Potentilla anserina

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Potentilla anserina L.

Rosaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: N&uuml;sschen

3A / f8da21 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Potentilla anserina, umgangsprachlich Gänse-Fingerkraut, ist eine Staude, die sich sehr gut zur Begrünung halbschattiger Flächen eignet.

Namensherkunft

Potentilla anserina wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Artname stammt aus dem lateinischen <anser, anserinus = Gans, Gänse>; er bezeichnet hier nicht eine Wuchsform (wie bei: "Gänsefüße", Chenopodium ), sondern einen Standort, die Gänseweide.

Taxonomie

Das Gänse-Fingerkraut ist eine Art aus der Gattung Potentilla, die 500 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.


Merkmale

Junge Pflanze
Potentilla anserina - Blüte
Ausläufer treibend
Am Straßen-Rand:
Streusalz vertragend

Wuchs

Die schnellwüchsigen und kurzlebigen Stauden werden etwa 10 Zentimeter hoch. In den Blattachseln bilden sie bis zu 80 Zentimeter lange Ausläufer, die an den Knoten bewurzeln und neue Pflänzchen bilden. Hierdurch entstehen dichte Teppiche.

Blätter

Potentilla anserina ist sommergrün, die Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Unterseits sind sie silbrig behaart. Die 13 bis 21 Fiederblättchen sind elliptisch und haben einen fein gesägten bis fiederspaltigen Rand. Sie sitzen ohne Petiolus an den langen Blattstielen.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind gelb, erscheinen von Mai bis August und haben behaarte Kelchblätter. Sie haben einen Durchmesser von 1,5 bis 3 cm und stehen einzeln auf langen Stielen, welche den Blattachseln und den Knoten der Ausläufer entspringen. Die Petalen sind verkehrt eiförmig und an der Spitze angerundet. Die Blüten haben mehr als 20 Fruchtblätter und 20 Staubblätter.

Die Früchte sind Nüsschen und entwickeln sich im Sommer.

Verbreitung

Potentilla anserina kommt vor in ganz Europa, dem Kaukasus, West- und Ost-Sibirien, auf der Insel Sachalin, Kamtschatka, Zentralasien, dem Himalaya, Alaska, Kanada, in der gesamten USA mit Ausnahme des Südostens, Floridas und der südlichen Präriestaaten sowie in Australien und Neuseeland.

Standort

Das Gänse-Fingerkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a) und benötigt eine frostfreie Periode von mindestens 29 Wochen. . Seine Naturstandorte, in Ebenen bis mittleren Gebirgen, sind: Wegeränder und Hecken, Mauern und Ufer, frische, nährstoffreiche, oft dichte und rohe Lehm- und Tonböden (= "Rohboden-Besiedler", "Pionierpflanze").

[1] Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 7 und 8 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 15 Zentimetern.


Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: sauerstoffarme Böden, kalkhaltige Böden

Verwendung

Die Pflanze kann als Kriech-Pionier noch Stellen besiedeln, die für andere Pflanzen zu dicht und zu stickstoffreich sind (z.B. in "Gänse-Angern" > Namensgebung!)

Geeignet als Bienenweide.

Potentilla anserina findet als Arzneipflanze Verwendung. Wegen seiner adstringierenden Wirkung wird es als Tee, Tonicum oder Dragees zu Behandlung von Durchfall, Nierensteinen und Arthritis eingesetzt[2]. Hierfür werden die Pflanzen während der Blütezeit gesammelt, getrocknet und zerkleinert. In der Volksmedizin wird ein Sud der Stauden außerdem zur äußerlichen Behandlung von schlecht heilenden Wunden herangezogen.


Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Potentilla anserina bei eFloras.org (engl.)

Einzelnachweise

  1. Beschreibung der Art bei "Naturegate II" (Finnland)
  2. Potentilla anserina in Flora of Pakistan (engl.)


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