Acer rubrum

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Acer rubrum L.

Aceraceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

                   

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Spaltfrucht

45C / b41920 

Knospenanordnung: B&uuml;schel

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: kugelf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rutanae
Ordo:
Sapindales

Acer rubrum, umgangsprachlich Rot-Ahorn, auch Scharlach-Ahorn oder Sumpf-Ahorn, ist ein Baum der besonders durch seine lebhafte Herbstfärbung auffällt.

Namensherkunft

Acer rubrum wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Acer rubrum ist eine Art aus der Gattung Acer, die circa 230 bis 296 Arten umfasst und zur Familie der Aceraceae (Ahorngewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Acer pseudoplatanus.

Merkmale

Acer rubrum - Jüngerer Baum
Acer rubrum - Herbstfärbung
Acer rubrum - Blätter
Acer rubrum - Blüte

Wuchs

Der Baum wird in seiner Heimat höher als 30 Meter, bei uns etwa 20 m, und hat eine zuerst kegelförmige, dann rundliche breite Krone. Im Alter hängen die Zweige locker über. Der Baum ist schnellwüchsig und relativ kurzlebig. Er gibt verschiedene Sorten mit abweichenden Kronenformen.

Holz und Rinde

Die Zweige sind rötlich, alte Borke ist grau.

Blätter

Acer rubrum ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet, dunkelgrün, unterseits bläulichweiß, 6 bis 10 cm lang und 5- bis 5-lappig handförmig geteilt. Im Herbst färben sie von gelb über orange bis leuchtend rot. ("Indianer-Sommer")

Blüten und Früchte

Acer rubrum ist einhäusig oder auch zweihäusig; die attraktiven dunkelroten Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb, von März bis April. Sie sind in Büscheln angeordnet.

Die roten Früchte sind Spaltfrüchte und sehr zierend. Sie entwickeln sich schon gleich nach dem Laubaustrieb.

Wurzelsystem

Der Baum hat Herzwurzeln und einen hohen Anteil an Feinwurzeln im oberen Bodenbereich.

Verbreitung

Acer rubrum stammt aus Ost-Kanada und dem östlichen Nordamerika.

Standort

Der Rot-Ahorn benötigt einen sonnigen Standort, ist aber hitzeempfindlich. Er verträgt Temperaturen bis -35º C (Winterhärtezone 4a). Er wächst auf Humusböden, Lehmböden, sandigen und steinigen Lehmböden, meidet schwere Tonböden und bevorzugt frische bis nasse Substrate, toleriert aber auch trockenere Standorte. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 4,7 und 7,3 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 80 Zentimetern.

Trockenperioden werden nicht so gut, zeitweilige Überschwemmungen werden gut vertragen. Schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens auf verdichtetem Boden verursacht unbefriedigendes Wachstum. Auf kalkhaltigen Böden und zu trockenen Standorten gibt es kaum eine Herbstfärbung.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Acer rubrum ist "Der Ahorn für Saure Standorte", wie ihn auch die Gruppe der "Japanischen Ahorne" benötigt. Einige kleiner- und schmalwüchsige Selektionen (Sorten) eignen sich auch für etwas kleinere Gärten. Der Baum ist wenig windfest, verträgt keinen Seewind, zu beachten ist seine Empfindlichkeit gegen Hitze! Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 4,5 bis 5,5 Metern. Geeignet für Dachgärten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Alleebaum, Kübelpflanze, Solitär und als Verkehrsbegleitgrün.

Pflege

Gelegentliches gründliches Wässern bei Trockenperioden ist zu erwägen. Ganz junge Bäume evtl. vor Spätfrost schützen durch leichtes Beschatten. Schnittmaßnahmen sind, wie bei allen Ahornen, auf das Allernotwendigste zu beschränken, und stets im Sommer durchzuführen, damit der Baum hierbei entstehende Wunden schnell verschließen kann. (Vergleiche: "Sommerschnitt an Gehölzen")

Sorten

Giftigkeit

Acer rubrum ist schwach giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Einzelnachweise

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.

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