Salvia nemorosa

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Salvia nemorosa L.

Lamiaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: Lippenblüte
Frucht: Klausenfrucht

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales
Subordo:
Lamiineae

Salvia nemorosa, umgangsprachlich Steppen-Salbei, ist eine Staude mit leuchtend violetten, unter Umständen auch weißen oder rosa Blüten.

Namensherkunft

Salvia nemorosa wurde 1762 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Salvia nemorosa ist eine Art aus der Gattung Salvia, die circa 1008 bis 1137 Arten umfasst und zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Salvia officinalis.

Merkmale

Salvia nemorosa - Habitus
Salvia nemorosa - Blätter
Salvia nemorosa - Blüten
Salvia nemorosa + Allium

Wuchs

Die Stauden werden etwa 50 Zentimeter hoch und haben einen horstig-buschigen Wuchs mit aufrechten Stengeln. Die Stengel sind im oberen Teil grau flaumig, im unteren Teil oft rötlich-violett überlaufen.

Blätter

Salvia nemorosa ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind mittelgrün, eiförmig und haben einen gekerbten Rand. Die Blätter sind sitzend oder gestielt.

Blüten und Früchte

Die Lippenblüten erscheinen von Juli bis September und sind bläulich-violette, selten auch rosa oder weiß. Sie sind zu 2 bis 4 in 12 bis 24 Scheinquirlen als Trauben angeordnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Die Früchte sind Klausenfrüchte.

Verbreitung

Salvia nemorosa stammt aus Zentraleuropa, dem östlichen Mitteleuropa, von der Apenninen- und der Balkanhalbinsel, aus Osteuropa, der Türkei, dem Kaukasus, dem Iran und Afghanistan. Man findet die Pflanzen hauptsächlich in nährstoffreichen Staudenfluren sowie auf Trocken- und Halbtrockenrasen. Auf den Britischen Inseln und in Nordeuropa gelten sie als eingebürgert.

Standort

Der Steppen-Salbei bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a). Er wächst auf nährstoffreichen, sandigen und steinigen Lehmböden sowie sandigen Tonböden und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: Winternässe

Verwendung

Geeignet für sonnige Rabatten, am hellen Gehölzrand oder im Wildgarten. Die Wildstaude ist nur von geringem Gartenwert, die Sorten dagegen sind unermüdliche Dauerblüher und auch eine gute Bienenweide. Außerdem geeignet für Naturgärten und für Dachgärten, und als Bodendecker. Gepflanzt wird am besten in kleinen Gruppen (3 bis 10 Pflanzen) mit einem Abstand von 30 bis 40 Zentimeter. Gute Pflanzpartner sind zum Beispiel Rosen, Gräser, Achillea filipendulina-Hybriden, Echinacea purpurea, Leucanthemum, Lychnis, Calamintha nepeta, Nepeta x faassenii, Allium giganteum oder Geranium cinereum. Die Stauden können auch gut in Kübeln gehalten werden.

Pflege und Vermehrung

Im Winter vor kaltem Wind und Winternässe schützen. Im späten Frühjahr Triebe leicht einkürzen, falls sie die Symmetrie stören. Abgeblühte Blüten entfernen. Ein Rückschnitt der Pflanzen zum Ende der Blüte im Juli-August ergibt einen kräftigen Durchtrieb und eine gute Nachblüte.

Die Vermehrung der Sorten erfolgt durch durch Stecklinge, geringere Stückzahlen kann man durch Teilen der Horste im Frühjahr erzielen. Einige Sorten sind auch durch Aussaat zu vermehren; die Aussaat der meisten Sorten ergibt jedoch ein Gemisch von Farben und Wuchsformen.

Kauf

Beim Kauf im Frühjahr sollte auf einen gut durchwurzelten Ballen sowie deutliche Triebe aus den Bodenknospen geachtet werden. Im Herbst sollten die Pflanzen ebenfalls einen gut durchwurzelten Ballen sowie reichlich Knospen oder Blüten aufweisen.

Sorten

Pflanzkombination aus Salvia nemorosa Sorten

Auswahl:

  • S. nemorosa 'Amethyst', rosa Blüten, 70 cm hoch
  • S. nemorosa 'Blauhügel', blaue Blüten, 40 cm hoch
  • S. nemorosa 'Caradonna', dunkelviolette Blüten, 30 bis 60 cm hoch
  • S. nemorosa 'Mainacht', dunkelviolette Blüten, 40 bis 60 cm hoch
  • S. nemorosa 'Marcus', dunkelviolette Blüten, 20 bis 30 cm hoch
  • S. nemorosa 'Ostfriesland', dunkelviolette Blüten, 40 cm hoch
  • S. nemorosa 'Porzellan', weiße bis blassrosa Blüten, 10 bis 50 cm hoch
  • S. nemorosa 'Rosakönigin', rosa Blüten, 40 cm hoch
  • S. nemorosa 'Rügen', blaue Blüten, 40 cm hoch
  • S. nemorosa 'Schneehügel' = S. nemorosa 'Adrian', weiße Blüten, 40 cm hoch

Krankheiten und Schädlinge

Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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