Liliopsida

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Liliopsida Scop.
Calla palustris flowers photo file 28KB.jpg
Calla palustris (Araceae)
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina


Die Classis (Klasse) der Liliopsida, umfasst etwa 50.000 Arten von einkeimblättrigen Pflanzen. Die frühesten Funde von einkeimblättrigen Fossilien stammen aus der Kreidezeit.

Merkmale

Die Arten dieser Klasse bilden typischerweise nur ein Keimblatt aus, woraus sich auch der ehemalige Name Monocotyledonae ableitet (griechisch: monos=einzig, kotylēdōn=Keimblatt). Ein weiteres gemeinsames Merkmal sind spezielle Siebröhrenplastiden (P II-c-Plastiden) mit keilförmigen, kristallinen Proteineinschlüssen.

Die Klasse umfasst vor allem krautige, meist mehrjährige Pflanzen, nur etwa 10 Prozent sind holzige Gewächse wie die Arecaceae (Palmen). Diese haben allerdings kein sekundäres Dickenwachstum wie die Dicotyledonae, da sie geschlossene Leitbündel haben (Phloem und Xylem sind nicht durch ein Meristem getrennt). Sie weisen haben einen ungeteilten Stamm mit einer terminalen Krone aus großen Blättern.

Die Blätter sind meist parallelnervig, selten auch netznervig. Sie sind in der Regel ungeteilt oder einfach gefiedert (z.B. bei den Palmen).

Die Blüten sind normalerweise dreizählige Perigone, das heißt die Blütenhülle wird nicht in Calyx (Kelch) und Corolla (Krone) unterteilt, da die Tepalen (Blütenhüllblätter) gleich geformt und gefärbt sind. Es gibt allerdings auch Arten, bei denen sich die Blütenkreise voneinander unterscheiden, diese haben dann drei Sepalen (Kelchblätter) und drei Petalen (Kronblätter). Der Pollen ist in der Regel uniaperturat (mit nur einer Öffnung).

Das Wurzelsystem besteht aus Adventivwurzeln, die Hauptwurzel stirbt früh ab. Wurzelhaare werden nur in spezialisierten Rhizombereichen gebildet. In manchen Fällen fehlen sie auch ganz, dann gehen die Pflanzen eine Symbiose mit Mykorrhizapilzen ein.

Unter den sekundären Pflanzenstoffen sind die kondensierten Gerbstoffe zu nennen, manchmal kommen auch Alkaloide und Saponine vor.

Verbreitung

Die individuenreichste Familie der Liliopsida, die Poaceae (Gräser), stellt etwa 20 Prozent der Vegetation der Erdoberfläche und kommt weltweit auf den verschiedensten Standorten vor. Die Arten besiedeln sowohl dauernasse als auch extrem trockene Böden von sehr heißen bis zu sehr kalten Klimazonen. Der Großteil der restlichen Familien ist eher an feuchte oder nasse Standorte gebunden. Die artenreichste aber auch gleichzeitig individuenarme Familie der Orchidaceae (Orchideen) ist besonders in den Regenwäldern der Tropen und Subtropen verbreitet.

Systematik

Im System nach Takhtajan werden die Liliopsida aufgeteilt in die Unterklassen:

Cronquist teilt die Liliopsida in:

APG II benutzt den Begriff Monocotyledone und unterteilt sie in:

  • Nicht Commelinide 67 mit Familien
  • Commelinide mit 35 Familien

Literatur

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