Pyrus salicifolia

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Pyrus salicifolia Pall.

Rosaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Sammelbalgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Schirmtraube

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Pyrus salicifolia, umgangsprachlich Weiden-Birne, Weidenblättrige Birne, ist ein kleiner Baum, dessen Laub an Weidenblätter erinnert.

Namensherkunft

Pyrus salicifolia wurde 1776 von Peter Simon von Pallas beschrieben und benannt. Der Namensteil "salicifolia" bedeutet "mit Blättern wie eine Weide" und bezieht sich, wie auch die deutschen Namen, auf das Laub.

Taxonomie

Pyrus salicifolia ist eine Art aus der Gattung Pyrus, die circa 36 bis 124 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Pyrus communis.

Merkmale

Pyrus salicifolia - Habitus
Blüten von 'Pendula'
Pyrus salicifolia - Frucht
Links Pyrus salicifolia
rechts: Amelanchier lamarckii
Blätter von Pyrus salicifolia
Pyrus salicifolia - Früchte

Wuchs

Die Bäume werden bis zu acht Meter hoch und drei bis vier Meter breit. Sie entwickeln eine breite Krone mit oft abwärts gebogenen Ästen. Die Äste können bis auf den Boden hängen und so eine malerische Baumgestalt bilden. Pyrus salicifolia ist langsamwüchsig, der Jahreszuwüchs beträgt etwa zehn bis zwanzig Zentimeter.

Holz und Rinde

Junge Triebe sind silbrig bereift, mit der Zeit wird die Rinde grünlich braun. Manchmal sind die Triebe mit Dornen besetzt.

Blätter

Pyrus salicifolia ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind im Austrieb silbrigweiß, später dann graugrün. Die Blätter sind lanzettlich geformt und haben einen glatten Rand. In Farbe und Form erinnert das Laub an Weidenblätter.


Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten erscheinen von April bis Mai und sind in Schirmtrauben angeordnet.

Die grünen Früchte sind kugelige oder birnenförmige Sammelbalgfrüchte. Sie haben einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern. Die Früchte sind zwar eßbar aber extrem sauer (adstringierend) und dadurch roh ungenießbar. Man kann sie allerdings einkochen.

Wurzelsystem

Pyrus salicifolia hat ein tiefgehendes Wurzelsystem, so dass die Bäume auch etwas Einpflastern und Bodenverdichtung vertragen.

Verbreitung

Pyrus salicifolia stammt aus der Türkei (ohne europäische Türkei), dem Kaukasus und dem Iran. Dort kommt sie in lichten Wäldern und an Schotterhängen ab einer Höhe von 300 Metern vor.

Standort

Die Weiden-Birne bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -26º C (Winterhärtezone 5b). Sie wächst auf sandigen Lehmböden und fühlt sich in frischen, durchlässigen Substraten wohl. Je schwerer der Boden desto langsamer wachsen die Pflanzen. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Sowohl Trocken- als auch Hitzeperioden werden sehr gut vertragen, außerdem sind die Pflanzen sehr windfest.

Verwendung

Mit dem weidenartigen Laub ist Pyrus salicifolia ein guter "Weidenersatz" für trockenere Standorte. Durch ihren Wuchs ist sie gut für kleine Gärten geeignet. Sie macht sich auch sehr schön als Solitärgehölz in Staudenpflanzungen. Außerdem geeignet als Alleebaum und als Vogelschutzgehölz.

Gute Pflanzpartner, die auch auf den Naturstandorten der Weiden-Birne vorkommen, sind Cornus mas, Cotinus coggygria, Euphorbia und Geranium.

Pflege

Pyrus salicifolia braucht im Großen und Ganzen keine nennenswerte Pflege. Vor Beginn der Vegetationsperiode im zeitigen Frühjahr können Totholz und unerwünschte Äste entfernt werden. Die Bäume sind sehr gut schnittverträglich und können auch als Formgehölze gezogen werden. Dann ist der Pflegeaufwand natürlich entsprechend höher.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Pyrus salicifolia ist anfällig für Feuerbrand.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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es:Pyrus salicifolia

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