Cortaderia selloana

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Cortaderia selloana (Schult. & Schult.f.) Asch. & Graebn.

Poaceae

Lebensform: Gras
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Blütenform: keine Angabe
Frucht: Karyopse

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Commelinidae
Superordo:
Poanae
Ordo:
Poales

Cortaderia selloana, umgangsprachlich Pampasgras, ist ein horstbildenes Gras. Es besticht vor allem im Spätsommer durch seine bogig überhängenden Blätter und auffälligen weißen, manchmal rosa überhauchten Blütenstände. Diese sind bis zu 80 Zentimeter lang und sitzen auf bis 2,5 Meter langen, kräftigen Halmen. Die Ränder der frischgrünen Blätter sind scharfkantig, man kann sich leicht an ihnen schneiden.

Namensherkunft

Cortaderia selloana wurde bereits von Josef August Schultes und Julius Hermann Schultes beschrieben und benannt, aber erst 1900 von Paul Friedrich August Ascherson und Karl Otto Robert Peter Paul Graebner in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Der Gattungsname verweist auf die "Schneidende Eigenschaft" der Blätter: < span. cortadera = Schneidmesser, cortador = schneidend, cortar = schneiden >.

Taxonomie

Das Pampasgras ist eine Art aus der Gattung Cortaderia, die 25 Arten umfasst und zur Familie der Poaceae (Gräser) gehört.

Merkmale

Starre Halme und überhängendes Laub.
Eleganter Blütenstand.
Cortaderia selloana - Infloreszenz

Wuchs

Die Pflanze wird etwa 1,5 m, in der Blüte bis zu 3 Meter hoch und bildet dichte Horste mit überhängenden Blättern.

Blätter

Die blaugrünen Blätter sind immergrün, jedoch nicht winterhart; sie sind wechselständig angeordnet, lineal geformt und elegant überhängend. Bei einer Länge von bis zu zwei Metern haben sie eine Breite von maximal einem Zentimeter. Die rauen Blattränder sind scharfkantig, man kann sich leicht an ihnen schneiden.

Blüten und Früchte

Cortaderia selloana ist zweihäusig, die Blüten sind silbrig weiß, manchmal auch leicht pink überhaucht, und erscheinen von August bis September. Die bis zu 80 cm langen Rispen stehen an zwei bis drei Meter langen starren Halmen.

Die Früchte sind Karyopsen.

Verbreitung

Cortaderia selloana stammt aus Süd-Brasilien, Uruguay und Argentinien und ist eingebürgert auf den Azoren und in Nordwest-Spanien.

Standort

Das Pampasgras benötigt einen sonnigen Standort und Wärme; es verträgt Temperaturen bis -18º C (Winterhärtezone 7a). Es wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in nährstoffreichen, lockeren, frischen bis trockenen Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen.

Zur Wachstumszeit im Sommer benötigt es reichlich Feuchtigkeit, im Winter dagegen kann Nässe tödlich wirken. Die Pflanzen eignen sich für Randbereiche oder Wasserflächen stehender künstlicher Gewässer.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden, Staunässe, Winternässe
  • hohe Toleranz: Stadtklima
C. selloana kombiniert mit Miscanthus sinensis

Verwendung

Cortaderia selloana gilt als wertvolle Schnittstaude und wertvolle Sorte. Der Zierwert entsteht vor allem durch den attraktiven Winteraspekt. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 1,2 Meter, am besten kommen die Gräser in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung.

Durch das elegante immergrüne Laub, den stattlichen Wuchs und die imposanten Blütenstände ist das Pampasgras aber auch besonders als Solitärstaude geeignet. Eine schöne Wirkung entsteht, wenn man einzelen Exemplare an Teichränder pflanzt, und sie sich im Wasser spiegeln. Gern wird die Pflanze auch als Solitär in Rasen-Inseln oder auch als Topfpflanze verwendet.

Cortaderia sollten, wegen ihrer 'exotischen' Anmutung, bei uns nicht in "Naturnahen Pflanzungen" verwendet werden: Sie wirken hier leicht unharmonisch und als Fremdkörper.

Wegen der scharfkantigen Blätter soll Cortaderia selloana nicht in die Nähe von Kinder-Spielecken gepflanzt werden, ebenfalls nicht in die Nähe von Wegen.

Die Blütenhalme können zum Schnitt verwendet werden: Sie werden vor dem völligen Erblühen geschnitten und dann getrocknet.

Pflege und Vermehrung

Am richtigen Standort ist Pampasgras sehr genügsam. Einzig den hohen Wasserbedarf gilt es zu bedenken. Exemplare die in Töpfen gepflanzt sind müssen an sonnigen Tagen täglich gewässert werden. Ausgepflanzte Exemplare sollten bei längeren Trockenperioden ein bis zwei Mal die Woche durchdringend gegossen werden.

Im mitteleuropäischen Klima ist ein Winterschutz, insbesondere ein Nässeschutz erforderlich. Hierfür werden die Horste zu einem Schopf zusammengebunden, und der Wurzelbereich wird mit einer Laubschicht abgedeckt, die wiederum noch regendicht gesichert werden kann. Das Laub der Pflanze wird erst im Frühjahr auf eine Höhe von etwa 20 Zentimetern zurückgeschnitten. Pflanzen, welche ungeschützt überwintern mussten, haben es meist sehr schwer, sich genügend zu regenerieren und zu blühen.

Die Vermehrung der meist weiblichen Klone (Sorten) erfolgt durch Teilung, im Frühjahr oder Frühsommer, bei genügend Bodenwärme. Aussaat ist möglich, sie ergibt männliche und weibliche Pflanzen, und genügende Winterhärte der Exemplare ist fraglich.

Sorten

  • 'Evita' , hellgelbe Blüten
  • 'Pumila' , bis 1,5 m hoch, geschlossene Blütenrispen
  • 'Rosea' , rosa Blüten
  • 'Sunningdale Silver'

Video

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Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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