Saponaria officinalis

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Saponaria officinalis L.

Caryophyllaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt<br>eilanzettlich

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: keine Angabe

75D / cfb0e0 

Knospenanordnung: Zyme

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: aufrecht

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Caryophyllidae
Superordo:
Caryophyllanae
Ordo:
Caryophyllales

Saponaria officinalis, umgangssprachlich Echtes Seifenkraut, ist eine Staude, deren Blätter und Rhizome früher als milder Seifenersatz verwendet wurden.

Namensherkunft

Saponaria officinalis wurde von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Saponaria officinalis ist die Typus-Art der Gattung Saponaria, die circa 17 bis 71 Arten umfasst und zur Familie der Caryophyllaceae (Nelkengewächse) gehört.

Merkmale

Saponaria officinalis - Blätter
Saponaria officinalis - Blüten

Wuchs

Die Stauden werden 30 bis 80 Zentimeter hoch, sie haben einen aufrechten Wuchs. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer.

Blätter

Saponaria officinalis ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind verkehrt eilanzettlich, ganzrandig und gestielt.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Juni bis September ist Saponaria officinalis sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann hellviolette radförmig fünfzählige Blüten die in Zymen angeordnet sind.

Im Sommer werden zahlreiche Früchte gebildet.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Rhizome, über die sie sich vegetativ vermehren.

Verbreitung

Saponaria officinalis stammt aus ganz Europa mit Ausnahme Nordeuropas, von den Britischen Inseln, aus der Türkei, dem Kaukasus und Westsibirien (bis zum Jenissei) und ist auf den Britischen Inseln, in Nordeuropa, Japan und Nordamerika eingebürgert.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen Böden. Das Substrat sollte kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 5 und 7 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 25 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -35°C (WHZ 4) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 19 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden
  • geringe Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 30 bis 40 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 5 bis 10 Stück zur Geltung. Geeignet für Bauerngärten, Auswildern, Naturgärten, Steingärten, Dachbegrünung und für Beete und Rabatten, außerdem geeignet als Schnittblumen und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen breiten sich durch Selbstaussaat stark aus.
  • Ausläufer entfernen wenn keine Ausbreitung gewünscht ist.
  • Verwelkte Blüten nach der Blüte entfernen wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist.
  • Im Herbst zurückschneiden.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Teilung.

Sorten

Giftigkeit

Sämtliche Pflanzenteile können bei übermäßigem Verzehr Unwohlsein verursachen.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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