Magnolia kobus

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Magnolia kobus DC.

Magnoliaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: becherförmig
Frucht: Balgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: aufrecht

Kronenform: breit kegelförmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Magnoliopsida
Subclassis:
Magnoliidae
Superordo:
Magnolianae
Ordo:
Magnoliales

Magnolia kobus, umgangsprachlich Kobushi-Magnolie, ist ein Kleinbaum, dessen Blüten vor dem Laubaustrieb erscheinen.

Namensherkunft

Magnolia kobus wurde 1817 von Augustin Pyramus de Candolle beschrieben und benannt.

Taxonomie

Die Kobushi-Magnolie ist eine Art aus der Gattung Magnolia, die 130 Arten umfasst und zur Familie der Magnoliaceae (Magnoliengewächse) gehört.

Merkmale

Magnolia kobus - Habitus
Magnolia kobus - Blätter mit Herbstfärbung
Magnolia kobus - Früchte
Magnolia kobus - Samen
Magnolia kobus - Knospen
Magnolia kobus - Stamm

Wuchs

Der Baum wird etwa 12 m hoch und hat eine kegelförmige Krone die im Alter breit ausladend wird. Meist wachsen die Bäume mit einem kurzen, bis in die Krone durchgehenden Stamm. Es gibt allerdings auch Exemplare die als mehrstämmige Großsträucher wachsen.

Holz und Rinde

Die Rinde an jungen Trieben ist grün, an älteren Zweigen und Stämmen ist sie rauh und silbrig-grau gefärbt.

Das Holz ist hell und weich.

Blätter

Magnolia kobus ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind verkehrt eiförmig bis verkehrt lanzettlich und haben einen glatten Rand. Die Blätter sind zehn bis zwanzig Zentimeter lang und haben bis zu 2,5 Zentimeter lange Blattstiele. Sie sind mittelgrün und färben sich im Herbst (September) fahlgelb.

Blüten und Früchte

Die becherförmigen Blüten sind strahlend weiss und außen an der Basis leicht rosa überhaucht. Sie erscheinen von April bis Mai. Sie sind einzeln angeordnet und entwickeln sich aus dicht silbrig behaarten Knospen. Die erste Blüte erfolgt erst nach mehreren Jahren und bis zur vollen Blütenfülle dauert es etwa 10 bis 15 Jahre.

Die Blüten sind einhäusig und werden durch Käfer bestäubt. Aus ihnen entwickeln sich im Spätsommer die rosafarbenen bis leuchtend roten Sammelbalgfrüchte.

Wurzelsystem

Die fleischigen Wurzeln wachsen sowohl flach als auch in die Tiefe und reagieren empfindlich auf Bodenarbeiten. Die Bäume sollten bereits als kleine Exemplare an ihrem endgültigen Standort gepflanzt werden da sie ein Verpflanzen nicht gut vertragen.

Verbreitung

Magnolia kobus stammt aus Japan.

Standort

Die Kobushi-Magnolie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C. (Winterhärtezone 6a). Sie wächst auf sandigen Lehmböden und fühlt sich in frischen bis feuchten Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Verwendung

Durch ihre frühe und reiche Blüte ist die Kobushi-Magnolie ein wertvolles Solitärgehölz. Sie kann in Parks und Gärten, aber auch auf an wenig befahrenen Straßen oder in Innenhöfen gepflanzt werden. Besonders schön kommen die Blüten vor einem Hintergrund aus immergrünen Baumgruppen zur Geltung.

Schöne Pflanzpartner sind unter anderem Narcissus, Chionodoxa, Rhododendron forrestii oder Zierkirschen.

Pflege und Vermehrung

Die beste Pflanzzeit für M. kobus ist im Frühjahr. Beim Rasenmähen sollte darauf geachtet werden, dass die dünne Rinde nicht verletzt wird.

Vermehrung durch Aussaat im Frühbeetkasten. Die Aussaat erfolgt entweder direkt nach der Samenreife oder im späten Winter. In diesem Fall sollten die Samen kalt gelagert werden. Die Keimung erfolgt normalerweise im Frühjahr, kann aber auch bis zu 18 Monate auf sich warten lassen. Die Setzlinge sollten den ersten Winter in leichtem Schatten im Kalthaus verbringe. Sobald sie eine Größe von 15 Zentimeter erreicht haben könne sie ausgepflanzt werden. In den ersten zwei bis drei Wintern im Freiland sollten sie gemulcht und vor starken Frösten geschützt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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