Salvia officinalis

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Salvia officinalis L.

Lamiaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Immergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: einfach

Blütenform: Lippenblüte
Frucht: Klausenfrucht

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales
Subordo:
Lamiineae

Salvia officinalis, umgangssprachlich Echter Salbei, ist eine halbstrauchige Staude mit aromatischen Blättern.

Namensherkunft

Salvia officinalis wurde von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Salvia officinalis ist die Typus-Art der Gattung Salvia, die circa 1008 bis 1137 Arten umfasst und zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) gehört.

Merkmale

Wuchs

Die Stauden haben einen buschigen Wuchs und werden 30 bis 80 Zentimeter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 0.6 bis 1 Meter.

Blätter

Salvia officinalis ist immergrün. Die einfachen, silbergrauen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind elliptisch, gekerbt und gestielt. Die Blätter sind etwa 20 bis 30 Zentimeter groß und haben eine filzige Oberfläche.

Blüten und Früchte

Von Mai bis Juli trägt Salvia officinalis violette Lippenblüten die in Trauben angeordnet sind.

Die Stauden tragen braune Klausenfrüchte.

Wurzelsystem

Verbreitung

Salvia officinalis stammt aus Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien (Serbien, Montenegro), Mazedonien und Algerien und ist in Spanien (mit Balearen, ohne Karanen), Frankreich (ohne Korsika), auf der Apenninenhalbinsel, in der Schweiz und Rumänien eingebürgert.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen bis frischen Böden. Das Substrat sollte lehmig, sandig-lehmig oder sandig-tonig sein und einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -18°C (WHZ 7).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Steppen/Trockenwälder (meist kalkreicher Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden, Winternässe

Verwendung

Der Zierwert von Salvia officinalis entsteht vor allem durch den Duft und das zierende Laub. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 40 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Geeignet für Bauerngärten, Naturgärten, Steingärten, Dachbegrünung und für Beete und Rabatten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Kübelpflanze, Hangbepflanzung, Solitär und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

  • Verwelkte Blüten entfernen.
  • Wenn die Symmetrie gestört ist im späten Frühjahr sämtliche Triebe leich einkürzen.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nützlingen bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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