Waldsteinia ternata

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Waldsteinia ternata (Stephan) Fritsch

Rosaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   3

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: Ton - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton

Blattstand: grundständig
Blatt: Immergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: dreizählig

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: N&uuml;sschen

3A / f8da21 

Knospenanordnung: Zyme

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Waldsteinia ternata, die Dreiblättrige Waldsteinie, auch Teppich-Golderdbeere, ist eine Staude.

Karl Foerster schrieb über sie:

"Ein äußerst derber Teppichbildner, Begrüner und Lückenfüller von größter Lebensfestigkeit"

- Karl Foerster Der Steingarten der sieben Jahreszeiten

Namensherkunft

Waldsteinia ternata wurde bereits von Christian Friedrich Stephan beschrieben und benannt, aber erst 1889 von Karl Fritsch in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Der Gattungsname erinnert an den österreichischen Offizier und Botaniker Franz de Paula Adam Graf von Waldstein-Wartenberg (1759-1823).Der Artname leitet ab von "ternatus" = "dreizählig", von lat. terni < je 3>, nach den dreizähligen Blättern). Der deutsche Name Golderdbeere ist wahrscheinlich auf die Ähnlichkeit des Laubs mit den echten Erdbeeren zurückzuführen. Im Unterschied zu diesen hat W. ternata allerdings gelbe Blüten, daher wohl der Namensteil Gold.

Taxonomie

Waldsteinia ternata ist eine Art aus der Gattung Waldsteinia, die circa 1 bis 6 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.

Merkmale

Waldsteinia ternata, W. geoides, carpet photo file 919KB.jpg
Waldsteinia ternata leaves photo file 603KB.jpg
Waldsteinia ternata mit Viola odorata

Wuchs

Die Staude wird 5 bis 15 cm hoch und hat durch ihre wurzelnden Ausläufer einen teppichartigen Wuchs mit einer Breite von 30 bis 60 Zentimetern.

Blätter

Waldsteinia ternata ist immergrün, die Blätter sind dreizählig und grundständig angeordnet. Sie sind mittelgrün, verkehrt eiförmig und haben einen gekerbten Rand. Die Blätter sind beiderseits schwach behaart, ebenso die Blattstiele. Die Blätter sind etwa 5 Zentimeter groß.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten sind gelb und erscheinen im April bis Mai (-Juni). Sie sind in Zymen von ein bis drei Blüten angeordnet. Die Petalen sind ellipitisch, manchmal auch beinahe rautenförmig und ganzrandig.

Die Früchte sind Nüsschen.

Wurzelsystem

Die Pflanze bildet ein verzweigtes Wurzelsystem an ihrem kriechenden verzweigten Wurzelstock, sowie reichlich Adventivwurzeln an ihren Ausläufern.

Verbreitung

Waldsteinia ternata stammt aus Zentraleuropa, dem östlichen Mitteleuropa, von der Balkanhalbinsel, aus Osteuropa, Ost-Sibirien, von der Insel Sachalin sowie aus Nord-Japan und ist in Finnland eingebürgert. Die Naturstandorte sind vor allem Gehölzränder mit luftfeuchten und bodenfrischen Bedingungen.

Standort

Ein idealer Bodenbedecker
Später: "blühfaul"

Die Dreiblättrige Waldsteinie bevorzugt einen luftfeuchten, halbschattigen Standort im Lebensbereich Gehölz oder Gehölzrand und verträgt Temperaturen bis -40º C (Winterhärtezone 3a). Sie wächst auf steinigen Lehmböden, Tonböden, sandigen und lehmigen Tonböden und fühlt sich in frischen bis feuchten Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Etablierte Pflanzen haben eine große Standortamplitude und gedeihen sowohl in voller Sonne als auch im Schatten. Wichtig ist, dass der Boden stets feucht aber nicht staunaß ist.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Verwendung

Sehr vielseitig verwendbar

Waldsteinia ternata gilt als sehr wertvolle Wildstaude. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 30 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 5 bis über 15 Stück zur Geltung. Die Art ist sehr gut geeignet als Bodenbedeckung, auch unter flach- und starkwurzelnden Gehölzen. Sie verträgt im absonnigen bis schattigen Bereich auch sommertrockene und warme Plätze, und sie ist wegen ihres dichten Wuchses und des immergrünen Laubs auch zur Grabbepflanzung empfehlenswert. Gute Pflanzpartner sind frühlingsblühende Zwiebelpflanzen. Außerdem geeignet zur Dachbegrünung, zur Hangbepflanzung und als Bienenweide.

Pflege, Vermehrung

Zur Schnellbegrünung von Flächen empfiehlt sich eine Pflanzung von mindestens 10 Pflanzen/m² und eine ausreichende Start-Düngung. Die Ausbreitung der Pflanzen soll anschließend nicht, durch z.B. Hacken, gestört werden; aufkommende Wildkräuter durch Jäten entfernen! Nach 1 bis 2 Wachstumsperioden sollte die Bodendecke geschlossen sein. Später, wenn die Pflanzen "sich selbst behindern" und dadurch das Wachstum nachlässt, wird auch die Blütenbildung nachlassen; es bleibt der "Immergrüne Teppich".

Die Vermehrung durch Teilung ist einfach: Pflanzen (mit der Grabegabel) aufnehmen, bewurzelte Teilpflanzen abtrennen, entstandene Lücken wie beschrieben nachpflanzen und wieder zuwachsen lassen ...

Varietäten, Sorten

Die im Handel befindlichen Pflanzen dürften der großblütigen Sorte 'Kronstadt' angehören. Eine 'Variegata' mit panaschierten Blättern wird (als 'Lichtermeer') angeboten.

Krankheiten und Schädlinge

Video

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Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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