Solanum melongena

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Solanum melongena L.

Solanaceae

Lebensform: Halbstrauch
Verwendung: Nutzpflanze

Standort: Sonne   10

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Beere

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Solananae
Ordo:
Solanales

Solanum melongena, umgangssprachlich Aubergine, Eierfrucht, ist ein Halbstrauch.

Namensherkunft

Solanum melongena wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Solanum melongena ist eine Art aus der Gattung Solanum, die circa 778 bis 2324 Arten umfasst und zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Solanum nigrum.

Merkmale

Solanum melongena - Habitus
Solanum melongena - Blüten
Solanum melongena - Früchte

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen und kurzlebigen Halbsträucher werden 40 bis 150 Zentimeter hoch. Sie haben einen aufrechten Wuchs und bilden nur einen Stamm aus, Hauptwachstumszeit ist das ganze Jahr über.

Holz und Rinde

Blätter

Solanum melongena ist immergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig, gelappt und gestielt. Die Blätter haben eine weich behaarte Oberfläche. Die Belaubung ist dicht.

Blüten und Früchte

Von Juni bis Juli trägt Solanum melongena violette radförmig fünfzählige Blüten die einzeln angeordnet sind.

Das ganze Jahr über tragen die Halbsträucher nur wenige schwarze Beeren. Die Früchte sind sowohl essbar als auch sehr zierend.

Wurzelsystem

Verbreitung

Solanum melongena stammt aus dem tropischen Afrika, Ägypten, Nordwest-Indien und von der Arabischen Halbinsel.

Standort

Die Halbsträucher bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,2 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 61 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen nur über mindestens 1°C (WHZ 10) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 52 Wochen. Bei der Topfkultur empfiehlt sich lehmige Topferde.

Im Sommer stehen die Pflanzen am besten vor direktem Sonnenlicht geschützt. Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden, zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Der Zierwert von Solanum melongena entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 50 Zentimetern. Eine ganzjährige Freilandkultur ist nur in warmem Klima möglich. Geeignet als Kübelpflanze.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Die Temperatur sollte im Winter bei 10 bis 15°C liegen.

Vermehrung durch halbharte Stecklinge im Sommer.

Sorten

Giftigkeit

Solanum melongena ist schwach giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Weiße Flecken auf Blüten und Blättern sowie sich nicht öffnende Knospen deuten auf einen Befall durch Thripse hin. Diese Insekten lassen sich mit guter Belüftung und regelmäßigen Wassergaben zurückdrängen, außerdem können Insektizide oder Nützlinge (Raubmilben) eingesetzt werden.

Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nützlingen bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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