Magnolia stellata

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Magnolia stellata (Siebold & Zucc.) Maxim.

Magnoliaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Balgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: kugelf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Magnoliopsida
Subclassis:
Magnoliidae
Superordo:
Magnolianae
Ordo:
Magnoliales

Magnolia stellata, umgangssprachlich Stern-Magnolie, ein kompakt und langsam wachsender Strauch, ist ein beliebtes Ziergehölz.

Namensherkunft

Magnolia stellata wurde bereits von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini beschrieben und benannt, aber erst 1872 von Carl Johann Maximowicz in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Magnolia stellata ist eine Art aus der Gattung Magnolia, die circa 267 bis 297 Arten umfasst und zur Familie der Magnoliaceae (Magnoliengewächse) gehört.

Merkmale

Vergleich:
Magnolia x soulangeana, links
Magnolia stellata, rechts
Magnolia stellata - Knospen
Magnolia stellata - Blüten
Blütendetail: Magnolia stellata
Früchte und neue Blütenknospen
"Magnolien-Hain"
- rechts: Magnolia stellata 'Rosea'

Wuchs

Stern-Magnolien sind langsam wachsende, von unten her dicht verzweigte, breitbuschige Sträucher. Sie werden 2 bis 4 m hoch und ebenso breit, im Alter weit ausladend mit rundlicher Krone. Oft sind sie mehrstämmig, und gelegentlich können sie Ausläufer bilden. An für sie optimalem Standort können sie bis 6 m hoch werden. Triebe und Knospen dicht behaart.

Holz und Rinde

Die Rinde ganz junger Zweige ist gelblich-grün und behaart, ältere Zweige besitzen eine braune, Äste eine graue und raue Rinde.

Blätter

Die sommergrünen, einfachen Blätter von Magnolia stellata sind wechselständig angeordnet, hellgrün und etwas glänzend. Sie sind elliptisch bis verkehrt eiförmig, ganzrandig und gestielt, bis 5 cm breit und bis 10 cm lang.

Blüten und Früchte

Die Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb im März bis April. Schon sehr junge Pflanzen können blühen. Die in großer Zahl einzeln an den Enden der Zweige stehenden Blütenknospen sind dicht seidig behaart. Die duftenden, aufrechten, sternförmigen Blüten sind zwittrig und haben einen Durchmesser von 8 bis 15 Zentimeter. Jede Blüte besitzt 12 bis 36 weiße oder schwach rosa überhauchte, schmal längliche und verschieden zurückgeschlagene Blütenblätter (Tepalen) sowie zahlreiche, an ihre Basis rosafarbene bis violette Staubblätter und auch zahlreiche Stempel.

Die zuerst grüne und sich später rotbraun färbende Sammelbalgfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimeter zapfenförmig bis zylindrisch. Durch die unterschiedlich befruchteten/nicht ausgebildeten Samen entwickeln die Früchte oft bizarr anmutende Gebilde. Die Samen sind von einem roten Samenmantel (Arillus) umgeben.

Wurzelsystem

Das Wurzelwerk ist empfindlich: Die Pflanzen bilden fleischige, flach ausgebreitete und tiefgehende Wurzeln.

Verbreitung

Magnolia stellata stammt aus Japan, hat dort ein kleines natürliches Verbreitungsgebiet, wo sie an offenen, sonnigen Stellen in feuchtem, sumpfigem Gelände (Sphagnum-Mooren) vorkommt. Sie hat eine lange Tradition als Ziergehölz in Ostasien.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen Standort an geschützter Lage sowie humose, frische bis feuchte, saure bis neutrale, nährstoffreiche sowie kalkfreie Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig und humos sein und einen pH-Wert zwischen 5 und 6,2 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 46 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -23°C (WHZ 6) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 23 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölze kühl-feuchter Lagen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden, kalkhaltige Böden
  • geringe Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Blütezeiten gestaffelt im April:
Magnolia stellata - und
Magnolia soulangeana - Sorten

Die Sternmagnolie mit ihren Sorten ist wegen der frühen, attraktiven Blüte ein beliebtes Ziergehölz für Dachgärten, "Japanische Gärten", zur Kübelbepflanzung oder auch auf Grabstätten. In sehr kleinen Gärten oder im Atrium kann dieser Blütenstrauch als Leitgehölz ("Hausbaum") dienen. Interessant auch als Duftpflanze und durch ihren bizarren Fruchtschmuck.
Empfohlene Verwendung stets in Einzelstellung (solitär); der empfohlene Pflanzabstand zu anderen Gehölzen liegt bei 2,5 bis 3,5 Metern.

Schöne Bilder entstehen, wenn die Sternmagnolie mit Frühlingsblühern, wie Erica carnea, Corylopsis pauciflora, Helleborus orientalis benachbart wird, und mit bodenbedeckenden Stauden unterpflanzt.
Wie beispielsweise mit Storchschnabel (Geranium x cantabrigiense u.ä.), Lungenkraut (Pulmonaria longifolia), Golderdbeere (Waldsteinia ternata), Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna), und auch Leberblümchen (Hepatica nobilis), Frühlingsprimeln (Primula vulgaris) und Schneeglöckchen (Galanthus nivalis).

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Wenn regelmäßig mit organischem Material gemulcht wird, wächst M. stellata auch auf trockenerem und leicht alkalischem Standort.
  • Bei längerer Trockenheit wässern.
  • Zum Schutz der empfindlichen Wurzeln keine Bodenbearbeitung im Wurzelbereich!
  • Schnitt nur in Ausnahmefällen, ggf. leichtes Auslichten bald nach der Blüte; ein härterer Rückschnitt wird erstaunlich gut vertragen.

Vermehrung (der Art) durch Aussaat. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Vegetative Vermehrung (der Sorten) durch Stecklinge und durch Veredlung.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Die Sternmagnolien sind weitgehend frei von Schädlingen und Krankheiten.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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