Citrus limon

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Citrus limon (L.) Burm.f.

Salicaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   10

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Beere

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Violanae
Ordo:
Salicales

Citrus limon (= Citrus limonum, Citrus medica var. limon), umgangsprachlich Zitrone, ist ein weitverzweigter Baum oder auch Strauch mit duftenden weißen Blüten. Diese entwickeln sich aus purpur überhauchten Knospen und sind oft zeitgleich mit den Früchten an der Pflanzen. Die Zitrusfrüchte sind groß, breit eiförmig und leuchtend gelb.

Namensherkunft

Citrus limon wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst 1768 von Nicolaas Laurens Burman in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Citrus limon ist eine Art aus der Gattung Citrus, die circa 37 bis 166 Arten umfasst und zur Familie der Rutaceae (Rautengewächse) gehört.


Merkmale

Citrus limon - Blüte
Citrus limon - Frucht

Wuchs

Der Baum wird etwa sieben Meter hoch und hat eine breite Krone.

Blätter

Citrus limon ist immergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig und haben einen fein gezähnten Rand.

Blüten und Früchte

Die duftenden, radförmig fünfzähligen Blüten sind weiss und erscheinen von April bis August. Sie sind einzeln angeordnet.

Botanisch gesehen sind die Früchte Beeren, die spezielle Ausbildung bei Zitrusfrüchten wird Hesperidium genannt. Sie sind elliptisch bis fast rund mit einer deutlichen Spitze am Ende. Die bei den meisten Arten feinporige, glatte Schale färbt sich mit der Reife hellgelb bis leicht goldgelb. Die weiße bis blaßgelbe Albedo ist recht dünn und lässt sich nur schwer von der Schale lösen. Das hellgelbe Fruchtfleisch schmeckt deutlich sauer und besteht aus zahlreichen Saftschläuchen. Es ist in 10 bis 15 Segmente unterteilt und enthält zahlreiche kleine Samen. Sowohl Schale als auch Fruchtfleisch duften intensiv frisch und sauer.

Wurzelsystem

Die Zitrone bildet ein meist dicht verzweigtes Wurzelsystem aus. Einige Arten bilden mehrere tiefreichende Pfahlwurzeln aus, die der Pflanze helfen, auch trockenere Zeiten zu überdauern. Das eigentliche Wurzelsystem ist recht flach und besteht aus einer Vielzahl fleischig, hellbeiger Wurzeln, deren Spitzen nur wenig Wurzelhaare aufweisen.

Verbreitung

Citrus limon stammt vermutlich aus Nord-Myanmar, Süd-China. Vermutungen nach gelangte die Pflanze über Früchte und Samen über die Salz- und Seidenstrassen in den Orient, von wo aus sie den Mittelmeerraum erschloss. Die gesunden Früchte wurden von Seefahrern geschätzt und so gelangten die Pflanzen auch nach Amerika.

Standort

Die Zitrone bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis 0º C (Winterhärtezone 10). Sie wächst auf sandigen Lehmböden und fühlt sich in frischen bis feuchten Substraten wohl.

Unter Glas vor heißer Mittagssonne schützen und in durchlässiger Topferde oder in mit Sand vermengter Einheitserde halten. Im Freiland auf neutralem bis leicht saurem, feuchtem aber gut durchlässigem Boden.

Verwendung

Geeignet als Zimmerpflanze, für den Wintergarten oder zur Kultur im Kalthaus oder temperierten Gewächshaus. Als Spalier gezogen erhöht sich die Ernte. In frostfreiem Klima ist die Zitrone auch ein schönes Solitärgehölz im Freiland.

Pflege & Vermehrung

Währendes des Wachstums reichlich gießen und alle 2 Wochen Flüssigdünger geben. Im Winter nur noch wenig gießen und an einem kühlen bis kalten, frostfreien Ort überwintern. Auch während dieser Phase haben die Bäume am liebsten einen hellen Standort. Wenn sie zu kalt stehen werfen sie ihr Laub ab, treiben aber meist im Frühling wieder willig aus. Im späten Winter umtopfen oder kopfdüngen. Exemplare, die dunkel überwintert haben wieder an Sonnenlicht gewöhnen.

Vermehrung durch halbharte Stecklinge im Sommer, oder durch Veredelung auf eine geeignete Veredelungsunterlage.

Sorten

Da Citrus limon sowohl als Nutz- als auch als Zierpflanze sehr beliebt ist wurden über die Jahre eine Vielzahl Sorten selektiert.

Krankheiten und Schädlinge

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.
Honigtau und Schwärzepilze deuten auf einen Befall durch die Weiße Fliege hin. Die schildlausartigen Larven saugen an den Blattunterseiten und können mit einem Insektizid bekämpft werden. Unter Glas kann auch mit Nüztlinge bekämpft werden.
Wachsartige Fäden und Honigtau auf den Blättern und Sprossen deutet auf einen Befall durch Schmierläuse hin. Abhilfe schaffen Insektizide oder Nützlinge (Marienkäferlarven).
Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.
Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten trocken und wurzelwarm gehalten werden, eine Behandlung mit einem speziellen Fungizid ist ratsam. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Einzelnachweise

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Citrus limon in der Flora of Pakistan (engl.)
  • Walter Reuther, Herbert John Webber, Leon Dexter Batchelor: The Citrus Industry Volume I [1]: History World Distribution Botany and Varieties. University of California Press; Revised Edition January 1, Riverside/USA 1967, ISBN B0013GSUG6.

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