Salvia farinacea

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Salvia farinacea Benth.

Lamiaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   9

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Blütenform: Lippenblüte
Frucht: Klausenfrucht

101B / 3350c8 

Knospenanordnung: Ähre

Blüte: einfach
Blütenhabitus: aufrecht

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales
Subordo:
Lamiineae

Salvia farinacea, umgangsprachlich Mehliger Salbei, Mehl-Salbei, ist eine buschige Staude, die in gemäßigten Breiten meist als Einjährige kultiviert wird.

Namensherkunft

Salvia farinacea wurde 1833 von George Bentham beschrieben und benannt. Das Artepithet farinacea (lat. farina = "Mehl") sowie die deutschen Namen beziehen sich auf die dicht behaarten Sprosse und Blüten.

Taxonomie

Salvia farinacea ist eine Art aus der Gattung Salvia, die circa 1008 bis 1137 Arten umfasst und zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Salvia officinalis.

Merkmale

S. farinacea im Staudenbeet
Typische Blütenstände
Farbträger und Schmetterlingsmagnet

Wuchs

Die Pflanzen werden 50 bis 80 Zentimetern hoch und meist ebenso breit. Sie haben einen buschigen bis leicht ausladenden Wuchs.

Blätter

Salvia farinacea ist sommergrün mit glänzend mittel- bis graugrünen Blättern. Diese sind gegenständig bis kreuzgegenständig angeordnet. Sie sitzen an bis zu 1,5 Zentimeter langen Blattstielen und sind lanzettlich bis eilanzettlich geformt. Die Blättränder sind grob gesägt oder ganzrandig.

Blüten und Früchte

Die Lippenblüten sind leuchtend blau mit mehlig weiß (manchmal auch blau-violett) behaarten Kelchen. Sie sind als Scheinquirle in aufrechten Ähren angeordnet und erscheinen von Mai bis Oktober. Die Sprosse der Blütenstände sind ebenfalls dicht weiß oder bläulich behaart.

Die Früchte sind Klausenfrüchte.

Verbreitung

Salvia farinacea stammt aus New Mexiko und Texas. Dort findet man ihn hauptsächlich in Wiesen- und Präriegesellschaften.

Standort

Der Mehlige Salbei bevorzugt einen sonnigen (bis halbschattigen) Standort und verträgt kurzzeitig Temperaturen bis -6,6º C (Winterhärtezone 9a). Die ganzjährige Freilandkultur als Mehrjährige ist allerdings nur in frostfreien Regionen möglich, in kälterem Klima empfiehlt sich die Kultur als Kübelpflanze im Wintergarten oder Kalthaus.

Er wächst auf sandigen Lehmböden und in jedem guten Gartenboden und fühlt sich in frischen bis feuchten Substraten wohl.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Als Dauerblüher gut geeignet für Kübel und gemischte Rabatten. In sonniger Lage blühen sie von Ende Mai bis zum ersten Frost. Höher wachsende Varietäten können auch als Schnittblumen genutzt werden.

Pflege und Vermehrung

Während des Wachstums reichlich gießen und einmal im Monat Flüssigdünger geben. Im Winter wenig gießen und frostfrei im Haus überwintern. Die Erde zwischen den Wassergaben etwas antrocknen lassen.

Vermehrung durch Aussaat im Frühbeetkasten oder durch Teilung im Frühjahr; Sorten sind nur vegetativ zu vermehren, im Spätsommer können halbharte Stecklinge bewurzelt werden.

Varietäten, Sorten

Es gibt eine Reihe von Sorten, die sich überwiegend in der Farbe der Blüten unterscheiden. Hier ein Beispiel einer modernen "Farb-Serie":

Krankheiten und Schädlinge

Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nüztlingen bekämpft werden.

Wurzelschäden, Welke, Entfärbung und Rücksterben von Blättern und Sprossen können durch Staunässe, Pilze oder Bakterien verursacht werden. Die befallenen Pflanzen sollten entfernt werden. Zusätzlich die Durchlässigkeit des Bodens erhöhen und die Hygiene verbessern.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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