Yucca filamentosa

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Yucca filamentosa L.

Agavaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: rosettig
Blatt: Immergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Blütenform: glockenförmig
Frucht: keine Angabe

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: einfach
Blütenhabitus: nickend

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Amaryllidales

Yucca filamentosa, umgangssprachlich Fädige Palmlilie, ist eine immergrüne Staude für warme, trockene, überwiegend steinige Standorte.

Namensherkunft

Yucca filamentosa wurde von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Yucca filamentosa ist eine Art aus der Gattung Yucca, die circa 57 bis 97 Arten umfasst und zur Familie der Agavaceae (Agavengewächse) gehört.

Merkmale

Yucca filamentosa - Blätter
Yucca filamentosa - Blüten
Yucca filamentosa - Blütenstand
Beeindruckender Auftritt im "Bauerngarten"

Wuchs

Die Fädige Palmlilie ist stammlos und hat einen horstartigen Wuchs. Auf einem unterirdischen Rhizom wächst sie anfangs solitär und bildet später buschige Gruppen. Sie wird etwa 60 Zentimeter hoch, der Blütenstand kann, je nach Sorte, bis zu 2 m hoch werden.

Blätter

Yucca filamentosa hat immergrüne, derbe, spitze, starre Laubblätter, welche ungestielt in Rosetten wachsen. Sie sind sind grün bis blaugrün, lanzettlich und ganzrandig, einfach, parallelnervig, und auf der Unterseite rau, 20 bis 60 cm lang und 2,5 bis 3 cm breit. An den Rändern der Laubblätter finden sich die typischen (= namensgebenden) Fasern.

Blüten und Früchte

Der weit über die Blätter hinausragende, am Ende rispig verzweigte Blütenstand kann 2 bis 3 Meter hoch werden. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, dreizähligen Blüten sind hängend, glockenförmig, weiß bis cremefarben; sie weisen eine Länge und einen Durchmesser von 4 bis 8 cm auf. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli (August), bis zur Bildung eines Blütenstandes dauert es mehrere Jahre.

Es werden aufrechte Kapselfrüchte gebildet. Bei und gibt es keine Samen, weil der Bestäuber fehlt: Die Gattung ist auf eine Bestäubung durch Weibchen der Yucca-Motten angewiesen.

Wurzelsystem

Faserige, wenig verzweigte Wurzeln am unterirdischen Grundstamm.

Verbreitung

Yucca filamentosa stammt aus Atlantikküstenregionen im Osten der USA, etwa von NY bis Florida; sie wächst dort, in etwa Seehöhe, in Ebenen in Sanddünen, Grasland und an Waldrändern.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort an warmen bis heißen Plätzen, auf trockenen bis frischen, gut durchlässigen, kalkhaltigen Böden. Das Substrat sollte sandig, sandig-lehmig, kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen
  • Steinanlagen
Lavendel als passende Nachbarn

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden, Staunässe
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Allein das Laub von Yucca filamentosa hat schon eine starke, strukturierende Wirkung, besonders als Solitär in einer "Mediterranen-" oder auch als Gruppen in "Steppen-Pflanzungen". Zur Blütezeit, sie blüht erst einige Jahre nach der Pflanzung, nimmt sie dort eine beherrschende Stellung ein. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 90 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Beeindruckend im "Bauerngarten", in Beeten und Rabatten, schön in Kies- und Splittflächen; geeignet auch als Kübelpflanze für Dach- und Balkongärten sowie für den Wintergarten.


Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen brauchen einen leichten Winterschutz, insbesondere gegen Nässe; im Garten ohne jeden Schutz bis etwa -15° C winterhart.
  • Nach der Blüte die Samenstände entfernen.
  • Im Kübel: Für gesundes Wachstum alle 2 bis 3 Wochen während des Wachstums düngen.
  • Die Temperatur im Wintergarten sollte im Winter bei 5 bis 15°C liegen.

Vermehrung durch Teilung.

Sorten

Die in Europa unter dem Namen Yucca filamentosa verbreiteten Gartenformen sind ausnahmslos Hybriden;
Beispiele:

Krankheiten und Schädlinge

Wildverbiss:
Auch unsere Rehe mögen Yucca

Blattflecken deuten auf eine Pilz- oder Bakterienerkrankung hin. Bakterielle Flecken sind eher eckig und gelb umrandet, Pilzflecken normalerweise rundlich mit einer Zone mit Fruchtkörpern. Die befallenen Teile sollten entfernt werden, bei einer Pilzerkrankung wird zusätzlich ein Fungizid eingesetzt.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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