Syringa vulgaris

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Syringa vulgaris L.

Oleaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: herzförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: stieltellerförmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Oleanae
Ordo:
Oleales

Syringa vulgaris, umgangssprachlich Garten-Flieder, Gewöhnlicher Flieder, ist ein ausladender Strauch oder Kleinbaum mit bis zu 20 Zentimeter langen Blütenrispen.

Namensherkunft

Syringa vulgaris wurde von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Syringa vulgaris ist eine Art aus der Gattung Syringa, die circa 30 bis 43 Arten umfasst und zur Familie der Oleaceae (Ölbaumgewächse) gehört.

Merkmale

Syringa vulgaris - Knospen

Wuchs

Die Sträucher haben einen aufrechten Wuchs und werden 2 bis 6 Meter hoch. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 3 bis 5 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist glatt und grau.

Blätter

Syringa vulgaris ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind herzförmig, ganzrandig und gestielt. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche. Die Belaubung der Pflanzen ist dicht, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Mai bis Juni ist Syringa vulgaris sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann violette stieltellerförmige Blüten die in Rispen angeordnet sind. Die Pflanzen blühen sowohl an den einjährigen als auch den mehrjährigen Trieben. Sie sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Im Sommer tragen die Sträucher braune fachspaltige Kapseln die an der Pflanze verbleiben.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Rhizome, über die sie sich vegetativ vermehren.

Verbreitung

Syringa vulgaris stammt von der Balkanhalbinsel und aus Rumänien und ist auf den Britischen Inseln, in Frankreich (ohne Korsika), Zentraleuropa, dem östlichen Mitteleuropa, auf der Apenninenhalbinsel, der Krim-Halbinsel, in der Türkei, dem Iran und dem Kaukasus eingebürgert.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sowie vergleichsweise nährstoffreich sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 5,8 und 7,8 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 36 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -35°C (WHZ 4) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 16 Wochen.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • mittlere Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden
  • hohe Toleranz: kalkhaltige Böden, Streusalz

Verwendung

Der Zierwert von Syringa vulgaris entsteht vor allem durch den Duft. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 2,5 bis 3 Metern. Geeignet für Dachgärten, Hecken und für Gehölzrabatten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Kübelpflanze, Solitär, Schnittblumen, Bienenweide, Vogelweide und als Vogelschutzgehölz.

Pflege und Vermehrung

  • Verwelkte Blüten entfernen um die Vitalität der Pflanzen zu fördern.
  • Für gesundes Wachstum jährlich organischen Dünger geben.

Vermehrung

  • Aussaat im Frühbeetkasten bei Samenreife. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden.
  • Stecklinge im Frühsommer
  • Absenker im Frühsommer


Sorten

Bilder von weiteren Syringa vulgaris Sorten.

Krankheiten und Schädlinge

Verformte, verfärbte oder abgestorbene Pflanzenteile weisen auf eine Bakterienerkrankung hin. Die befallenen Teile großzügig entfernen. Bessere Hygiene wirkt vorbeugend.

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Verfärbte Blätter und Gänge in den Blättern deuten auf einen Befall durch Blattminierer hin. Das betroffene Laub sollte entfernt und verbrannt werden.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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