 19 Wochen. Die Pflanzen eignen sich für den Uferschutz von Weichholzzonen an breiten Fließgewässern und den Uferschutz von Hartholzzonen an breiten Fließgewässern.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, kalkhaltige Böden
  • mittlere Toleranz: zeitweise trockene Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima, Streusalz

Verwendung

Der Zierwert von Ligustrum vulgare entsteht vor allem durch den Duft. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 1,5 bis 2,4 Metern, am besten kommen die Sträucher in Gruppen von über 15 Stück zur Geltung. Geeignet für Dachgärten, freiwachsende hohe Hecken, Lärm- und Staubschutz und für Gehölzrabatten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Hangbepflanzung, Solitär, Verkehrsbegleitgrün, Bienenweide, Vogelweide und als Vogelschutzgehölz.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Für einen gesunden Wuchs im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr schiefe oder überkreuzt wachsende Äste entfernen.

Vermehrung

  • Aussaat im Frühbeetkasten im Frühjahr. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden.
  • Halbharte Stecklinge im Sommer
  • Ausgehärtete Stecklinge im Winter


Sorten

Giftigkeit

Sämtliche Pflanzenteile können bei Verzehr starkes Unwohlsein verursachen

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Weiße Flecken auf Blüten und Blättern sowie sich nicht öffnende Knospen deuten auf einen Befall durch Thripse hin. Diese Insekten lassen sich mit guter Belüftung und regelmäßigen Wassergaben zurückdrängen, außerdem können Insektizide oder Nützlinge (Raubmilben) eingesetzt werden.

Pilzfruchtkörper im Herbst, gehemmtes Wachstum oder Absterben der Pflanze deuten auf den Hallimasch-Pilz hin. Die befallen Pflanzen sollten mitsamt den Wurzeln entfernt werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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