Nyssa sylvatica

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Nyssa sylvatica Marshall

Cornaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   3

Bodenfeuchte: nass

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

                   

Blütenform: keine Angabe
Frucht: Steinfrucht

VI

150B / c3d238 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Kronenform: rundlich bis breit<br>s&auml;ulenf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Cornanae
Ordo:
Cornales

Nyssa sylvatica, umgangssprachlich Wald-Tupelobaum, ist ein breit säulenförmiger Baum mit leuchtend bunter Herbstfärbung.

Namensherkunft

Nyssa sylvatica wurde 1785 von Humphry Marshall beschrieben und benannt.

Taxonomie

Nyssa sylvatica ist eine Art aus der Gattung Nyssa, die circa 11 bis 13 Arten umfasst und zur Familie der Cornaceae (Hartriegelgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Nyssa aquatica.

Merkmale

Nyssa sylvatica - Habitus
Nyssa sylvatica - Blätter
Nyssa sylvatica - Zweige
Nyssa sylvatica - Früchte

Wuchs

Die Bäume werden 9 bis 29 Meter hoch, Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Sie haben eine rundliche bis breit säulenförmige Krone. Die Wuchsbreite beträgt 5 bis 15 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist abblätternd und grau.

Blätter

Nyssa sylvatica ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig und ganzrandig, gestielt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche. Die Belaubung der Pflanzen ist im Sommer dicht, im Winter locker, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive gelbe, orange, kräftig orange bis rote Färbung an.

Blüten und Früchte

Im Juni trägt Nyssa sylvatica hellgrüne, in Trauben angeordnete Blüten. Die Pflanzen sind diözisch.

Von Sommer bis Herbst tragen die Bäume blaue Steinfrüchte.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden tiefe Wurzeln.

Verbreitung

Nyssa sylvatica stammt aus Ontario, dem zentralen Nordosten der USA, dem Nordosten der USA, den südlichen Präriestaaten der USA, dem Südosten der USA, Florida und Mexiko.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf nassen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sowie vergleichsweise nährstoffreich sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -40°C (WHZ 3) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 20 Wochen. Die Pflanzen bevorzugen einen geschützen Standort.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: kalkhaltige Böden
  • geringe Toleranz: sauerstoffarme Böden, zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: salzhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Der Zierwert von Nyssa sylvatica entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt. Geeignet für gemischte Rabatten, außerdem geeignet als Alleebaum und als Solitär. Zur Produktion von Feuerholz sind die Pflanzen nur mäßig gut geeignet.

Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen sollten möglichst nicht verpflanzt werden.
  • Nach Bedarf können die Pflanzen auf den Stock gesetzt werden.

Vermehrung

  • Aussaat im Herbst
  • Halbharte Stecklinge im Sommer
  • Grünstecklinge im Frühsommer


Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Offene Wunden an Wurzeln und Sprossen, oft einhergehend mit erhabenen Borkenringen und Pusteln deuten auf eine Pilzerkrankung hin. Die befallenen Teile sollten entfernt und vernichtet werden.

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Verfärbte Blätter und Gänge in den Blättern deuten auf einen Befall durch Blattminierer hin. Das betroffene Laub sollte entfernt und verbrannt werden.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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