Quercus palustris

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Quercus palustris

Fagaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: feucht bis Bodenfeuchte: nass

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: einfach

              

Blütenform: keine Angabe
Frucht: Nuss

3A / f8da21 

Knospenanordnung: Ähre

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breit kegelförmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Hamamelididae
Superordo:
Faganae
Ordo:
Fagales

Quercus palustris, umgangssprachlich Sumpf-Eiche, Nagel-Eiche, ist ein meist mittelhoher Baum, selten ein Großbaum, mit leuchtend gefärbtem Herbstlaub.

Namensherkunft

Quercus palustris wurde 1770 von Otto von Münchhausen beschrieben und benannt.

Taxonomie

Quercus palustris ist eine Art aus der Gattung Quercus, die circa 641 bis 798 Arten umfasst und zur Familie der Fagaceae (Buchengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Quercus robur.

Merkmale

Quercus palustris - Habitus
Quercus palustris - Blätter
Quercus palustris - Zweige
Quercus palustris - Früchte

Wuchs

Die Bäume werden 12 bis 25 Meter hoch, Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Sie sind vergleichsweise langsamwüchsig und haben eine breit kegelförmige Krone. Die Wuchsbreite beträgt 8 bis über 15 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist glatt und grausilber bis grün.

Blätter

Quercus palustris ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrün bis mittelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind elliptisch, gebuchtet und gestielt. Die Blätter sind etwa 15 Zentimeter groß und haben eine kahle Oberfläche. Die Belaubung der Pflanzen ist dicht, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive kräftig orange, rote bis dunkelrote Färbung an.

Blüten und Früchte

Von April bis Mai trägt Quercus palustris gelbe, in Ähren angeordnete Blüten. Die Pflanzen sind monözisch, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung durch den Wind.

Von Sommer bis Herbst tragen die Bäume zierende braune Nüsse.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden flache Wurzeln und ein herzförmiges Wurzelsystem.

Verbreitung

Quercus palustris stammt aus dem östlichen Kanada, dem zentralen Nordosten der USA, dem Nordosten der USA, Kansas und dem Südosten der USA.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten bis nassen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig oder sandig-tonig sowie vergleichsweise nährstoffreich sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6,5 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 17 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden
  • mittlere Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Der Zierwert von Quercus palustris entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt. Geeignet als Friedhofsgrün, Alleebaum, Solitär, Verkehrsbegleitgrün und als Vogelschutzgehölz. Aus wirtschaflicher Sicht eignen sich die Bäume zur Produktion von Furnier. Die Pflanzen eignen sich gut zur Produktion von Feuerholz.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Für einen gesunden Wuchs im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr schiefe oder überkreuzt wachsende Äste entfernen.

Vermehrung durch Aussaat im Frühbeetkasten bei Samenreife. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Außerdem Vermehrung durch Propfen.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken und welke Blüten deuten auf Anthraknose hin. Dies ist eine Pilzerkrankung die die Pflanze zum Absterben bringt. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Bessere Belüftung und Hygiene wirken vorbeugend.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Offene Wunden an Wurzeln und Sprossen, oft einhergehend mit erhabenen Borkenringen und Pusteln deuten auf eine Pilzerkrankung hin. Die befallenen Teile sollten entfernt und vernichtet werden.

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Verfärbte Blätter und Gänge in den Blättern deuten auf einen Befall durch Blattminierer hin. Das betroffene Laub sollte entfernt und verbrannt werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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